oder wie Thomas Bernhard es formuliert hat:

„Alles ist jeden Tag tagtäglich eine Wiederholung von Wiederholungen.“

Wir haben uns ja schon daran gewöhnt, dass an allen möglichen Problemen unserer Gesellschaft vor allem Migrant*innen Schuld sind.

Kriminalität, Gewalt, Extremismus, Arbeitslosigkeit, Bildungsnotstand und jetzt eben auch an der „zweiten Welle“ der Corona-Pandemie.

Vergessen ist Ischgl.

Vergessen das Kleinwalsertal.

Vergessen die Cluster in den Pensionistenheimen.

Das/der Virus kommt mit dem Auto!

Dabei sind es gerade diese Bevölkerungsgruppen, die durch ihren Einsatz in systemerelevanten Berufen dieses System am Laufen halten.

Man findet sie an der Supermarktkasse oder als Zusteller ebenso wie sie einen grossen Teil der Pflege- und Reinigungsarbeiten übernehmen.

Mein Balkan-Vater hatte bis vor ein paar Tagen Corona. Er hat sich nicht am Westbalkan angesteckt, sondern bei einer Bewohnerin des Pflegeheims in dem er als Krankenpfleger arbeitet.

Schon vor einigen Tagen „offenbarte“ der Zuchtmeister der Messagecontroll, Gerald Fleischmann, den kommenden Spin, Menschen mit Migrationshintergrund in der öffentlichen Diskussion für das Versagen der türkisen-grünen Regierung in der Vorbereitung auf die 2. Welle verantwortlich zu machen.

Kurz liefert!

Bei der Pressekonferenz am Dienstag sagt er:

„Wir hatten im Sommer sehr sehr niedrige Ansteckungszahlen nach dem Lockdwon und haben uns dann durch Reiserückkehrer und insbesondere durch Menschen, die in ihren Herkunftsländern den Sommer verbracht haben, uns Ansteckungen wieder ins Land hereingeschleppt“.

In der ZiB 2 am Mittwoch bekräftigte Kurz: „Wir wissen, dass wir ein Drittel unserer Neuinfektionen im Sommer uns aus dem Ausland eingeschleppt haben.“

Wider besseren Wissens?

Er sollte die Zahlen der AGES kennen.

Diese macht ausserdem deutlich:

„Die Angaben sind rein geografisch zu sehen, sie beschreiben die Region, wo sich Personen mit Sars-CoV-2 infiziert haben. Kroatien fällt in dieser Darstellung unter den Begriff Westbalkan. Diese Darstellung bezieht sich nicht auf die Nationalität der infizierten Personen.“

Konkret: Es handelt sich um eine Mehrheit von österreichischen Urlaubern, die nach der Reisewarnung der Bundesregierung nach Österreich zurückkehren mussten. 

Mario Dujakovic, Mediensprecher von Stadtrat Peter Hacker, konkretisiert und fasst die Zahlen aus Wien zusammen:

Von Mitte Juli bis Ende September machen Reiserückkehrer*innen aus Ex-Jugoslawien genau 2,85 % der positiven Befunde in Wien aus.

2,85 %!

Daher gleich nocheinmal Thomas Bernhard:

Ausgerechnet der Mensch ist unmenschlich.

In diesem Sinne:

Bleibt´s gsund und losst´s eich nix gfoin!

Passt´s auf eich auf und wehrt´s eich!

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