jetzt geht’s also auch offiziell los mit der nationalratswahl.

während dem pilz die leute davon rennen, haben die grünen und die neos nun ganz offiziell ihre listen gewählt.

ohne wirklich grosse überraschungen aber mit durchaus interessanten kandidaten auf beiden listen.

wobei es bei den neos aber auch kandidaten gibt, die möglicherweise „interessant“ sind, deren agenda aber sowas von neoliberal ist, dass es für einen menschen mit gesamtgesellschaftlicher verantwortung unmöglich ist, die neos zu wählen.

eine kleine überraschung ist das antreten der piratenpartei auf der liste der grünen.

auf listenplatz 10 findet sich die von den piraten nominierte maria chlastak.

eine zusammenarbeit zwischen grünen und piraten, die sich auf der europäischen ebene – in der die piraten in der grünen fraktion beheimatet und derzeit mit vier abgeordneten vertreten sind – durchaus erfolgreich gestaltete. julia reda lässt grüssen.

 

für jene parteien, die keine unterstützung von abgeordneten des nationalrats haben (wer unterschreibt für die grünen?), wird’s aber schon jetzt richtig ernst.

diese müssen ab 9. juli bis zum 2. august insgesamt 2.600 unterstützungserklärungen von wahlberechtigten vorlegen. nicht unbedingt eine leichte übung.

aber es gibt einige, die es – wieder – probieren.

darunter auch skurille vereinigungen wie die cpö, gilt oder das dahinvegitierende bzö.

bisher immer dabei, die kpö. es ist davon auszugehen, dass die notwendigen unterstützungserklärungen auch diesesmal problemlos erbracht werden (meine annahme soll aber nicht dazu führen, dass jetzt einige unterstützer glauben, ihre unterschrift wäre nicht notwendig – jede stimme ist wichtig!)

 

ich für meinen teil hab bei den letzten wahlen (nrw 17 und eu19) jeweils eine unterstützungserklärung für die kp unterschrieben. weil ich der festen überzeugung bin, es braucht eine wählbare linke alternative – und ja angeblich die hoffnung zuletzt stirbt.

 

meine hoffnungen was den bundesweiten erfolg bzw die notwendigkeit des gesamtösterreichischen antritts der kp betrifft sind allerdings ziemlich gering geworden.

den rest hat mir dann die reaktion nach dem wieder ernüchternden ergebnis der eu-wahl gegeben.

„Eine linke und soziale Alternative bleibt notwendig“ meint der bundessprecher mirko messner in einer stellungnahme.

und was er da schreibt is nix anderes als eine abfolge von stehsätzen und üblichem polit-speach wie er von allen anderen auch kommt.

alternativ ist daran so überhaupt nix.

selbsterkenntnis?

nix – nada – niente!

 

ich mag jetzt nicht die ganzen – misslungenen – versuche (vom aufbruch bis zu kp+) zur einigung der linken aufarbeiten. dass es links der spö eine alternative geben sollte und diese notwendig ist, ist weit bis in den mainstream (zb in kommentaren von fussi, klenk, misik nachlesbar) schon angekommen. aber was ernsthaftes zeichnet sich nicht ab.

 

ärgerlich für mich ist auch, dass es in der „european left“ gleich zwei parteien aus österreich gibt. eben die kpö und dann noch den „wandel“.

man sollte eigentlich annehmen, dass es diese beiden auf grund ihrer gemeinsamen interessen als eine wahlwerbende alternative auf den wahlzettel schaffen.

auch ein leider nein.

 

nachdem der wandel – im gegensatz zu den letzten wahlen – im september bei der nationalratswahl antreten will, habe ich mich entschlossen, dieses mal nicht für die kpö eine unterstützungserklärung abzugeben, sondern eben für den wandel.

ich kenne die handelnden personen und vertraue ihnen.

und vielleicht ist ein bundesweiter antritt und ein achtungserfolg ja die keimzelle für eine nach der wahl stattfindende erneuerung und einigung der österreichischen linken.

 

weil die hoffnung ja zwar zuletzt stirbt, aber eben noch nicht tot ist.

 

in diesem sinne:

bleibt´s gsund und losst´s eich nix gfoin!

passt´s auf eich auf und wehrt´s eich!

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