Die Salzburger NEOS-Landesrätin Andrea Klambauer hat mitgeteilt, dass die Leistungsverträge für die beiden Salzburger Frauenhäuser 2021 EU-weit neu ausgeschrieben werden.

 

Dazu Doris Weißenberger, die seit 19 Jahren das Haus in Hallein leitet:

„Im Endeffekt ist das gleichbedeutend mit der Schließung der Häuser in Zeiten von steigenden Frauenmorden“.

 

EU-weite Ausschreibung soll wohl bedeuten, dass der „Bestbieter“ gewinnt und der Preis die entscheidende Rolle spielt. Grosse internationale, profitorientierte „Sozial“-Konzerne sollen, wenn es nach den NEOS geht, diesen besonders sensiblen Bereich ebenso „wirtschaftlich“ gestalten, wie z.B. den Pflegebereich in Deutschland.

NEOliberale sehen im Sozialbereich nur Kosten und Optimierungspotential, ohne zu erkennen, dass Frauenhäuser keine Unternehmen sind.

 

Frauenhäuser werden von Frauen als letzte Instanz in Anspruch genommen um vor der Gewalt und dem Psychoterror ihrer Partner zu flüchten. Sie sollen ein sicherer Ort sein, wo Frauen Schutz und Hilfe bekommen sollen.

Bestehende, funktionierende Strukturen zu zerstören ist dabei ganz sicher nicht der richtige Weg.

 

Dieser Vorschlag ist insgesamt noch perfider als die einfache Forderung der FPÖ nach „Abschaffung der Frauenhäuser“ weil er sich  unter einem vorgeblich wirtschaftlichem vernünftigen Mäntelchen versteckt.

Man braucht die FPÖ also gar nicht mehr, um die Zeit zurückzudrehen. Diesen Job erledigen jetzt die NEOS.

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