es geht zwar um ute bock – aber auch wieder nicht.

 

fangen wir einmal damit an, warum es hier und jetzt nicht um ute bock geht.

es geht vorerst einmal um die reaktionen nach ihrem tod.

es geht auch nicht um die offiziellen reaktionen diverser würdenträger.

es geht wieder einmal um die schon oft zitierten hassposter.

 

ich hab auch wieder ein beispiel, was da an postings auf der fpö seite steht.

sehr bezeichnend auch, dass die krone die kommentarfunktion unter dem artikel zu ute bocks ableben sperren musste.

einen kommtar zu einem tweet von kurz kann ich mir allerdings nicht verkneifen.

zeigt dies doch wieder ganz deutlich: unser neuer bundeskanzler ist ein bigottes, heuchlerisches, zynisches arschloch!

 

es gibt aber auch wieder ein positives zeichen der zivilgesellschaft.

und da geht’s sehr wohl um ute bock und ihre arbeit.

am 2. februar, ab 17.00 uhr, gibt es das „lichtermeer für ute bock am heldInnenplatz“

Wir trauern um Ute Bock. Wir trauern um eine der Gerechten. Am 02.02.2018 treffen wir uns am HeldInnenplatz um von Frau Bock Abschied zu nehmen. 
Bis zur letzten Sekunde drehte sich ihr ganzes Denken und Handeln um das Wohlergehen geflüchteter Menschen. Der Erfüllung ihres größten Wunsches, eines Tages überflüssig zu werden, sind wir gerade in Zeiten wie diesen ferner denn je.

und noch etwas gibt es, eine petition für den ute bock platz

Im Auftrag der Stadt Wien hat eine HistorikerInnen-Kommission die historische Bedeutung jener Persönlichkeiten, nach denen Wiener Straßen benannt sind, von 2011 bis 2013 untersucht. Aufgrund der daraus gewonnenen Erkenntnisse zur historischen Einordnung von Karl Lueger wurde der Straßenname als Fall mit intensivem Diskussionsbedarf eingeordnet.

Der Ringabschnitt vor der Universität, der zuvor ebenfalls nach dem ehemaligen Bürgermeister der Stadt Wien und bekennenden Antisemiten benannt war, wurde bereits umbenannt. Lueger wird neben Wolf und Schönerer als einer der Politiker gesehen, von denen sich der junge Hitler das politische Handwerk abgeschaut hat. Hitler selbst bezeichnete Lueger als „gewaltigsten deutschen Bürgermeister aller Zeiten“.

2018 stirbt die österreichische Menschenrechtlerin und Flüchtlingshelferin Ute Bock. Ihr selbstloser Einsatz für Asylwerber und Flüchtlinge, die sie mit Wohnraum, Kleidung, Kursen und der Vermittlung von juristischer und medizinischer Hilfe unterstützte, ist beispielgebend. Tausende, die sonst als Obdachlose auf der Straße gelandet wären, fing sie in in ihren Wohnprojekten auf.

Ein Wiener Original und auch eine moralische Instanz deren bedingungslose Menschenliebe und stoischer Altruismus vielen Hoffnungslosen wieder eine Perspektive gegeben hat. Es entsprach dem Charakter von Frau Bock nicht, viel Aufhebens um ihre Person zu machen und dennoch:

Wir fordern das Magistrat der Stadt Wien auf, endlich zu handeln und den Platz im Herzen Wiens endlich nach jemandem zu benennen, der auch eine Ehrung verdient hat. Der Karl Lueger Platz soll in Ute Bock Platz umbenannt werden.

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