America First

Aktuell haben die USA die Spitze in der Statistik der bestätigten Corona-Infiszierten übernommen.

83.507 US

81.782 China

80.589 Italy

Mögliche realistische Szenarien gehen davon aus, dass es in den USA innerhalb der nächsten 200 Tage zwischen 700.000 und 1.000.000 Todesfälle geben wird.

Die Lage im Bundesstaat New York ist inzwischen dramatisch.

Dazu kommt, dass Präsident Trump in den vergangenen drei Jahren die Gelder zur Erforschung von Infektionskrankheiten massiv gestrichen hat. Um das Erbe seines Vorgängers zu revidieren, hatte er zudem Fachstellen zur Bekämpfung von Epidemien nicht mehr besetzt, die Obama im Nationalen Sicherheitsrat und im Ministerium für Inlandsicherheit eingerichtet hatte.

Das hat natürlich auch mit dem US-Gesundheitssystem an sich zu tun.

Die USA geben doppelt so viel Geld für ihr Gesundheitswesen aus wie andere Länder, dennoch ist die Lebenserwartung geringer und die Kindersterblichkeit höher.

Die USA haben, anders als andere reichen Nationen, keinen allgemeinen Versicherungsschutz. Nur ein Viertel der US-Bevölkerung steht unter einem öffentlichen Versicherungsschutz. Das sogenannte „Medicare“ Programm versichert alle Personen über 65 Jahre sowie behinderte Bürger, unabhängig von ihrem persönlichen Besitz oder Einkommen. Trotzdem haben rund 45 Millionen Amerikaner*innen keine Krankenversicherung.

Präsidentschaftskandidat Bernie Sanders argumentiert vehement für eine Krankenversicherung für alle (auch für einen, in den USA sehr teuren, leichteren Zugang zu höheren Bildungseinrichtungen). Dafür wird er von seinen Gegnern auch schon einmal als „Kommunist“ bezeichnet.

Trump dagegen hat im letzten Budgetentwurf 2020 für die Krankenversicherung Medicare 845 Milliarden Dollar weniger vorgesehen. Dafür soll der Verteidigungshaushalt um fünf Prozent auf 750 Milliarden US-Dollar steigen.

Trump ist eben Trump.

So wie er über viele Monate den Klimawandel als „Fake-News“ beurteilte, behält er diese „Strategie“ der „subjektiven Wahrheiten“ nun bei der Corona-Pandemie bei.

So behauptete er in den letzten Tagen,

dass die Verbreitung des Virus „unter Kontrolle“ sei,

dass die Zahlen schon wieder „sehr substanziell sinken“,

dass die Krise spätestens im April vorbei sein werde, „wenn es etwas wärmer wird“,

dass Infizierte weiter zur Arbeit gehen könnten,

dass sein Vorgänger Barack Obama für die verschleppte Auslieferung von Testkits verantwortlich sei,

dass jeder, „der einen Test braucht“, ihn auch bekommen könne.

(ohne Anspruch auf Vollständigkeit)

Make America Great Again!

Well done Mr. President

Was können wir daraus lernen?

Vertraue nie einem Populisten, der kein anderes Ziel vor Augen hat, als seine Macht und seine Wiederwahl zu sichern.

Das gilt für die USA und anderswo.

Z.B. auch in Österreich.

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