jetzt also ein alkoholverbot am praterstern.

also nicht wirklich.

weil beim würstelstand ansaufen darf man sich ja immer noch. oder halt in irgendeinem der lokale dort.

und die wiesengeher brauchen auch ka angst haben.

dort ist ansaufen ja sozusagen pflicht. weil nüchtern ist das ja kaum zum aushalten.

 

es geht also gar nicht um ansaufen oder nicht. es geht drum, wer sich das bier teuer kaufen kann.

ob am praterstern oder anderswo.

wie der ludwig zb. der kann sich seinen rausch ja in einer nobelhütten oder mit seine freund am neustifter kirtag ansaufen. und sich dann im dienstwagen (oder mit dem taxi) heimführen lassen.

ist sicher bequemer als sich seinen rausch auf einer parkbank ausschlafen zu müssen. und wenn er reinspeibt kann er sich sicher auch a reinigung leisten. oder aber er bleibt gleich auf der couch vom jannee in der krone-redaktion liegen. mit dem kuschelt er eh so gern.

apropos anderswo.

es wird nicht beim praterstern bleiben.

die ersten obdachlosen wurden bereits am schwedenplatz gesichtet. wird also auch dort bald soweit sein mit der prohibition reloaded. und der bezirksvorsteher von floridsdorf hat sein interesse an einem „sperrbezirk“ auch schon angemeldet.

whats next?

der donaukanal, die donauinsel? die ottakringer strasse?

 

bringen tuts nix.

weil irgendwo findet sich immer eine möglichkeit seiner sucht nachzugeben.

hat man beim karlsplatz gesehen. der ist jetzt ja „clean“. die „szene“ hat sich halt jetzt verlagert. erst richtung kettenbrückenstrasse und dann entlang der U6. und wenn mas dort vertreibt, werdens halt wieder wo anders auftauchen.

so wie die vom praterstern.

auch wird immer wieder argumentiert, in graz usw. hats ja auch funktioniert.

gibts dort jetzt keine säufer mehr?

das tät mich sehr überraschen.

da gilt – aus den augen aus dem sinn.

weil diese menschen gibts ja nach wie vor.

und sie saufen ja nach wie vor.

aber das is wuaschd.

da ist dann nix mehr mit der angeblichen hilfsbereitschaft für obdachlose.

weil da könnt ma ja den muslims nix zfleiss machen.

 

man sollte sich also was wirksames überlegen.

das verbot ist nix anderes, als eine populistische massnahme und der versuch sich bei krone & co einzuschleimen.

aber auch das wird nix nutzen. die tägliche dosis muss bei diesen schleimspur-junkies ebenso erhöht werden wie bei anderen süchtigen. jeden tag ein bissl mehr law & order.

 

das ist vorprogrammiert und die wiener zeitung weiss schon mehr:

Wer glaubt, dass nur das offensichtliche Trinken betroffen ist, der irrt. Auch das bloße Mitführen von Flaschen kann kontrolliert werden. Diese seien auf Verlangen auszuhändigen. Man weiß also, was zu tun ist, wenn es in Zukunft nicht nur „Fahrschein, bitte“, heißt, sondern auch „Ihre Flasche, bitte!“

 

ganz neue möglichkeiten tun sich da auf.

das verbot, meine mitgebrachte wurschtsemmel an einem öffentlichen platz zu verzehren. oder vielleicht sogar das mitführen einer wurstsemmel. eine knacker wird dann möglicherweise zum corpus delicti.

 

merkts ihr, wie deppad das alles grad ist, was da auf der grossen politischen bühne gespielt wird?

dagegen is mei bier ein ausbund an intelligenz.

 

in diesem sinne:

bleibt´s gsund und losst´s eich nix gfoin!

und passt´s auf eich auf!

4 thoughts on “mei bier is ned deppad!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.