grundsätzlich:

ein geeinter antritt aller linken bei der wienwahl ist anzustreben.

jeder wird das wohl befürworten.

die frage ist das wie?

 

die linke in wien ist alles andere als homogen.

das reicht vom wandel über die kp, piraten, didf und unabhängigen bis zur slp. um sie zu vereinen muss es platz für viele – auch unterschiedliche – standpunkte geben.

geeint im wollen soziale, feministische, progressive politik umzusetzen.

 

was es bereits gibt und funktioniert:

die zusammenarbeit bei wien ANDAS ist vorbildhaft.

wien andas ist in den letzten fünf jahren gewachsen und in der öffentlichen wahrnehmung sichtbarer – was sich in den socialmediakanälen auch deutlich bemerkbar macht.

wenn da einige behaupten, wien ANDAS ist „gescheitert“, haben die sich nicht nur getäuscht, sondern versuchen absichtlich dieses projekt abzuwerten.

und die hand für weitere partner zu einer erfolgreichen zusammenarbeit ist weit ausgestreckt.

 

warum ein bündnis bzw. eine plattform besser funktionieren wird als ein „neu erfundenes rad“?

 

weil auch öffentlich sichtbar wird, dass sich die vernunft durchsetzt und alle gemeinsam an einem strick ziehen.

weil die identität der diversen gruppen gewahrt bleibt

weil spezielle themen und schwerpunkte besser und glaubhafter transportiert werden können (zb BGE, systemkritik)

weil bereits bestehende strukturen besser genutzt werden können

weil bekanntheit besser genutzt wird

 

der „alleingang“ mit den ehemals jungen grünen und nun jungen linken der kpö bei der nrw 2017 war mE ein strategischer fehler. schon damals hätte sich die linke breiter und bunter aufstellen müssen.

da gab und gibt es seitens der jungen linken kein interesse an echter partnerschaftlicher zusammenarbeit.

im fokus steht dabei ausschliesslich deren eigenes projekt.

und nur wenn die kp – mit sach- oder geldleistungen – dabei nützlich ist, dann gibt es den anschein von gemeinsamen interessen.

 

und dieses spiel wiederholt sich jetzt bei links.

das zeigt sich auch in der pesonellen zusammensetzung.

 

meines erachtens gab es von beginn an kein echtes interesse an der bildung einer gemeinsamen linken, sondern den versuch den alleinvertretungsanspruch zu stellen.

von beginn an wurden mit – „wir treten an“ – alle anderen vor vollendete tatsachen gestellt.

und die bisherige vorgangsweise läuft auf eine verzögerungstaktik hinaus, während versucht wird in der öffentlichkeit den anschein zu erwirken, „links“ ist die einzig mögliche alternative.

 

gleichzeitig wird ein regional verteiles flugblatt von wien ANDAS mit bezirksthemen als „provokation“ und sabotage an einer möglichen zusammenarbeit dargestellt.

 

ich seh den ansatz von links – ohne bestehende strukturen, bestehende orgas und vor allem ohne finanziellen rückhalt antreten zu wollen – grundsätzlich problematisch.

 

was ich bei links – aus meiner sehr persönlichen sicht – wahrnehme:

da ist (fast) nichts.

kein geld,

kein programm,

keine strukturen.

und auch die personelle situation wird offensichtlich schöngefärbt.

wie bereits bei der gründungskonferenz ist ein laufender prozess des schrumpfens (von 400 teilnehmern am beginn bis auf unter 200 bei den abstimmungen) auch in den nun propagierten bezirksgruppen zu beobachten. und es dürfte auch schon bei den protagonisten einen absetzprozess geben.

was mir ganz persönlich auch fehlt, ist die notwendige transparenz.

auf der website von links gibt es weder die ergebnisse über die abstimmung der anträge bei der gründungskonferenz, noch über die gewählten personen.

 

was es allerdings gibt, ist eine gruppe, vor allem junger menschen, die sich in wien politisch engagieren wollen. dieses wollen muss unterstützt und gefördert werden und darf nicht wieder, wie wir das leider beim „aufbruch“ – nach viel vorschusslorbeeren und grossen hoffnungen – miterleben mussten, mit einem bösen erwachen und frustration enden.

 

gerade für die kommende wienwahl sollten wir linken geeint und aus einer position der stärke auftreten.

die politische situation mit einer in sich zerstrittenen spö, grünen unter dem kuratel der türkisen övp und einer hoffnungslos im korruptionssumpf versinkenden rechten, bietet neue chancen.

 

wien ANDAS hat ein hervorragendes programm (das aktualisiert und um klimaforderungen erweitert werden muss) funktionierende entscheidungsstrukturen und finanzielle mittel.

 

daher von mir 2 vorschläge wie die wienwahl2020 für die linke erfolgreich gestaltet werde kann.

 

ein bündnisbeitritt von links zu wien ANDAS mit allen rechten und pflichten.

 

eine plattform die möglichst breit aufgestellt ist – mit links, kp/wien andas, didf (die hoffentlich demnächst WA-bündnispartner werden) wandel, junge linke – bzw einzelnen gruppen der jungen linken, da es dort offensichtlich unterschiedliche standpunkte gibt. es gibt einen gemeinsamen antritt unter der marke ANDAS – die bezirke werden organisatorisch entsprechend der stärke von mitgliedern, finanzieller mittel, know how usw. aufgeteilt. dementsprechend wird auch die listenerstellung durchgeführt.

 

und wir beginnen mit dieser arbeit am besten gleich jetzt!

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