Sebastian Kurz sieht sich in den letzten Tagen immer öfter dazu veranlasst seine Reden wie folgt zu beginnen:

„Das ist absolut widerwärtig und hat bei uns nichts verloren!“

Das ist ganz offensichtlich das neue „Ich habe die Balkanroute geschlossen“.

 

Der Grund dafür

Immer deutlicher wird klar, es kriechen die Nagetiere mit Kanalisationshintergrund (vulgo Stadtratten – Selbstbeschreibung der FPÖ, entlehnt aus deren literarischen Ergüssen)  aus ihren Löchern.

Nicht etwa, weil sie ein sinkendes Schiff verlassen, sondern weil sie sich sicher fühlen.

 

Da wird gedichtet was das braune Zeugs hergibt. Ganz zufällig an des Führers Geburtstag.

Da werden Hackenkreuzkekse gebacken und mit dem Kommentar „Omas Kekse sind die Besten“ gepostet.

Und es tauchen Karikaturen in bester Stürmermanier auf.

Die blond- und blauäugigen Arier und darunter die minderwärtigen Untermenschen.

Zum Vergleich das Original:

Dieser Vergleich zeigt: es gibt keinen Unterschied.

 

Wird dann die „rote Linie“ zu offensichtlich überschritten und die Betroffenen damit konfrontiert, wird relativiert und mit falschen Fakten gearbeitet. Gefolgt von persönlichen Angriffen.

Um sich in weiterer Folge gleich selbst als Opfer darstellen.

Die klassische Täter-Opfer-Umkehr.

 

Ein Musterbeispiel dafür der gestrige Auftritt von Vilimsky in der ZiB2.

 

Noch das harmloseste aber auch offensichtlichste Beispiel, aber eben auch typisch für dieses Verhalten, ist folgende Aussage.

Vilimsky: „Braunau ist halb so groß wie der kleinste Wiener Bezirk!“

Innere Stadt: 16 000 Einwohner

Braunau: 17 000 Einwohner

 

Vilimsky sagte auch: „Die Karikatur stelle für ihn einen Islamisten dar“.

Er sagt also:

„Wir sind ja keine Nazis, weil wir ja nicht die Juden beschimpfen. Das sind doch nur Moslems.“

So lautet dann die mit Unschuldsmiene vorgetragene Argumentation.

Diese Feindbilder sind leicht austauschbar. Einfach immer jemanden nehmen, der grad da ist. Und wenn z.B. wie im Falle Ungarns, Migranten oder Moslems – weil nicht vorhanden – nicht als Opfer taugen, dann wird eben doch das klassische Feindbild in Form von Herrn Soros aus dem Hut gezaubert.

Oder die Obdachlosen. Oder bei uns die Sozialhilfebezieher und dann die Notstandsbezieher.

 

Für den obersten Chef des ORF-Stiftungsrates, Ex-FPÖ-Chef Steger, sind  – auch wenn er eigenen Aussagen zufolge das „Rattengedicht“ nicht kennt – solche Vergleiche „pervers“ und „Hitler ist ein Deutscher“.

 

Da stört es dann auch nicht, wenn Österreich international wieder für einschlägige Schlagzeilen sorgt.

In der BBC most read liste scheint das „deeply racist“ Austrian poem (Rattengedicht) auf Platz eins auf.

Wie lang wird’s dauern, bis Kurz wieder Grund hat zu sagen:

„Das ist absolut widerwärtig und hat bei uns nichts verloren!“

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