Es ist einfach nur grauslich und peinlich.

DJ Ötzi singt Bella Ciao!

Die Zehennägel drehen sich dabei auf.

Und es ist eine gedankenlose Vergewaltigung all jener, die im Kampf gegen den Faschismus auch mit ihrem Leben bezahlt haben.

 

Dieses Lied wurde in der italienischen Widerstandsbewegung gegen den Faschismus während des Zweiten Weltkrieges zur Hymne der Partisanen und ist bis heute auf Demos gegen Rechtsextremismus und für Antifaschismus zu hören.

 

Da fragt man sich dann schon, was als nächstes kommt.

Andreas Gabalier, der Avanti Popolo zum Besten gibt?

Oder die John Otti-Band singt die Internationale?

 

Es wundert mich ohnehin immer wieder, wie manche Menschen diverse Songs ohne den dazugehörigen Konnex und vor allem ohne dem textlichen Inhalt auch nur annähernd zur Kenntnis zu nehmen, als ihre Lieblingssongs outen.

Da kanns schon passieren, das Rechte von Joan Baez oder Leonard Cohen schwärmen oder Schwulenhasser Freddie Mercury oder Elton John verehren.

 

Zum Glück gibt’s Tom Waits und Marc Ribot, die eine ganz wunderbare Neuinterpretation von Bella Ciao veröffentlicht haben.

Eine Version, die deutlich näher am Original, aber nicht minder hörenswert ist, hat schon vor Jahren Goran Bregovic veröffentlicht.

Und die aktuell beste österreichische Version – Basti Ciao – mag ich euch auch nicht vorenthalten.

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