jetzt amal unabhängig davon, was da heut bei der wahl rauskommt – es gibt ein leben nach dieser wahl.

 

und ganz gleich, ob uns das ergebnis passt oder nicht, wir werden damit leben (müssen).

ich hoffe doch sehr, dass sich niemand, der mit dem dann neuen bundespräsidenten unglücklich ist, das leben nimmt, oder sich so aufregt, dass er einen herzinfarkt kriegt.

und jetzt zwar wuaschd von welcher seite.

 

wir werden mit mehr oder weniger grosser freude in die hacken gehen.

wir werden mit mehr oder minder grossen anstrengungen die miete bezahlen.

wir werden wieder in unser stammbeisel und auf den fussballplatz gehen.

wir werden unsere liebsten und freunde auch weiterhin mögen.

und wir werden hoffentlich über die kommenden feiertage eine schöne zeit haben.

 

und trotzdem – egal wer da heute (oder morgen) gewinnt, wir müssen reden.

und mit wir, mein ich jetzt, wir „linken“.

 

weil:

nach der wahl ist vor der wahl.

und auch, wenn wir ned schon im 1. halbjahr 2017 wieder zu den urnen schreiten (heut lass ich aber wirklich überhaupt keine plattitüde aus. und da kommen noch einige mehr vor – hängt vielleicht doch mit einer gewissen inneren unruhe zusammen, weil wuaschd is es mir ja ned was da rauskommt) wirds eher nicht bis zum herbst 2018 dauern.

und egal, ob uns das recht ist oder nicht, wird sich der trend zum rechtspopulismus nicht von allein ändern.

eher im gegenteil vermut ich, dass der rechtsruck sich auch in der angeblich linken spö fortsetzen wird.

die verburgenlandisierung gesamtösterreichs sozusagen.

make castle-country great again!

 

es wird kommen, was kommen muss.

der kern wird das von häupel in wien erprobte polarisierungsmatch spö vs fpö spielen und sich als retter vor dem weltuntergang präsentieren. der doskozil, der ludwig und noch ein paar andere tun daweil im hinterzimmer mit den rechten kuscheln.

die schwarzen stecken ohnehin jetzt schon bis weit über die halskrause im darmausgang der blaunen und die lassen sich auf diesem weg auch nimmer aufhalten.

ich wünsch ihnen dabei eine gute reise.

der kurz macht dabei den reiseleiter.

sollen sie nur – solang, bis sie endgültig im enddarm der faschos verschwunden sind.

sie werden niemanden abgehen.

die neos hoffen daweil, als pinke interessensgemeinschaft von hoteliers, anwälten und zahnärzten, ihre schäfchen ins trockene zu bringen und still und leise die neoliberale agenda voranzutreiben.

 

und die grünen?

die stehen in ihrer boboesken political correctness daneben und sind pikiert über die rücksichtslosigkeit die sich rundherum breit macht.

igitt!

 

derweilen tobt in der veröffentlichten meinung die schlacht wer daran schuld ist und wer denn nun wie was wann wo dagegen tun kann.

die kommentare dazu kommen von allen seiten.

eine kleine auswahl gefällig?

 

der sich intellektuell gebärende ortner schreibt was von der arroganten anmassung der intellektuellen eliten

 

die wiener zeitung weiss gleich einmal, dass dieser populismus auch für die linke verführerisch ist

zitiert aber auch dann jandl

lechts und rinks

kann man nicht velwechsern

werch ein illtum

 

der daily blumenau

wiederum meint, dass sich die linken die relevante frage nach der schuld dieses rechtsrucks gar nicht erst stellen sondern sehr katholisch mit selbstgeisselung reagieren.

und es gibt auch die meinung, es ist  eh wuaschd was die linke macht.

 

und was machen „wir“ linke jetzt?

 

ich mein, die „wir-sind-das-volk“-schreier habens ganz einfach.

da gibt einer den ton an und alle anderen stimmen ein.

„führer befiehl, wir folgen dir!“

 

so leicht geht das bei den linken nicht.

da werden leitfiguren prinzipiell abmontiert.

ausser sie sind so tod wie der che.

warum und wieso wird – meist sogar berechtigt – gefragt.

und dann wird auch gefragt:

wer aller?

weil wenn der da auch mitgeht, geh ich keinesfalls mit.

weil „der oder die“ hat einmal was böses gesagt.

und da wollen zwar viele das gleiche, aber wenn da der eine oder andere beistrich ein bissl anders gesetzt ist, werden mächtige diskurse über die diversen beistrichsetzungen abgehalten.

 

das verhältnis vieler linker zur – dank dem wahlkampf wieder in vieler munde – kpö ist so ein exemplarisches beispiel.

da sind die einen, die das böse k-wort nicht einmal in den mund nehmen wollen, und auf der anderen seite gibt’s welche, die der kpö verrat am marxismus vorwerfen.

versteh das alles wer kann – ich kann nicht.

 

fakt ist aber, dass es notwendig sein wird, alle, die da in ihren diversen schlauchbooten – und regelmässig werden da neue (die piraten, der aufbruch, der wandel und wie sie sonst noch alle heissen) aufgeblasen – gegen diesen strom der rechten anrudern, in ein schiff zu holen um gemeinsam jene reise zu starten, die notwendig ist, um das ruder herumzureissen.

 

und da soll dann ein jeder tun, was er am besten kann.

auf so einem schiff gibt’s ja viele verschiedene sachen zu machen.

da brauchts welche, die navigieren, welche die für die versorgung zuständig sind, welche die den ausguck machen und auch welche die das deck schrubben.

 

fangen wir an, dieses schiff zu bauen!

und ich hätt auch schon einen namen für dieses schiff:

„die linke“

ein schelm, wer jetzt denkt, ich tät damit gern gewisse „windfallprofits“ mitnehmen.

 

und weil ja tirolerisch in diesem wahlkampf auch vorgekommen ist:

„mander (und ich sag dazu: und weiberleit) schisch zeit“

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