http://www.sueddeutsche.de/gesundheit/ernaehrung-satt-fotografiert-statt-satt-gegessen-1.3409028

 

aus eigener erfahrung – ich fotografier mein essen nicht.

aber ich hab voriges jahr nach langer zeit des laissez-faire was meine essgewohnheiten betrifft – auf deutsch ich hab hemmungslos reingefressen – wieder begonnen, die kontrolle über den energiehaushalt meines körpers zurückzugewinnen.

wie schon über diverse zeiträume in denen mein körpergewicht in keinem gesunden verhältnis zu meiner körpergrösse stand, habe ich wieder begonnen genau buch zu führen, wieviele kalorien ich täglich zu mir nehme und wieviele ich verbrauche.

 

und wenn man mehr kalorien zuführt als verbrennt, lagert sich das eben nicht nur um die hüften, sondern an allen möglichen und unmöglichen körperstellen als speck ab.

umgekehrt aber, reduziert sich dieses fett, wenn die kalorienzufuhr unter dem jeweiligen verbrauch liegt.

man nimmt ab.

 

wiederum aus eigener erfahrung – es hilft sehr, nicht nur die kalorienzufuhr einzuschränken, sondern gleichzeitig auch den kalorienverbrauch zu erhöhen.

durch sport oder andere körperliche tätigkeiten (tanzen, spazierengehen, …).

 

dass diverseste diäten auf dauer nicht wirklich für dauerhafte gewichtsreduktion sorgen, ist eh hinlänglich bekannt.

nix hilft auf dauer, wenn die energiebilanz aus dem ruder läuft.

 

jetzt kann ich mir gut vorstellen, dass das fotografieren und die visualisierung der zu sich genommenen lebensmitteln eine grosse hilfe darstellt, die notwendige disziplin für die manchmal schwierige zeit des verzichts auf köstlichkeiten durchzustehen.

es ist erstaunlich, was da zusammenkommt, wenn man sich das vor augen führt.

 

mir hilft eben die darstellung in zahlen.

anderen wird die visualisierung durch fotos helfen.

aber egal, was hilft – es zahlt sich aus.

auch, wenn man sich vielleicht nicht krank fühlt, ist ein zu grosses depot an zu sich genommener nahrung am eigenen körper alles andere als förderlich um im endstadium des lebenszyklus ein angenehmes und erfülltes dasein zu fristen (ich hätt jetzt auch einfach schreiben können: um auch im alter gesund zu bleiben).

 

wem der in ferne liegende schrecken von pflege- und hilfsbedürftigkeit vielleicht nicht ausreicht, dem hilft vielleicht ein blick in den spiegel.

wir alle sind mehr oder weniger eitel.

ob das prinzipiell gut oder schlecht ist, sei dahingestellt (ich behaupte, im nichtübertriebenen rahmen ist das durchaus positiv).

wenn also die eitelkeit dazu führt, sich selbst ein bissl mehr zu mögen, weil man sich auch selber ganz gut gefällt, ist das auch gesundheitstechnisch eine grosse hilfe.

 

meine zeilen sollen bitte auch keinesfalls dahingehend verstanden werden, einem auswucherndem körperkult zu verfallen.

aber vielleicht dienen sie dem einen oder der anderen als anstoss, dass mit dem fotografieren einmal zu versuchen.

vielleicht ist ja genau dieser weg individuell der richtige.

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