nach dem mord vom bierwirt zu beginn der woche wurden jetzt in salzburg eine frau und ihre mutter vom ehemaligen lebensgefährten ermordet.

in keinem EU-land werden mehr frauen als männer opfer von morden. in österreich dagegen ist das der normalfall.

2021 – 11 frauen in 4 monaten.

seit 2015 sind in österreich mehr als 200 frauen durch ihren (ex-)intimpartner ermordet worden.

das ist kein zufall.

unser kanzler twitter:

„… wir werden auch weiterhin alles tun um frauen zu schützen“

weiterhin?


was für ein heuchler!
unter türkis/blau wurde im bereich gewaltprävention gegen frauen massiv gekürzt. zb auch fallkonferenzen abgeschafft.

nach dem mord in der brigittenau war er betroffen und sagte:

„Am Geld wird es nicht scheitern“

fakt ist, dass das gesamtbudget, über das auch gewaltschutzprojekte und rauenberatungsstellen finanziert werden, aktuell € 14,6 mio beträgt. 

fakt ist auch, dass die medientransparenzdaten zeigen, dass die regierung im jahr 2020 nur in „Krone“, „Österreich“/“Oe24“, „Heute“ € 58 mio für werbung ausgegeben hat.

das VIERFACHE!

für die oevp sind frauen entweder steuerbar, quotenweiber oder widerwärtige luder. oder so wie der andreas khol über rendi-wagner meinte, sie würde schier danach verlangen, dass „man ihr eine auflegt

auch die postings diverser männer in social-media spricht bände.

weil entweder sind die frauen selber schuld – sollen sie sich doch einen anderen suchen – oder aber es sind die „ausländer“ schuld.

auch wenn das erwiesenermassen nicht stimmt.

tatsache ist, dass die zahl der nichteuropäischen täter unter 10 % liegt und die mehrheit der täter österreichische staatsbürger sind (2018).

diese morde sind nur der gipfel eines gewaltberges, ausgelöst vom frauenfeindlichen rollenbild in österreich.

„Die Modernisierung des Eherechts in den 1970er-Jahren hat zwar Partnerschaftlichkeit in der Ehe als Norm festgeschrieben, doch die Veränderungen der Arbeitswelt und Gefahren des Jobverlusts, aber auch die gestiegene ökonomische Selbstständigkeit von Frauen haben das Selbstbild vieler Männer, der Familienernährer zu sein und dadurch Macht ausüben zu können, erschüttert“

und wenn man sich dann noch die causa fellner zu gemüte führt, weiss man, warum die situation in österreich so ist, wie sie ist.

Niemand ist den Frauen gegenüber aggressiver oder herablassender als ein Mann, der seiner Männlichkeit nicht ganz sicher ist.

Simone de Beauvoir

p.s.:
in österreich ist das risiko ermordet zu werden für eine frau deutlich grösser, als an eventuellen nebenwirkungen einer corona-impfung zu sterben.

aktueller stand – lt. Der Standard

21 Frauen wurden heuer in Österreich getötet

17. Jänner
Ein 75-jähriger österreichischer Pensionist tötete seine 71-jährige Frau: 23-mal wurde laut Gutachten auf den Kopf des Opfers mit einem Hammer eingeschlagen, zudem wies die Frau 54 Messerstiche auf. Der Mann wurde zu lebenslanger Haft verurteilt.

17. Jänner
Ein 64-jähriger Österreicher soll mit einer Pistole erst seine 61-jährige Ehefrau und dann sich selbst erschossen haben. Die Ermittler haben am Tathergang keinen Zweifel – laut Staatsanwaltschaft kein erweiterter Suizid, die Frau habe nicht freiwillig aus dem Leben scheiden wollen.

3. Februar
Ein 52-jähriger Syrer, der 2014 nach Österreich kam und seine Familie nachholte, tötete seine 45-jährige Frau mit Messerstichen in den Hals. Im August wurde er zu lebenslanger Haft verurteilt.

23. Februar
Nachdem eine 28-Jährige den Notruf wählte, weil ihr 29-jähriger Freund handgreiflich wurde, sucht die Polizei den bereits vorbestraften Mann vergeblich. Die Frau wird derweil im Spital behandelt und kehrt danach zurück nach Hause, wo sie am nächsten Morgen tot gefunden wird. Der Mann wurde zu lebenslänglicher Haft nicht rechtskräftig verurteilt, eine Einweisung wurde verfügt.

5. März
Ein 47-jähriger Ägypter sucht seine Partnerin in ihrer Trafik auf, er schlägt und würgt sie, schließlich entzündet er ein Feuer. Die 35-Jährige kann von einer Passantin geborgen werden, stirbt am 7. April aber an ihren schweren Verletzungen im Spital.

22. März
Ein 26-jähriger Serbe tötete seine Frau mit einem Messer. Der Mann hatte die 22-Jährige trotz Betretungsverbots aufgesucht. Er wurde Anfang der Woche zu lebenslanger Haft verurteilt.

7. April
Ein 43-jähriger Afghane hat mutmaßlich seine 38-jährige Frau erstochen. Der Mann ist laut Staatsanwaltschaft Graz geständig.

22. April
Ein 65-jähriger Österreicher soll seine Lebensgefährtin getötet und sich danach selbst verletzt haben. Dem Obduktionsbericht zufolge war die Todesursache „massive Gewalteinwirkung und Verbluten“.

29. April
In einem Gemeindebau in Wien-Brigittenau wird eine 35-jährige Frau erschossen. Der mutmaßliche Täter wird im Hof schwer alkoholisiert gefunden. Tags darauf ist klar: Es ist der durch einen Prozess gegen die Grünen-Politikerin Sigrid Maurer bekannt gewordene Bierwirt.

5. Mai
In einer Wohnung in Wien-Ottakring wird ein Ehepaar tot aufgefunden. Die Polizei geht davon aus, dass der 73-jährige Mann zunächst die 72-jährige Frau und danach sich selbst erschossen hat. Der Abschiedsbrief lege einen gemeinsamen Entschluss nahe.

6. Mai
In Wals im Salzburger Flachgau wird eine 50-jährige Frau und ihre 76-jährige Mutter getötet. Der Ex-Partner der Frau soll die beiden nach einem Streit erschossen haben.

11. Mai
Auf dem Parkplatz eines Friedhofs in Vöcklabruck werden die Leichen eines Ehepaars gefunden. Am Abend stellt die Polizei fest, dass der 78-jährige Mann erst seine 79-jährige Ehefrau, dann sich selbst erschossen haben dürfte.

12. Mai
Eine 36-Jährige wird mit schweren Halsverletzungen tot in ihrer Wohnung in Wien-Simmering gefunden. Die Polizei stuft den Fall als „bedenklichen Todesfall“ ein, ein Obduktionsbericht soll aber Fremdverschulden weder bestätigen noch ausschließen. Ihr Ehemann wurde zunächst verhaftet, dann aber wieder freigelassen.

26. Juni
Die 13-jährige Leonie wird leblos an einem Baum gelehnt gefunden. Die Ermittler gehen von Vergewaltigung mit Todesfolge aus. Drei Afghanen sitzen in U-Haft, ein vierter wurde in London festgenommen.

16. Juli
Eine 36-jährige Frau wird mit lebensgefährlichen Verletzungen ins Spital gebracht, wenig später stirbt sie. Von der Polizei hieß es, die Verletzungsmuster seien „verdächtig“. Ein 53-jähriger Mann wurde zunächst als Tatverdächtiger geführt.

21. Juli
In Graz-Geidorf stirbt eine schwangere 17-Jährige unter „massiver Gewalteinwirkung“, wie die Obduktion zeigt. Das Tatwerkzeug war vermutlich eine Schere. Das ungeborene Kind ist tot. Tatverdächtig ist der mutmaßliche 19-jährige Vater des Kindes.

28. August
In einem Waldstück in Salzburg wird die Leiche einer Frau gefunden, es besteht Mordverdacht. Sie und ihr Ex-Mann wurden zuvor vermisst. Tage später wird der Mann tot gefunden.

30. August
Im Pinzgau soll ein Mann seine 71-jährige Ehefrau erschossen haben, auch der Sohn wurde durch Schüsse verletzt und kam ins Spital.

13. September
Ein Mann soll seine 35-jährige Ex-Frau und eine 37-jährige Freundin dieser Frau erstochen haben. Der 28-Jährige gesteht die Tat, er soll schon vorher psychisch auffällig gewesen sein.

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