freitag vor einer wichtigen wahl.

und wir alle werden wohl dann

thank god – it´s sunday sagen, wenn das endlich vorbei ist.

 

ich könnt jetzt natürlich noch was über hofers #reisenachjerusalem absondern und dem sein ganz eigenartiges subjektives wahrnehmungsvermögen und wie verwandt bei ihm dichtung und wahrheit sind.

 

aber wers bis jetzt nicht gschnallt hat, wirds auch bis sonntag nimmer mitkriegen.

 

andererseits war dann ja diese woche noch ein ereignis, das höchste aufmerksamkeit generiert hat.

wir haben einen neuen bundeskanzler.

so nach dem motto:

der könig ist tod, hoch lebe der könig – wird jetzt allerorts in jubelchöre ausgebrochen.

nur ganz vereinzelt durch skepsis unterbrochn.

 

jetzt will ich nicht schon wieder den grantler raushängen lassen, aber …

 

ich hab mir heut die mühe gemacht, und seine antrittsrede im parlament nochmal angehört.

da sind ein paar bemerkenswerte sätze gefallen.

zb

ich will in einer gesellschaft leben, in der alle kinder faire und gleiche gleichen chancen haben.

ich will in einem land leben, in dem nicht nur eine kleine minderheit von der wohlstandsentwicklung profitieren und alle anderen schauen müssen wo sie bleiben.

oder

wir haben erlebt, dass die konsumnachfrage und die kaufkraft der menschen in den letzten jahren gelitten hat wir haben eine periode von 5 jahren von reallohnverlusten erlebt.

und er fordert den „new deal“ und jobs, von denen die menschen auch tatsächlich leben können.

https://de.wikipedia.org/wiki/New_Deal

 

„Was auch immer wir tun, um unserer maroden Wirtschaftsordnung Leben einzuhauchen, wir können dies nicht längerfristig erreichen, solange wir nicht eine sinnvollere, weniger ungleiche Verteilung des Nationaleinkommens erreichen… die Entlohnung für die Arbeit eines Tages muss – im Durchschnitt – höher sein als jetzt, und der Gewinn aus Vermögen, insbesondere spekulativ angelegtem Vermögen, muss niedriger sein.“

[franklin d. roosevelt]

 

das unterschreib ich sofort!

 

er hat auch gesagt, dass die globale entwicklung und die fortschreitende digitalisierung die wertschöpfungskette unsere wirtschaft verändern wird.

dass das bedeutet, dass wir in traditionellen industrien und dienstleistungen mit signifikant weniger arbeitskraft auskommen werden.

und er stellt die fragen:

wie wollen wir arbeit verteilen und

wie wollen wir unsere sozialen sicherungssysteme finanzieren?

und er hat gesagt, dass wir nicht über fertige konzepte, dogmen oder doktrinen reden und es eine offene politische diskussion geben muss.

 

auch das unterschreib ich ungschaut.

fast hab ich schon geglaubt, es kommt jetzt noch ein plädoyer für das bedingungslose grundeinkommen.

leider nein!

aber ich will da nicht unbescheiden sein, auch, wenn oder weil, er dem vranitzky (der ja wiederum nur schmidt zitiert hat) die visionen und den arzt im umkehrschluss unter die nase gerieben hat.

 

wobei ich da jetzt bei der zwiespältigkeit bin, mit der diese rede bei mir angekommen ist.

 

weil er hat ja auch gesagt:

markt so weit wie möglich – staat so weit wie nötig.

und

jobs jobs jobs

und steve jobs hat er auch gesagt und das iphone als leuchtendes beispiel angeführt.

also eigentlich, wie staatlich geförderte forschung in weiterer folge dafür sorgt, dass in privaten unternehmen riesige gewinne lukriert werden.

 

das gfallt ma dann schon wieder viel weniger.

 

wenn dann noch sein neuer/alter vize sagt: „ich will“, dem sein klubobmann aber gleich drauf in seiner begrüssungsrede für den neuen könig gleich wieder einen angriff auf die mindestsicherung startet, fällt mir wieder einmal ein zitat zur rede vom kern ein:

„die botschaft hör ich wohl – allein mir fehlt der glaube“.

 

und was mir irgendwie auch gar nicht gfallt ist, wie sich die spö eine neu entstehende grasrootsbewegung mit dem hashtag #teamaufbruch ein bissl unter den nagel reissen will.

aber das ist sicher nur zufall.

 

in diesem sinne:

bleibt´s gsund und losst´s eich nix gfoin!

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