Die Österreichische Volkspartei (ÖVP) ist eine der traditionellen Großparteien Österreichs. Sie vertritt das bürgerliche, konservative Spektrum und gilt traditionell als der Wirtschaft, den Bauern und der römisch-katholischen Kirche nahestehend.

So stehts in Wikipedia.

Und soweit ich das Zeit meines Lebens verstanden habe, nimmt die ÖVP für sich es auch in Anspruch eine christlich-soziale Partei zu sein.

Wie die CDU und CSU in Deutschland.

 

Jetzt ist mir natürlich schon bewusst, dass Heuchelei und Bigotterie in der katholischen Kirche eine ebensolange Tradition haben, wie sie alt ist.

Mir ist auch völlig klar, dass sich „Christen“ lieber mit Franz von Assisi schmücken, als mit der Inquisition.

Und ich anerkenne auch, dass es innerhalb der römisch katholischen Kirche viele anständige Menschen gibt, für die der Satz: „Liebe deinen Nächsten“ nicht bloss so dahin gesagt ist, sondern, die auch danach handeln.

 

Die offizielle Kirche hat sich in den letzten Jahrhunderten doch deutlich verändert.

Von den Kreuzzügen, der Missionierung  Afrikas und Südamerikas und der Inquisition hin zu einem Papst, dem man die gepredigte Nächstenliebe auch abnimmt.

Und der auch eine deutliche Aussage zu einer der grossen Aufgaben unserer Zeit macht.

Papst: Flucht für viele eine Notwendigkeit zum Überleben

Der Heilige Vater, der die Christmette mit zahlreichen Kardinälen und Bischöfen zelebrierte, machte einen Vergleich zwischen der Heiligen Familie, für die es keinen Platz in Bethlehem gab, und den vielen Flüchtlingen, die derzeit ihre Heimat verlassen müssen und ausgegrenzt werden. Auch heute seien Millionen von Menschen aus ihrer Heimat vertrieben worden. Für viele Menschen sei die Flucht eine Notwendigkeit, um überleben zu können. Man müsse Gott in all den vertriebenen Menschen erkennen. „Niemand darf sich ausgeschlossen fühlen“, so der Heilige Vater.

Man könnte/sollte/müsste also eigentlich davon ausgehen, dass ein christlicher Politiker sich zumindest in Ansätzen an die Botschaft seines spirituellen „Oberhauptes“ hält.

 

Und unser neuer Bundeskanzler sagt auch in einem Interview am 15.2.2017:

Spielt Glaube eine Rolle in Ihrem persönlichen Leben? Beten Sie, besuchen Sie Messen?

Der Glaube spielt für mich eine wichtige Rolle. Durch meinen Beruf habe ich leider allzu oft wenig Zeit für den Messbesuch, aber mir sind die Besuche an den Feiertagen gemeinsam mit der Familie sehr wichtig. Auch in meinem Elternhaus waren der Glaube und christliche Werte immer wichtig.

Haben Sie in Ihrer Wohnung ein christliches Symbol?

Ja, ein Kreuz.

 

Der gestrige heilige Abend ist für Gläubige ein Tag der Einkehr und der Besinnung auf eben jene christlichen Werte.

Die römisch-katholische Kirche feiert die Geburt Jesu, nachdem die heilige Familie vor Repressionen flüchten musste.

Jetzt kann ich, wenn ich auch anderer Meinung bin, so manchen Gedankengang Konservativer in Bezug auf die Flüchtlingskrise und die Probleme der Migration zumindest nachvollziehen.

Was ich aber gar nicht verstehe, ist, wenn jemand, der sich christlich nennt, am Tag der stillen heiligen Nacht fremdenfeindliche Tweets absetzt.

Das ist entweder einfach gefühlslos oder es ist kalkulierte, zynische Menschenverachtung.

Oder wie ich vermute – in diesem Fall beides.

2 thoughts on “Kurz ist ein bigottes heuchlerisches zynisches Arschloch

  1. Kurz wiederholt nur gebetsmühlenartig, das, von dem er glaubt, was die vielen Wähler, die ihn zum Bundeskanzler gemacht haben. Die PR-Maschinerie verlangt die Wiederholungen, um die Wähler in ihrer Entscheidung zu festigen. An Zynismus und dergleichen denkt hier kaum jemand.

  2. Und was für ein Arschloch sogar! Aber ein Arschloch ist bei weitem noch charakteristisch gesehen gefestigter als dieses narzistiscch tripolares dummes Arschloch!

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