Österreich ist das drittsicherste Land der Welt.

Hinter den beiden Inselstaaten Island und Neuseeland.

Und das ist gut so!

 

Aber es wird noch besser.

 

Laut neu veröffentlichter Kriminalstatistik gibt es neuerlich ein Minus von 10 % bei Straftaten. Auch in Wien gibt es die niedrigste Kriminialitätsrate seit den 80er-Jahren.

Nur der Bereich Cybercrime fällt mit einer Steigerung aus der Rolle.

Gestiegen ist allerdings die Anzahl der Anzeigen wegen Vergewaltigung. Von 261 auf 374.

Auffallend dabei, dass unter den Opfern besonders die Zahl der Frauen aus Afghanistan steigt.

Nicht beantworten lässt sich aus Sicht der Polizei zunächst die Frage, ob mehr solche Taten verübt werden oder Frauen eher bereit sind, Anzeige zu erstatten.

 Interessant ist auch folgendes Detail:

Von 135.520 festgenommenen Tatverdächtigen waren 40 Prozent Ausländer, in erster Linie Rumänen, Deutsche und Serben.

 

Soweit die objektiven Tatsachen.

 

Erreicht wurde diese positive Situation ohne die angeblich nowendige berittene Polizei oder gar der nun angeschafften Militärwaffen für normale Streifenpolizisten.

Laut Minister Kickl, sind aber Massnahmen erforderlich, um das „subjektive“ Sicherheitsgefühl der Österreicher*innen zu erhöhen.

Hat der damit recht?

Laut den Zahlen des European Social Survey (ESS) und des Eurobarometers hat sich das Sicherheitsgefühl der Österreicher seit 1996 nicht wirklich verschlechtert. Und lt. Statistik Austria hat sich das Sicherheitsempfinden der Österreicher seit 2014 sogar verbessert.

Insgesamt kann man sagen: Frauen, ältere Menschen in Städten und vor allem FPÖ-Wähler fühlen sich hierzulande unsicherer als Männer auf dem Land.

Am deutlichsten ausgeprägt ist die subjektive Unsicherheit bei FPÖ-Wähler*innen. Bei keiner anderen Partei ist der Grad der Unsicherheit der Wähler so hoch.

Das „kleine Problem des subjektiven Sicherheitsempfindens“, von dem Innenminister Herbert Kickl gesprochen hat, betrifft also hauptsächlich die Wähler seiner Partei.

 

Eine Studie des Kriminologischen Forschungsinstitutes Niedersachsen nennt als wesentlichen Einflussfaktor auf dieses subjektive Grundgefühl die Berichterstattung über Verbrechen in den Boulevard-Medien. Spektakuläre Fälle werden herausgepickt, mit Fotos besonders dramatisch dargestellt und von allen Seiten beleuchtet. Reisserische Überschriften tun dann ein Übriges, damit sich „das Verbrechen“ in den Köpfen der Menschen festsetzt.

 

Dies erklärt auch, die Symbiose zwischen den Social Media Aktivitäten der FPÖ und der Kronen-Zeitung.

 

Insgesamt und abschliessend ist also festzuhalten, dass wir in einem sicheren Land leben, diese Tatsache aber von politischen Akteuren in Zusammenarbeit mit einseitigen Massenmedien negiert und sogar bestritten wird, um ihr eigenes politisches bzw. gewinnträchtiges Süppchen auf dem Rücken der Bevölkerung zu kochen.

 

Shame on you!

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