Angesichts der demonstrativ vor sich hergetragenen Frömmigkeit des Kurz-Kanzlers und des Segens durch eine evangelikale Sekte muss auch die Frage erlaubt sein, wie er es denn so generell mit den Regeln der katholischen Kirche und des christlichen Glaubens hält.

Er sagt:

Der Glaube spielt für mich eine wichtige Rolle. Durch meinen Beruf habe ich leider allzu oft wenig Zeit für den Messbesuch, aber mir sind die Besuche an den Feiertagen gemeinsam mit der Familie sehr wichtig. Auch in meinem Elternhaus waren der Glaube und christliche Werte immer wichtig.

Und auf die Frage: Haben Sie in Ihrer Wohnung ein christliches Symbol?

Ja, ein Kreuz.

 

Sein Verständnis der christlichen Nächstenliebe in Bezug auf Flüchtende, in denen er vor allem „schreckliche Bilder“ sieht, ohne die es nicht gehen wird, ist bekannt.

Der ÖVP-Parteiobmann Sebastian Kurz gilt bekanntermassen auch als entschiedener Gegner der „Ehe für Alle“. Er sehe gegenüber den derzeit geltenden Regelungen keinen weiteren Handlungsbedarf.

Damit befindet er sich auf einer Linie mit der röm.kath. Kirche.

„Im Sakrament der Ehe schließen zwei Liebende durch ausdrücklichen Konsens einen lebenslangen Bund, der die gegenseitige Stütze, gegenseitige Vervollkommnung und die Zeugung und Erziehung von Nachkommen zum Ziel hat.“

 

Fakt ist aber auch, dass Kurz mit seiner Lebensgefährtin in einer Wohnung in Wien in „wilder Ehe“ lebt.

Eine derartige Partnerschaft wird von den Katholiken als Verstoss gegen die Würde der Ehe bezeichnet.

Die katholische Kirche sagt auch:

Auf einer derartigen Beziehung liegt kein Segen; allein die Ehe zwischen Mann und Frau sei eine Verbindung, die Gott segne.

Bereits im Jahr 2011 verkündete der damals neue Staatssekretär: „Ich will heiraten und mehrere Kinder“

Trotz mehrmaliger Gerüchte über eine baldige Eheschliessung mit seiner langjährigen Partnerin hat sich ganz offensichtlich noch kein geeigneter Zeitpunkt für eine Hochzeit gefunden.

 

Sex vor der Ehe ist zwar keine Todsünde, allerdings heißt die katholische Kirche eine sexuelle Beziehung vor der Ehe nicht gut. Sex dient nach den Glaubensgrundsätzen der Gründung einer Familie, die innerhalb der Ehe erfolgen soll.

 

Es ist nicht anzunehmen, dass ein normal entwickelter 32jähriger junger Mann mit seiner Partnerin in einer Art „Josefs-Ehe“ (eine Form der Ehe, in der beide Ehepartner aus Glaubensgründen auf Geschlechtsverkehr verzichten) unter einem Dach zusammenleben.

Oder doch?

Hier gilt die alte katholische Volksweisheit: Wer´s glaubt wird selig!

 

Wir wollen auch nicht auf die von Strache im Ibizavideo verbreiteten bösartigen Gerüchte bezüglich der Sexualität des Kurz-Kanzlers eingehen, da die Sexualität und das Privatleben von PolitikerInnen – so sie sich im gesetzlichen Rahmen bewegen – normalerweise keine Relevanz hat.

Wenn sich allerdings eine deutliche Diskrepanz zwischen tatsächlichen Lebensumständen und der real gemachten Politik ergibt, erscheint diese offensichtliche aufzeigenswert.

Wenn dann noch zusätzlich der Glaube vieler Menschen missbraucht wird um politische Vorteile zu gewinnen, erscheint es nicht nur recht und billig, sondern sogar verpflichtend diese Bigotterie und Heuchelei aufzuzeigen.

 

Besonders im Bezug zum 8. Gebot.

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