Man könnt grad ein bissal grantig werden.

Was da in der vergangenen Woche so los war ist schon heftig.

Die illegale Müllentsorgung österreichischen Plastikmülls in Polen


Die Korruption bei UVPs in der Steiermarkt


Der Waffenfund bei Neonazis in Niederösterreich


Die unmenschliche Situation an der EU-Aussengrenze zu Belarus


Und natürlich

Das vollständige Versagen der Bundesregierung bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie


that escalated quickly

Kurier vom 28.10

EMS  vom 13.11.

16.047!
SECHZEHNTAUSENDUNDSIEBENUNDVIERZIG

Was bedeutet das für die Auslastung in Spitälern und Intensivstationen in zwei bis drei Wochen?

  • 15.10. 659 spital
  • 15.10. 219 intensiv
  • 15.10. 152 inzidenz
  • 15.10. 10 todesfälle
  • 12.11. 1896 spital
  • 12.11. 428 intensiv
  • 12.11. 778 inzidenz
  • 12.11. 40 todesfälle

Vereinfacht: Die 200er Inzidenz von Mitte/Ende Oktober bescherte uns 48 Tote in den letzten 24h.

Die 800er Inzidenz von Mitte November beschert uns dann was? 1.000 Intensivpatienten? 200 Tote täglich?

Karin Engl, Leiterin der COVID-Intensiv-Station im Kepler Universitätsklinikum Linz, bei Birgit Pointner „Im Journal zu Gast“:

„Und wenn jetzt die Station voll ist, frage ich mich, wo legen wir die, die heute kommen, nächste Woche hin, wenn nicht wieder wer stirbt, der ein Bett freimacht?“

„Wir haben das gelernt, es ist unser Beruf, mit Sterben, mit Leid, mit schweren Erkrankungen umzugehen. Was wir nicht gelernt haben, das ist: einen Leichensack zuzuzippen – von den Füßen bis hinauf. Womöglich mehrmals am Tag.“

Aber nicht nur auf den Intensivstationen. Auch die Normalversorgung für alle wird durch die Krisensituation überall heruntergefahren und geht sich teils nicht mehr aus.

KEINE der jetzt gesetzten/geplanten Maßnahmen wird daran noch etwas ändern können.

War ich mir am 5.11. nocht nicht ganz sicher, dass der Fasching vorgezogen wurde, als „Miss Elli“ am Tag einer neuen Rekordzahl an Neuinfektionen verkündete:

„Das oberste Ziel muss es sein, dass die heurige Wintersaison stattfindet“.

gibt es seit ein paar Tagen keinen Zweifel mehr.

Seit Freitag, 12.11., ist es fix: Deutschland hat Österreich wieder in die Liste der Hochrisikogebiete aufgenommen.

Wintersaison gerettet.

In Oberösterreich schießen die Coronazahlen durch die Decke. Im Ö1-Morgenjournal am Mittwoch betonte Frau Haberlander, Gesundheitslandesrätin und stellvertrende Landeshauptfrau, mehrfach, dass sie die CoronaZahlen sehr genau beobachte. (!)

Frauen, die auf Zahlen starren

Sie sagte ja auch: „Ein gesundes Frühstück für Kinder sei eine “wichtige Präventionsmaßnahme”, 

Das erinnert schon sehr an the „new earth army“.

Aussergewöhnliche Zeiten erfordern auch aussergewöhnliche Massnahmen.

Da handeln dann Bordellbetreiber verwantwortungsvoller als Landeshauptleute oder die Regierung.

Es gibt die Impfung im Puff

Ein Wiener Bordell bietet COVID-19-Impfungen in einer Klinik vor Ort an. Impfstoffe werden jeden Montag im November für vier Stunden angeboten, um mehr Menschen zu ermutigen, die Impfung zu bekommen.

Apropos Impfung.

Jedes Kind bei uns in Östereich bekommt eine 6-fach impfung gegen Diphtherie, Wundstarrkrampf, Keuchhusten, Kinderlähmung, Haemophilus Influenzae B und Hepatitis B. Zusätzlich bis zum 15 Lebenjahr Impfungen gegen Masern, Mumps, Röteln. Zusätzlich werden noch Impfungen gegen Windpocken (Varizellen), FSME, HPV, Influenza, Rotaviren, Meningokokken und Pneumokokken empfohlen.

Vor Urlaubsantritten wird geimpft gegen Typhus, Malaria, Gelbfieber Hepatitis C, Typhus oder Cholera.

„Impfungen gehören zu den wirksamsten Maßnahmen, um das Überleben von Kindern zu sichern. Man geht davon aus, dass Impfungen mehr Kinderleben gerettet haben als jeder andere medizinische Eingriff“, sagt Medizinhistorikerin Daniela Angetter

Durch Impfungen konnte in den vergangenen 30 Jahren die Kindersterblichkeit halbiert und die Lebenserwartung kontinuierlich erhöht werden. 

Irmgard Griss, ehemalige Präsidentin des Obersten Gerichtshofes, Präsidentschaftskandidatin und Abgeordnete zum Nationalrat zur Frage der Impfpflicht.

Egal. Für rund ein Drittel der Menschen in diesem Land sind rationale nachvollziehbare Fakten nichts anderes als Alternative Facts. Diverse Verschwörungstheorien stehen hoch im Kurs. Befeuert durch politische und mediale Zündler um Reichweiten zu steigern oder Wählerstimmen zu maximieren.

Alles nach dem Motto: Lieber tot als geimpft.

Ein Bericht aus den USA zeigt deutlich höheres Risiko für Ungeimpfte.

„Zwischen dem 4. September und dem 1. Oktober diesen Jahres kamen in Texas 1.767 Infektionen auf 100.000 ungeimpfte Personen. Bei den vollständig Geimpften lag die Häufigkeit bei 133,8 auf 100.000 Personen“ Extrem groß stellte sich auch der Unterschied in den Covid-19-Todesraten dar. „Bei den Todesfällen betrug das Verhältnis 20 zu 1: Von 100.000 ungeimpften Personen starben 63,66 an Covid-19, bei den vollständig Geimpften waren es nur 3,25 auf 100.000. 

Die von der 4. Welle am meisten betroffenen Landeshauptleute agieren bemerkenswert stringent.

Am Mittwoch hat Oberösterreichs Landeshauptmann Thomas Stelzer einen Lockdown für Ungeimpfte noch abgelehnt. Einen Tag später zieht der ÖVP-Politiker dann doch die Notbremse.

„Die Entwicklung dieser Welle lässt den normalen Rhythmus, den wir bisher gekannt haben, nicht zu. Drum werden wir die fünfte Schutzstufe, die der Bund vorgibt, auslösen. Das ist der Lockdown für Ungeimpfte.“

Noch lustiger sein Kollege Haslauer aus Salzburg.

Während Oberösterreich den Lockdown für Ungeimpfte verordnet, sträubt sich LH Wilfried Haslauer dagegen. Er setzt noch einen drauf und sagt: „dass Virologen Menschen aus Schutz vor einer Infektion am liebsten einsperren würden.“

Die Salzburger Nachrichten unterstellen dann dem Landeshauptmann niedere Motive.

Und sogar die Kronen Zeitung ist sauer.

Unser „Neuer“, Kanzler von Kurzens Gnaden Alexander Schallenberg zeigt sich von den explodierenden Zahlen überrascht:

„Ein Buch liest sich von hinten immer leichter. Die Experten haben diese dramatische Dynamik, die wir jetzt sehen, in der Form nicht vorhergesehen“. 

Experten waren allerdings gar nicht überrascht. Und Politberater Hofer unterstellen dem Kanzler sogar, bewusst die Unwahrheit zu sagen:

„Schon zu Beginn des Sommers war klar, dass mit Ende November mit einer Vollauslastung der Intensivstationen zu rechnen ist“

Der aktuelle Status:

St. Georgen im Attergau liegt bei einer Inzidenz von 4848,48. Dort wurde vor zwei Wochen noch Kirtag gefeiert.

In einigen Bundesländern gehen nicht nur Spitalbetten und Personal aus. PCR-Tests sind zwar gut, aber auch aus. In NÖ zb gibt’s teilweise keine Testtermine mehr. Die BHs sprechen von Zusammenbruch des Systems, das Geschehen ist nicht beherrschbar.

Da ist es dann schon ziemlich peinlich, wenn man lange vollmundig angekündigt hat, dass es für Geimpfte keinen Lockdown mehr geben wird.

Jetzt wird also alibimässig ein paar Tage ein recht sinnbefreiter und nutzloser „Lockdown“ für Ungeimpfte durchgezogen, damit dann, bei der Verkündung eines allgemeinen Lockdowns darauf verwiesen werden kann, dass man ohnehin alles andere versucht hat und man nicht ganz blöd dasteht.

So einen „Lockdown für Ungeimpfte“ stell ich mir ziemlich lustig vor.

Wer kennt sich noch aus, wer wann warum wohin darf?

Wer wird das wie kontrollieren?

Und dann noch die vielen „G“

1G, 2G, 2 1/2G, 2G+, 3G, 4G, 5G …

Wieviel G kann ein Mensch aushalten?

Was überhaupt ist „G“?

Eine Form der Beschleunigung, die unser Leben auf der Erde bestimmt, ist die Erdschwerebeschleunigung, die als „g“ bezeichnet wird. Durch sie wird die auf uns wirkende Gravitationskraft bestimmt. In der Nähe der Erdoberfläche ist sie annähernd konstant (g = 9.81m/s2).

Wie ich auf so einen zusammenhanglosen Unsinn komme?

Na da gibt’s noch einen der sich eher für andere Sachen interessiert.

Also jetzt – vorher schon:

In den letzten Wochen gab es vom ÖVP-Obmann keine Aussagen zur Pandemie.

Man muss halt Prioritäten im Leben setzen können.

Während Österreich im völligen Pandemie-Chaos versinkt, tourt Sebastian Kurz durch die Bundesländer um seine nächste Spitzen-Kandidatur für die ÖVP abzusichern. Er beauftragt ein „eigenwilliges“ Rechtsgutachten, dass die dokumentierte Inseratekorruption als „sozial-adäquate Verhaltensweise“ beschreibt, seine Unschuld beweisen soll und das zufälligerweise knapp vor dem am nächsten Dienstag tagenden Immunitätsausschaus, der aller Voraussicht nach die Immunität von Sebastian Kurz aufheben wird, veröffentlicht wird. Mit dem Logo der Universität Wien. Der Gutachter, Prof. Lewisch, ist übrigens auch als „Senior Counsel“ bei der Kanzlei Cerha Hempel aktiv, deren Partnerin Edith Hlawati unlängst zur Vorsitzenden der Staatsholding Öbag wurde. Soetwas nennt man unabhängiges Gutachten.

Die Uni Wien distanziert sich umgehend davon.

In diesem Sinne:

Bleibt´s xund und losst`s eich nix gfoin!

Passt´s auf eich auf und wehrt´s eich!

Ergänzung vom 14. 11.:

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3 thoughts on “massive desaster ahead

  1. Zeugen der Unschuld
    Mit so einem Gutachten könnte ja auch ein Hendldieb seine Unschuld beweisen. Er müsste sich ja nur bescheinigen lassen, das Huhn sei ihm in selbstmörderischer Absicht zugelaufen. Er habe nur Sterbehilfe geleistet, die wird demnächst straffrei.

    Ironie beiseite. Wo gibt es die Möglichkeit, dass man einfach mit einem Privatgutachten die Rechtsmeinung der Staatsanwaltschaft und Gerichte aushebeln kann? Abgesehen davon, ist nicht das Strafrecht die Grenze politischen Handelns. Und da ist die letzte Instanz das Wahlvolk. Das Ziel ist wohl, wie bei seiner ersten Abwahl als Kanzler: das Parlament hat (falsch) gehandelt, das Volk wird entscheiden. Nur, jetzt wird es wohl schwierig, Koalitionspartner zu finden.

  2. Die Heilige Römische Vir-che hat sich zur Unterstützung etwas Besonderes einfallen lassen, für die allerärmste, von der Corona-Krise und den Teuerungen besonders betroffene Schicht.
    Sie schickte persönlich adressierte Post an Männlein und Weiblein:

    „Sehr geehrter Herr XY, Datum, Beitragsnummer

    die Corona-Krise ist für uns alle eine große Herausforderung. Als Kirche werden wir weiter unsere vielfältigen Aufgaben erfüllen und haben zur Unterstützung auch neue Initiativen gestartet.

    Wir wenden uns daher heute mit einer Bitte an Sie: Uns ist bewusst, dass Sie kein oder nur ein sehr geringes Einkommen haben. Dennoch bitten wir Sie um einen Beitrag nach Ihrem Ermessen.

    Ein herzliches Vergelt’s Gott.

    Freundliche Grüße
    Das Team Ihrer Kirchenbeitragsstelle

    (Anmerkung: Anhängend, durch Perforierung abtrennbar, ein Erlagschein mit dem ausgefüllten Vermerk „Kirchenbeitrag“. Auffallend, obiger Text in dünnerer und kleinerer Schrift, wie sie Ältere gewiss schwerer lesen können, die Buchstaben am Zahlschein größer und im Vergleich fetter gedruckt. Nichts wird also dem Zufall überlassen. Der Text ging an Menschen, deren Einkommen für einen Kirchenbeitrag nachgewiesen zu gering ist.)

  3. Wenn es der Regierung um einen allein durch die Impfung erreichbaren Weg heraus aus der Krise ginge, würde sie als Alternative Totimpfstoffe zulassen.
    Die grundsätzliche Weigerung, andere Methoden als die bisher gestatteten zu akzeptieren, verunsicherte eine große Anzahl von Menschen, sie können sich unter anderem vorstellen, dass das für irgendjemands finanzielle Vorteile gebracht haben könnte.
    Weil ein Teil der Ungeimpften sich nicht dazu bringen lässt, trotz größerer Auswahl an Impfstoffen Pflichtkunden weniger Firmen zu werden und deswegen seitens politischer Führungsgestalten abwertend und falsch als Nazis, Querdenker, Coronaleugner und ähnliches verunglimpft wurden, verstärkte sich das unangenehme Gefühl enorm. Das erinnert an gewolltes Schwarzweißdenken.
    Es wird von Eliten erzählt, die in ihrem privaten religiös-poltischen „Weg“ auf Gehorsams- und Selbstgeißelungsübungen setzen und es immer noch tun. Das sollte wirklich ihre eigene Entscheidung bleiben und muss nicht weiter besprochen werden, solange ihre Spitzen in ihrem Wirken in der politischen Verantwortungsebene von den Bürgern keine eigentlich irrationalen Unterwerfungs-, Gehorsams-, oder Disziplinierungsübungen fordern, wozu eine Einschränkung der erlaubten Impfmittel auf nur wenige Firmenerzeugnisse gehören könnte.

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