Man soll ja keine Gerüchte nicht verbreiten.

Tun wir auch nicht.

Das hat schon der Strache im Ibiza-Video besorgt:

Er redet da was von “Sex-Orgien von Kurz”, an denen der Bundeskanzler in “Drogen-Hinterzimmern” teilgenommen habe.

Da ist sicher genau so nur ein böses Gerücht wie: „Novomatic zahlt alle“.

Wieso dann gleich wieder so „pöhse“ Gerüchte verbreitet werden, wenn der ORF über eine eigentlich harmlose private Party in einem Szene-Lokal in Döbling berichtet, ist völlig unverständlich.

Originalzitat ORF.

In dem Lokal, das aufgrund der Covid-19-Bestimmungen noch geschlossen sein muss, wurden laut Polizei bei einigen Feierwütigen Kokain, Cannabis und die Partydroge MDMA gefunden. Die Besitzer der Suchtmittel bestritten die Vorwürfe, damit gehandelt zu haben, sondern diese lediglich zum Eigengebrauch bei sich zu haben.

Im Einsatz waren Beamte des Landeskriminalamtes sowie uniformierte Einheiten mit Unterstützung eines Suchtmittelspürhundes. Neben dem Drogenbesitz wurden auch insgesamt 22 Anzeigen wegen der Missachtung diverser Covid-19-Bestimmungen – etwa wegen der Lokalöffnung und dem fehlenden Abstandhalten – erstattet. Nachdem alle Formalitäten erledigt waren, wurde die Party aufgelöst.

Also für eine Weltstadt wie Wien eine Alltäglichkeit.

Das hat Falco schon im Kommisar besungen:

Den Schnee auf dem wir alle talwärts fahren
Kennt heute jedes Kind

Das wär also weder Schlagzeile noch Aufregung wert.

Dass das Lokal dem #brosbeforehoes (Bruder vor Luder oder vom Slang auf allgemein verständliche Sprache übersetzt: Freunde kommen vor Schlampen) vom Sebastian gehört wird doch nicht die Gerüchteverbreiter zu falschen Schlüssen verleiten?

Weil nämlich der Martin Ho hat leider von der Party in seinem Lokal gar nichts gewusst. Ja, die Party hat mit dem Lokal und seinem Besitzer so gar nichts zu tun. Sagt jedenfalls der Anwalt von Ho. Der Raum, in dem die Party stattfand, sei ein „privates Wohnzimmer“ (Hinterzimmer?), das eigentlich gar nicht zum Lokal gehöre. Ein „übereifriger Mitarbeiter“ hat Stammgästen Einlass gewährt obwohl das gesamte Lokal nach den Corona-Bestimmungen geschlossen sein müsste, bzw. das Lokal, wieder lt. Anwalt, nur für die Essensabholung von Lieferdiensten geöffnet war. Er mutmaßt, „dass wohl ein Koch das für Zustelldienste geöffnete Lokal für rund 20 Freunde und Stammgäste aufgesperrt hat.“

Im Lokal befanden sich 21 Personen und zwei Kellner, die offensichtlich eine Geburtstagsfeier abhielten.

Wir fassen zusammen. In einem Lokal, dass eigentlich gar nicht geöffnet sein dürfte, soll der Erbe eines ehemaligen Wiener Kaufhauses seinen Geburtstag in Anwesenheit der einen oder anderen durchaus prominenten Person gefeiert haben. Mit 21 Gästen und zwei Beschäftigten.

Nach Adam Riese also 23 Menschen.

Neben dem Drogenbesitz wurden auch insgesamt 22 Anzeigen wegen der Missachtung diverser Covid-19-Bestimmungen – etwa wegen der Lokalöffnung und dem fehlenden Abstandhalten – erstattet. 

Aber es gab nur 22 Anzeigen?

Wer wurde warum NICHT angezeigt?

War dieser Jemand vielleicht grad auf der Toilette?

Oder gibt es da vielleicht einen Hinterausgang?

Und auf alle Fälle und in jedem Fall gilt die „Unschuldsvermutung“.

Was aber gar kein Gerücht, sondern in der „neuen Normalität“ Tatsache ist:

Bald wird jeder von uns jemanden kennen, der bei einer Coronaparty erwischt worden ist

Twitterfund

Quellennachweis:

https://wien.orf.at/stories/3046766/

https://www.heute.at/s/video-zeigt-drogenrazzia-in-doblinger-nobellokal-42721118

https://www.derstandard.at/story/2000117249256/nach-drogenrazzia-lokalbesitzer-ho-wusste-laut-anwalt-nicht-von-party

https://zoom.institute/article_kurzho1_das_bro-netzwerk_1000001.html

https://kurier.at/chronik/wien/drogenrazzia-bei-geburtstagsparty-in-nobellokal-in-wien-doebling/400830347

https://www.krone.at/2147356

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1 thought on “es war der koch und nicht der gärtner

  1. sind die dann alle eingekifft, eingekokst und auf trip zu fuß nach hause gegangen? da papa wirds schon richten.
    gleiches recht für alle. kurz und seine schnöseltruppe sind eine schande für österreich und was natürlich
    wesentlich schwerwiegender ist eine gefahr für die demokratie. es ist schon was drann:
    LÜGEN HABEN KURZE BEINE!
    jeder andere gastronom dürfte wohl nicht mehr aufsperren.

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