Die Turbulenzen um das EU-Mandat für Strache erreichen eine neue Eskalationsstufe.

 

HC hat nun seine, von der FPÖ finanzierte, Facebook-Seite mit 800.000 „Fans“ unter seine Kontrolle gebracht und allen offiziellen FPÖ-Administratoren die Rechte entzogen.

Die Freiheitlichen haben jahrelang viel Geld in die Facebook-Seite ihres ehemaligen Chefs investiert und damit die Seite zu einer wirkungsmächtigen Gegenöffentlichkeit jenseits etablierter Medien aufgebaut. Das „Führerprinzip“ rächt sich nun.

 

Inoffiziellen Berichten zufolge ist die FPÖ über diesen Schritt nicht erfreut.

 

Da dürfte es auch eine Rolle spielen, dass die „Krone“ ihren einstigen Liebling nicht mehr mag. Seit dem Ibiza-Video und dem von Strache angedachten Verkauf der Krone an einen russischen Oligarchen herrscht Eiszeit.

Die FPÖ fürchtet nun zu Recht, dass sich die nun sichtbare Anti-Strache-Stimmung der Krone auch auf die Partei übertragen könnte, wenn es nicht zu einer eindeutigen Abgrenzung vom „Ibiza-Urlauber“ kommt.

Wie aus gewöhnlich gut informierten Kreisen verlautet, will die FPÖ nun der Ehegattin des gefallenen Helden als Kompensation für das Verzicht für die Annahme des EU-Mandates einen Sitz im kommenden Nationalrat anbieten. Die blaue Parteiführung hat die Sorge, dass Strache auch in Zukunft als eine Art „Schattenobmann“ wahrgenommen werden könnte.

 

Noch ist offen, wie sich dieser Konflikt weiterentwickeln wird und ob aus dieser Causa ein 2. Knittelfeld entstehen könnte.

Ausgeschlossen ist das aber beim derzeitigen Stand der Dinge keinesfalls.

 

 

Knittelfeld2 in Sichtweite?

 

 

PS – Auf dem Twitteraccount von Strache mit immerhin 61.400 Followern stammt der letzte Post vom 12. Mai d.J.

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