Die AUA braucht Geld.

767 Millionen oder sogar noch mehr.

Die Airline will 410 Millionen Kredit und 267 Millionen Eigenkapital, zusätzlich wurden 90 Millionen Euro Fixkostenzuschuss beantragt.

Die AUA beantragt also Staatshilfe in Millionenhöhe, wohlgemerkt zusätzlich zur bereits genehmigten Kurzarbeit für die 7.000 MitarbeiterInnen.

Von diesen vielen Millionen werden 267 als Eigenkapital benötigt. 120 Millionen Euro beispielsweise wären davon sofort weg für Pensionsrückstellungen für rund 160 „alte“ Führungskräfte.

Also 750.000 Euro im Schnitt pro Person.

Zwischenfrage – wieviel erhalten EPUs oder KMUs – also z.B. der Yogalehrer oder das kleine Beisl am Eck – aus staatlichen Fördertöpfen?

Gleichzeit wird ein „Sparpaket“ mit einem Reallohnverlust von 30 % für die Mitarbeier*innen angekündigt und der Mitarbeiterstand könnte um 1.500 bis 2.000 reduziert werden.

Damit sollen 100 Millionen „gehoben“ werden.

Auch die Ryanair-Tochter Laudamotion  droht laut Austrian-Aviationnet den 560 Bord-Mitarbeitern in Wien mit der Kündigung, sollte der neue, billigere Kollektivvertrag nicht akzeptiert werden. 

Wir erinnern uns an den Deal zwischen Niki Lauda und Air Berlin unter Mithilfe von Kurz & Co und den Weiterverkauf mit Gewinn an den nunmehrigen Eigner Ryan Air.

Wieder einmal zeigt sich hier am Beispiel der Fluglinien das klassische Prinzip des Neoliberalismus.

Gewinne privatisieren und Verluste vergemeinschaftlichen.

Einsparungen gehen immer auf Kosten von Mitarbeiter*innen. Die Vorstandsetage bekommt trotzdem Boni und die Aktionäre Dividenden.

Die AUA-Eigentümerin Lufthansa droht übrigens nicht nur in Deutschland, sondern auch in Österreich mit Insolvenz (der AUA).

Soll sie doch den Bankrott erklären. Dann soll die Republik sie aus der Masse kaufen. Infrastruktur und Daseinsvorsorge gehören in öffentliches Eigentum, dazu gehört auch eine nationale Airline

the times they have to changing

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