Seit voriger Woche hat Frau Mei-Pochtler endgültig traurige Berühmtheit erlangt.

Ihr „Sager“ von den „notwendigen Tools am Rande des demokratischen Modells“ hat für grosse Aufregung gesorgt. Berechtigt. Aber eigentlich nicht überraschend.

Ihr eigenartiges Verhältnis zu Demokratie und Diktatur ist nicht neu. Wer wollte, konnte wissen, wess Geistes Kind sie ist.

Bereits im Jahr 2003 schrieb sie in ihrer Kolumne:

Es lebe die „Diktokratie“

Führung und Freiheit. Peitsche und Zuckerbrot. Diktatur und Demokratie.

Führen oder verführen? Einpeitschen oder einflüstern? Diktatur oder Demokratie? Die salomonische Antwort: „Beides!“ Also: „Diktokratie“ – ein Unwort, aber mit Zukunft.

Das liest sich wie eine Betriebsanleitung für die praktizierte Vorgangsweise der Kurzschen Politik.

Angstmache (Balkanroute, mehr als 100.000 Tote) und Messagecontrol.

Es ist also ganz sicher kein Zufall, dass diese Frau im Hintergrund die Fäden zieht.

Ein Netz mit vielen Fäden.

Neben dem Think Tank „Think Austria“ (der eigentlich Think „kurz“ heissen müsste. Das wäre in vielerlei Hinsicht ein sehr viel passenderer Name) leitet Frau Mei-Pochtler das „Future Operations Clearing Board“: ein Expertengremium, in dem eine bunte Mischung aus Wissenschaftern überlegen soll, wie Österreich im Herbst 2021 nach überstandener Viruskrise ausschaut und aussehen soll.

Ausserdem sitzt sie in den Aufsichtsräten des Online-Möbelhändlers Westwing, der größten italienischen Versicherung Generali, des französischen Werbegiganten Publicis Group, der ivorischen Sipra und, seit neuestem, der ProSiebenSat1 Media SE, deren Tochterfirma mit Puls 4 und ATV die größten heimischen Privatfernsehsender betreibt.

Ehemann Christian Pochtler ist erfolgreicher Unternehmer und auch Chef der Industriellenvereinigung Wien.

Karriere machte Mei-Pochtler bei der Beratungsfirma Boston Consulting (BCG). Dort lernte sie auch den nunmehrigen Kabinettschef des Kanzlers, Bernhard Bonelli, kennen. Sie war seine Chefin.

Neben Kurz hat mit ihr vor allem Markus Gstöttner, stellvertretender Kabinettschef bei Kurz,  zu tun. Er ist das Verbindungsglied zwischen dem Kanzleramt und dem Future Operations Clearing Board.

Markus Gstöttner. Der stellvertretende Kabinettschef arbeitete bei McKinsey.

Boston Consulting, McKinsey und weil aller (un)guten Dinge drei sind, auch noch IT-Gigant Accenture (und deren dubiose Rolle in Bezug auf die Corona-App).

Die Republik Österreich in den Fängen der Unternehmensberater.

Die Luxemburg-Leaks offenbarten, dass die Boston Consulting Group mit luxemburgischen Behörden durch Advance Tax Rulings Steuervermeidung forcierten.
McKinsey ist wiederum dafür bekannt, sich am Shareholder Value zu orientieren und ihren Klienten regelmässig zur Entlassung großer Teile der Belegschaft raten.
McKinsey soll außerdem das saudische Regime mittels sozialer Netzwerkanalyse bei der Verfolgung Oppositioneller unterstützt haben.
Accenture soll beim deutschen Bundeswehrskandal durch Doppelverrechnungen aufgefallen sein.


Wer als ArbeitnehmerIn, Klein- oder EinzelunternehmerIn für Sebastian Kurz und seine Berater (Mei-Pochtler, Bernhard Bonelli: Boston Consulting; Markus Gstöttner: McKinsey) votiert, dem ist nicht zu helfen.

Nur die dümmsten Kälber

wählen ihre Schlächter selber

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