Bundeskanzler Sebastian Kurz: In seiner Erklärung im Nationalrat sagt er:

Hochfahren, aber nie unverantwortlich

„Was wir in den nächsten Monaten gemeinsam erlernen werden müssen, ist, mit dem Virus zu leben und unsere Maßnahmen wie Abstand halten, Social Distancing, das Tragen von Mund-Nasen-Schutz und besondere Hygienevorschriften einzuhalten“

Und dann kam das kleine Walsertal.

Die Häuser werden geschmückt und die Fahnen knattern im Frühlingswind. Die braven Frauen binden Schleifen und Blumenkränze. Artige Kinder üben Gedichte für den großen Besuch. „ER“ kommt

„Beflaggung“ und „Bekundungen entlang der Straße“, weil „ER“ kommt, Sebastian I. von Gottes Gnaden.

Ist das nicht denn doch etwas übertrieben? Wär das nicht erst dann angebracht, wenn er über den Bodensee geht? Oder vielleicht sollte man damit bis nach der Heiligsprechung warten?

Als wär das noch nicht schon schlimm genug und ein Rückfall an finstere Zeiten in denen Fahnen und Fähnchen aus den Fenstern hängen mussten, die auch ans Biedermeier und Metternich erinnern, Untertanenstaat und Obrigkeitshörigkeit, kam dann noch der Auftritt von IHM.

Ganz offensichtlich ist ER der Meinung der Corona-Virus hält sich bei der Ansteckung an die gleiche Glorifizierung und Verehrung wie seine Bejubler und was für uns Untertanen gilt, gilt nicht für IHN und seine Sektenmitglieder – Sebastianglaube immunisiert gegen COVID19.

In der Menge badend ohne Maske ist verantwortungslos. Und als Auslöser eines Menschauflaufes hätte ER erst recht die Verpflichtung eine Maske zu tragen. Auch und vor allem wegen der Vorbildwirkung.

ER ist verantwortungslos, eitel, selbstsüchtig und hält sich für unverwundbar wie einst Siegfried nach dem Bad im Drachenblut.

Die Wirtschaft steht vor ihrer grössten Krise seit 1929. In Österreich sind 600.000 Menschen arbeitslos und über eine Million in Kurzarbeit. Viele Existenzen von KMUs und EPUs stehen auf dem Spiel.

Aber die türkise ÖVP sorgt sich um Beflaggung und Bekundung, wenn der „Kanzler“ kommt.

Deutlich wird wieder einmal, dass es Kurz und seiner Schnöseltruppe vor allem um Inszenierung geht und sonst nichts.

Interessant wird nun ein Nachspiel.

Nachdem es ja im Zusammenhang mit den Abstandsregelungen schon sehr viel Anzeigen gab gibt es nun – wie Florian Klenk verkündet – eine der NEOS.

Florian Klenk: Ok, das wird spannend. Neos melden gerade, dass sie die illegale Kurz-Versammlung mit Hauptredner Kurz im Kleinwalsertal anzeigen. Verstoß gegen Mindestabstand und Versammlungsverbot. Da können auch die LPD Vorarlberg und Karl Nehammer nicht wegsehen, das wäre Amtsmissbrauch.

Wir werden berichten.

Update 10.45 uhr – 14.5.2020

Es gibt schon Schuldige:

Die Menschen und die Medien

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1 thought on “„ER“ auf „corona-tour“

  1. gehts noch! nach der corona party in seinem stammbeisl beim ho, nun schwere verstösse gegen die corona regeln.
    mach das als otto-normalbürger dann sitzt in u-haft. der nehammer zeigt dir dann was demokratie heißt und die
    edtstadler wetzt das messer. ES IST EINFACH NUR MEHR UNPACKBAR:

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