i am not amused!

man könnt schon durchaus von einem annus horribilis sprechen.

 

irgendwie passt das grad alles zusammen.

der trump, der brexit, der erdogan.

whats next?

der hofer?

stellt sich am ende raus, dass die erde ist ja doch eine scheibe ist?

und die sonne ist vom himmel gefallen oder tut das bei nächster gelegenheit.

es stimmt also schon, wenn ma sagt: es muss erst noch schlimmer werden, bevor es wieder besser wird.

und viele wundern sich gerade über das, was alles möglich ist.

 

zb sagt da der erdogan in seiner gratulationsrede an den trump:

„Ich hoffe, dass diese Wahl des amerikanischen Volkes dazu führen wird, dass für die Welt positive Schritte eingeleitet werden, was Grundrechte und Freiheiten, Demokratie und die Entwicklungen in unserer Region angeht.“

dass der putin einer der ersten gratulanten war, wundert da eher gar ned. der hat ja jetzt einen neuen besten buddy.

 

über den trump seine wähler wunder ich mich auch ned – nur darüber, dass die die mehrheit sind:

alte weisse religiöse männer ohne bildungsabschluss

 

übers us-amerikanische wahlsystem, bei dem der verlierer mehr stimmen kriegt als der, der dann präsident wird, darf ma sich aber schon a bissl wundern.

jetzt wird natürlich allerorts und von viele gscheite leut analysiert, warum und wieso wir da sind, wo wir sind.

grad unter linken, progressiven, intellektuellen, liberalen eine sehr beliebte tätigkeit.

auch die beliebten hätti-wari-spielchen sind zu lesen.

hätte der bernie sanders, wenn …., dann ….

die typische hirnwixerei halt.

 

wir müssen einfach zur kenntnis nehmen, dass die zeiten grad rechte populistische demagogen begünstigen.

da wie dort.

und egal wie sie heissen, johnson, trump, putin, erdogan, le pen, strache, hofer, wilders, petry, berlusconi, duterte – und ich hab da jetzt sicher ein paar vergessen – sind vor allem eines:

hemmungslose, menschenverachtende, zynische, machtgeile, rücksichtslose arschlöcher!

 

jetzt könnts mir persönlich ja wuaschd sein.

weder die wahl vom trump, noch eine wahl vom hofer haben auf mein leben eine unmittelbare auswirkung.

ich werd auch in zukunft in aller ruhe frühstücken, zeitung lesen und mich über den zustand der welt aufregen.

ich bin schon in einem alter, in der meine zukunft eher nach ruhestand und pensionistenheim ausschaut. und mein lebensziel manifestiert sich in der teilnahme an den (squash) british open over seventyfive.

 

andererseits, bietet ja gerade diese luxuriöse situation keine persönlichen karriereziele mehr verfolgen zu müssen bzw zu wollen, viel spielraum und vor allem auch freie zeit, die ich eher nicht mit enkel hüten oder tauben vergiften im park verbringen will.

 

meine geistes- und gemütsverfassung geht auch nicht einher mit dem oft zitierten und (fälschlicherweise?) churchill zugeschriebenen satz:

„Wer mit 20 kein Kommunist ist, hat kein Herz.
Wer mit 40 immer noch Kommunist ist, hat keinen Verstand.“

 

viel eher kann ich an mir eine entwicklung beobachten, die tucholsky so beschrieben hat:

„Ich bin kein Kommunist, aber man könnte einer werden, wenn man den
geistigen Zustand der europäischen Bourgeoisie (Elite) betrachtet.“

 

jetzt kann und wird euch meine persönliche befindlichkeit natürlich ziemlich wuaschd sein.

 

worauf ich aber hinaus will:

es kann und darf sich niemand dieser wurschtigkeit hingeben.

egal ob unmittelbar betroffen oder nicht.

frei nach watzlawick:

nicht politisch handeln ist auch eine politische handlung.

wir alle – und somit jeder einzelne von uns – sind für den gesamtzustand unserer gesellschaft verantwortlich und für die zeiten, in denen wir leben.

 

noch einmal zurück zu us-wahl.

michael moore war der einzige, der präzise vorausgesagt hat, das und wie trump zum präsidenten wird.

ich geb zu, ich hab das damals für eine guten pr-gag gehalten und nicht ernst genommen.

wie viele andere auch und das war ein fehler.

umso wichtiger ist es nun, seinen aufruf ernst zu nehmen.

 

umgelegt auf unsere situation in österreich muss das allerdings bedeuten, dass wir keine

„Morning After To-Do List“ machen, sondern eine „bevor-to-do-list“.

eine bevor hofer präsident wird.

eine bevor wir einen kanzler strache bekommen.

eine bevor wir schwarz-blau in der regierung haben.

eine bevor niessl und doskozil ganz österreich verburgenlandisieren.

eine bevor die armen noch weiter ins aus gedrängt werden und wir gezwungen werden zu den mistgabeln zu greifen.

 

wie schaut jetzt also meine ganz persönliche „bevor-to-do-list“ aus.

 

1.

vor allem raus aus der selbstgewählten facebook/twitter-blase.

ich werde fpö-wähler oder -sympathisanten nicht mehr aus meiner timeline entfernen, sondern ihnen entschieden entgegentreten und wenn notwendig meinen standpunkt mit der gleichen politischen inkorrektheit vertreten, die aus diesen ecken kommt – damit sie auch klar verstehen das nicht alles geht.

 

2.

raus aus dem rein virtuellen raum.

so wie bei den sozialen medien ist es notwendig im „real life“ farbe zu bekennen und menschen in meiner näheren und weiteren umgebung damit zu konfrontieren, dass eine andere gerechtere politik notwendig ist.

 

3.

ich möchte mithelfen, dass sich in österreich eine echte „linke“ alternative auch als wählbare partei etabliert. abseits der „systempartei“ spö. und zwar nicht erst in ferner zukunft, sondern bereits bei den nächsten nationalratswahlen.

 

und ich möchte euch alle bitten, ja ich möchte euch auffordern, auch eine persönliche „bevor-to-do-liste“ zu erstellen.

und dann gelingt es uns auch eine gemeinsame liste zu schaffen und damit die zeiten für populistische arschlöcher zu beenden.

 

und so auf ganz amerikanisch hab ich da eine werbeslogan für euch

just do it

 

in diesem sinne:

bleibt´s gsund und losst´s eich nix gfoin!

und passt´s auf eich auf!

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