Unsere Regierung macht wieder einmal halbe Sachen.

 

Dieses Mal einen halben Feiertag.

Fühlt ihr euch verarscht?

 

Zur Erinnerung:

Der Karfreitag ist in 13 von 28 EU-Ländern ein gesetzlicher Feiertag.

In Österreich nur für die evangelischen Kirchen AB und HB, der Altkatholischen Kirche oder der evangelisch-methodistischen Kirche.

Laut Konkordat hat sich Österreich verpflichtet, bestimmte Feiertage der katholischen Kirche anzuerkennen – diese gelten allerdings für jeden Arbeitnehmer, egal, welcher Religion er angehört. Insgesamt gibt es 13 gesetzliche Feiertage, die für alle gelten.

Der EUGH hat im Jänner d.J. entschieden, dass die Gewährleistung eines bezahlten Feiertages nur für die Angehörigen bestimmter Religionsgruppen eine Diskriminierung darstellt.

 

Unmittelbar nach dieser Erkenntnis des EUGH kam auch schon der Aufschrei aus der WKO:

„Ein zusätzlicher Feiertag würde die österreichische Wirtschaft 600 Millionen Euro kosten“.

 

Für die ihren Sponsoren verpflichtete Regierung war also klar, dass ein zusätzlicher Feiertag keine Option darstellt.

 

Und so fand man eine typisch österreichische Lösung.

Ein „halber“ Feiertag.

Der Karfreitag ist nun ab 14.00 Uhr ein „Feiertag“.

Für den Grossteil der Lohn- und Gehaltsabhängigen wird sich wegen Freitagfrühschluss ohnehin nicht viel ändern.

Aber wie sieht es mit den Öffnungszeiten im Handel aus?

Kommt eine Sonderregelung wie für den 8. Dezember?

 

Oder hat sich die Regierung aus Rücksicht auf die ohnehin lang schlafenden Wiener zu dieser Lösung entschlossen?

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