ich sitz ja derzeit in der steirischen provinz in einer laube.

übrigens bei hervorragendem wetter und allem was ich so zu meinem wohlbefinden brauch.

ausser am sonntag.

weil gewohnheitsmässig les ich meine zeitung meist am tablet, aber am sonntag, da möchte ich mir gern die finger schwarz machen und bevorzuge daher papier.

und da fangts an zum hapern.

da, in der ländlichen idylle, gibt’s am sonntag nur die krone.

und ein paar hängetaschen mit der kleinen zeitung.

um an eine richtige zeitung zu kommen, muss ich da das auto anwerfen und ein paar kilometer fahren um einen kurier zu kriegen.

und bis jetzt hab ich den kurier auch meist als richtige zeitung wahrgenommen.

bis zum letzten sonntag jedenfalls.

aber jetzt weiss ich, das stimmt nicht.

der kurier ist eine nicht gekennzeichnete werbebroschüre für den neuen türkisen übers wasser gehenden messias basti.

 

wie ich dann aber so weiterles, bin ich mir dann gar nimmer so sicher, ob ich nicht vielleicht doch eine gefakte ausgabe einer satirezeitung erwischt hab.

weil da find ich dann auch eine genaue anleitung für die 10 phasen des perfekten betruges

 

und das geht so

 

erstens:

das opfer wird ins visier genommen.

in diesem fall das wahlvolk.

 

zweitens:

der betrug wird eingefädelt

in diesem fall – eine neuwahl wird vom zaun gebrochen

 

drittens:

das opfer wird umgarnt und der con man* gewinnt das vertrauen des opfers

in diesem fall – er tarnt sich als lieblingsschwiegersohn der nation und hat von den bösen machenschaften so aber überhaupt nichts gewusst. und eine „neue“ bewegung wird ebenfalls gleich mitangeboten.

 

viertens:

die erfundene geschichte, die das opfer dazu bringen soll, in ein geschäft einzusteigen.

in diesem fall bieten sich gleich einige an. also zb die schliessung der mittelmeerroute.

 

fünftens:

man lässt das opfer einen gewinn machen, damit der betrug überzeugender wird.

in diesem fall – die aussicht auf die senkung der abgabenquote, gleichbedeutend mit mehr euros in jeder individuellen geldbörse.

 

sechstens:

der con man stellt fest, wie viel das opfer aufbringen kann

in diesem fall eine einfache übung – one (wo)man, one vote

 

siebentens:

das opfer wird beauftragt, diesen betrag zu beschaffen.

in diesem fall – massive wahlwerbung auch unter einbeziehung angeblich seriöser unabhängiger medien (zb kurier – siehe oben).

 

achtens:

das opfer wird abgezockt

in diesem fall – das kreuzerl am 15. oktober wird bei der alten övp gemacht.

 

neuntens:

der con man verschwindet, bzw. wird das opfer so schnell wie möglich los.

in diesem fall – variante 2 – wer schert sich schon nach der wahl um die wählerInnen und deren hoffnungen.

 

zehntens:

er verhindert das eingreifen von polizei und justiz durch bestechung.

in diesem fall – es kommt die hardcore-variante zum einsatz. polizei und justiz werden einfach mit den eigenen leuten besetzt – eine bereits erprobte variante.

 

ende gut – alles gut.

 

und ich schwör euch – genau so wird’s kommen.

leider!

 

*trickbetrüger

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*
*
Webseite