erstens kommt es schlimmer, zweitens als man denkt.

oder so irgendwie halt.

es kommt nix besseres nach, tät vielleicht auch passen.

was nach der mikl-leitner zwar nur schwer vorstellbar war, aber der sobotka hats möglich gemacht.

 

und diese woche ist der gute mann zur höchstform aufgelaufen.

„arbeitspflicht“ für mindestsicherungsbezieher.

also nach der kürzung der auszahlungshöhe für familien und der forderung nach umstellung von geldbezügen in sachleistungen jetzt arbeitsdienst.

 

was kommt als nächstes?

lebensmittelkarten?

arbeitslager?

 

der geist des unseligen dollfuß weht durch die övp-abteilung unserer regierung.

der kurz mit seinen internierungslagern auf irgendwelchen inseln ist noch in guter erinnerung.

dazu passt auch, dass das vom herrn sobotka geführte ministerium zwar nicht in der lage ist, eine wahl ordnungsgemäss über die bühne zu bringen, aber ab august in wien sogenannte „sicherheitsbürger“  (neudeutsch für blockwart!) installiert.

 

da ist es dann zu einer „bürger(heimat)wehr“ nimmer weit.

 

wahrscheinlich braucht es ja auch so eine „bürgerwehr“, um wie in gyöngyöspata den verpflichtenden arbeitsdienst der sozialschmarotzer zu überwachen.

 

 

aufregen tut mich ja auch, dass sich da ein musiklehrer (und nein – ich hab gar nix gegen musiklehrer, im gegenteil) hinstellt, und solche sätze von sich gibt:

„es könne ja nicht egal sein, wenn zwischen Erwerbsarbeit und Mindestsicherung kein Unterschied mehr bestehe, verweist Sobotka auf niedrige Löhne etwa von Supermarktmitarbeitern oder Raumpflegern.“

und so ganz nebenbei „will er sich am deutschen Hartz IV-System orientieren und eine Verpflichtung einführen, gemeinnützige Arbeit im Ausmaß von 20 Stunden anzunehmen, sofern diese vorhanden und der Person zumutbar ist. Als Stundenlohn sind in Deutschland 1,50 Euro vorgesehen.“

das sagt einer, der monatlich € 17.372,50 kassiert. 14 mal jährlich.

also € 243.215,- jährlich!

dafür dürft dann so ein „arbeitsverpflichteter“ schlappe 155 jahre arbeiten.

ein mindestsicherungsbezieher müsst damit immer noch ganze 24 jahre auskommen.

 

auf die idee, dass nicht die mindestsicherung zu hoch ist, sondern die löhne ganz eindeutig zu niedrig sind, kommt der gute herr natürlich nicht.

dabei kann er ja von glück reden, dass er sich nicht aktuell um einen job in seinem angestammten beruf umschauen muss.

immerhin werden aktuell vom AMS ganze 10 offene stellen als musiklehrer angeboten.

mit einem durchschnittsgehalt von 2.230 – 2.470 brutto.

und wenn er taxifahren müsst, müsst er gar nur mit € 8,77 die stunde auskommen.

man könnt also durchaus sagen, dass er es sich verbessert hat.

aber halt leider auf unsere kosten.

 

aber ich gönn ihm sein „angemessenes“ gehalt.

mir wärs nur recht, wenn er dafür ähnlich wie der blümel oder die stenzel „nichtamtsführend“ wär.

weil auf das kommts auch nimmer an und das sollt es uns grad im fall vom herrn sobotka wert sein.

 

in diesem sinne:

bleibt´s gsund und losst´s eich nix gfoin!

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