„Das Problem ist nicht die Arbeitslosigkeit. Das Problem ist der Einkommensverlust. Wenn also bestimmte Jobs von künstlicher Intelligenz ausgeübt werden, müssen wir entweder neue Tätigkeiten für die Erwerbslosen finden, oder wir müssen ihnen ein Einkommen schaffen. Wir sollten über ein Grundeinkommen nachdenken.“

Das sagt in einem Interview Luciano Floridi, Professor für Philosophie und Informationsethik an der Universität Oxford.

Er propagiert die Chancen künstlicher Intelligenz – und fordert eine fairere Verteilung der Gewinne durch neue Techniken.

 

Aktuell dazu, stellt eine neue WIFO-Studie (wie viele andere Studien davor) fest, dass die zunehmende Digitalisierung grosse Veränderungen am Arbeitsmarkt bringen wird.

„Ängste vor Jobverlust durch die voranschreitende Computerisierung aller Lebensbereiche seien verständlich, häufig aber unberechtigt. Aussagen, wonach im Zuge der Digitalisierung fast jeder zweite Job verlorengeht, sind laut Aiginger „unverantwortlich“. Dabei werde nicht gegengerechnet, wie viele Jobs in anderen Bereichen entstehen.“

 

Im Gegensatz zu vielen anderen Studien wird angenommen, dass der Verlust in Österreich 12 % betragen wird.

Aber auch das würde immerhin zusätzliche 450.000 Arbeitslose bedeuten.

 

Nicht beleuchtet wird, wieviele und welche Jobs entstehen werden.

Dabei zeigt sich, dass es sich hauptsächlich um eher schlecht bezahlte Arbeiten handelt.

berufe

Und weiter meint Aiginger:

„Umso wichtiger sei es, der Bildung und Höherqualifizierung Priorität auf der politischen Agenda einzuräumen.“

 

Stimmt!

Aber auch das ist nur die halbe Wahrheit.

 

Gerade in der letzten Zeit sind durch die Schliessung des Wirtschaftsblattes (ein sehr aktuelles Beispiel für die Veränderungen am Mediensektor durch die Digitalisierung) und diverse Personalabbauten im Bankensektor durchaus auch Gebildete und Höherqualifizierte vom Verlust des Arbeitsplatzes betroffen.

 

Die von Florini erhobene Forderung nach einem bedingungslosen Grundeinkommen ist ein wesentlicher Eckpfeiler in der Politik von Wien Anders und erscheint angesichts der oben angeführten Fakten notwendiger als je zuvor.

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