Seids froh, dass lebts und

hoits de Goschn!

 

So in etwa kann man die Wortmeldung unseres Kanzlers bei der Münchner Sicherheitskonferenz ins Wienerische übersetzen.

 

Es waren auf der Münchner Sicherheitskonferenz schon viele düstere Sätze gefallen über den Zustand der Welt im Allgemeinen und den Selbstbehauptungswillen des Westens im Besonderen, als sich der österreichische Bundeskanzler an einem Machtwort versuchte. „Machen wir uns doch nicht zu schlecht“, verlangte Sebastian Kurz. Da war der konservative Politiker gerade auf das Nachbarland Ungarn angesprochen worden. Könne „der Westen“ seine Werte überhaupt glaubwürdig in der Welt vertreten, wenn mitten in der Europäischen Union Regierungen wie die von Viktor Orbán einer „illiberalen Demokratie“ das Wort redeten und es Probleme mit der Rechtsstaatlichkeit gebe?

Natürlich müsse man derlei Sorgen ansprechen und auf Besserung dringen, erwiderte Kurz zwar. Aber es störe ihn, dass man „täglich“ von undemokratischen Tendenzen in Ländern wie Ungarn, Polen oder den Vereinigten Staaten höre, aber den Autoritarismus in anderen Teilen der Welt eher teilnahmslos hinnehme. Immerhin genössen die Menschen in Europa oder Nordamerika „das Privileg“, in Demokratien zu leben.

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