ich bin wieder einmal über mein lieblingsthema gestolpert diese woche. da haben doch kanadische forscher eine neue studie über das paarungsverhalten bzw. die kriterien bei der partnerwahl veröffentlicht.

 

„starke typen bekommen immer die schönsten mädchen“

(wobei man halt stark definieren müßte. das kann jetzt viel geld sein, viel macht sein, ein grösseres auto haben, viel erfolg haben, vielleicht auch besser aussehen – also einfach besser sein als die anderen mandeln)

glaubt man halt.

ich hab das ja auch eine zeitlang geglaubt. oder glaubs noch immer.

 

alle welt erwartet, dass dominante männer immer und überall gewinnen.

also dass die sieger demgemäß auch immer die feschasten katzen haben.

 

ich verwend hier ganz bewußt ein wienerisches, fast schon ausgestorbenes idiom. weil hasen find ich sehr kaninchenhaft und mit deren beweglichkeit mag ich eher nix zum tun haben. der aus den fünfzigerjahren stammende begriff der bienen tät wahrscheinlich auch nur mehr von einer minderheit unter euch verstanden werden. und mausi ist durch die besetzung durch die frau lugner und gleichgearteter seitenblickegeilen femalen wesen derart pervertiert, dass selbst das attribut süss in diesem zusammenhang nichts mehr retten kann. 

wobei ich überhaupt und prinzipiell anmerken möchte, dass mir dieser urwiener begriff der feschen katz noch am ehesten als synonym aus dem tierreich für die mir doch sehr nahestehende und begehrte andersgeschlechtliche hälfte der menschheit tauglich erscheint. der begriff des schönen schwanes dem ein hässliches entlein vorausgegangen ist ist doch eher ins märchenhafte zuzuweisen. zu auch schon gehörten herangezogenen vergleichen aus der tierwelt, wie falsche schlange, hässliche kröte, wilde stute oder geile sau werd ich mich jetzt hier nicht auslassen um meine reputation bei bereits angesprochenen erdmitbewohnern nicht zu gefährden. und auch um vorurteile gegen angeführte viecher nicht noch zu unterstützen.

mit bundesdeutschen begriffsverwendungen, wie steiler zahn oder heisser ofen kann ich schon auf grund der ungemütlichkeit der von mir, diesen objekten zugewiesenen eigenschaften, wenig anfangen. steil assozier ich ja immer mit der gefahr des abstürzens. und bei zahn muss ich automatisch an wurzelbehandlung denken. aber vielleicht hab ich ja da was falsch verstanden und bundesdeutsche männer haben bei einer derart umschriebenen schönen frau halt immer die erfahrung des schmerzhaften absturzes gemacht. das tät auch die umschreibung heisser ofen erklären und auf verbrannte finger schliessen lassen.

 

aber ich wollte ja von der wissenschaftlichen arbeit berichten. nämlich:

kanadische forscher haben jetzt ganz was anderes herausgefunden.

und gleich im vorhinein ich kann das alles nicht glauben, weil meine ureigenen erfahrungen lehren mich ganz was anderes. und was ich rundherum so beobacht läßt mich ganz was anderes glauben.

aber bitte, wenn kanadische forscher was anderes wissen.

vielleicht liegts ja an kanada und ich sollt auswandern.

 

aber ich schweif schon wieder ab.

wieso heißt das eigentlich abschweifen und nicht abschwanzen? das tät in diesem umfeld doch viel besser passen!

 

also, die kanadier haben folgendes herausgefunden:

starke typen – schöne mädels stimmt gar nicht mehr. in wahrheit haben frauen gelernt, dass diese männer sehr verletzend sein können.

nur unerfahrene jungfrauen (wobei ich mir jetzt nicht klar darüber bin, ob sich dieser begriff auf die unverletzbarkeit des namensgleichen hautteiles bezieht, oder ob es sich dabei um eine ungefähre angabe der betroffenen altersgruppe handelt.) bevorzugen den siegreichen kampfhahn.

weibchen mit erfahrung bevorzugen den verlierer!

 

und wenn´s euch jetzt ein bisserl umschauts und drüber nachdenkts, welche frauen welche männer bevorzugen, bzw. welche mandeln generell von allen frauen bevorzugt werden, dann werdets mir recht geben, dass diese untersuchung zumindest in unseren breitegraden aber so überhaupt keine richtigkeit haben kann.

 

kennt irgendjemand von euch ein weiberl, dass sich absichtlich einen verlierer ausgesucht hat?

ich mein absichtlich. dass es passieren kann, dass sich ein vermeintlicher sieger als born looser generiert kommt öfter vor als den aussuchenden lieb ist. diese spezies der sich selbst projezierenden siegervorspiegeler sind dann ja sogar noch die allerschlimmsten verletzer. da kommt dann neben den verletzungen dieser egomanischen möchtegerngewinner noch die selbstverwundung und enttäuschung über die fehlentscheidung dazu.

 

das ließe sich ja bei einer ersten, sozusagen jungfräulichen, entscheidung für so einen typen ja auch auf grund der oben zitierten wissenschaft erklären.

aber:

wer kennt sie nicht, die frauen, die sich noch blutend von den letzten wunden mit begeisterung auf den nächsten sieger stürzen und erwarten, dass dieser edle ritter, womöglich noch mit dem blutverschmierten schwert vom letzten kampf in der hand, den bösen drachen der eigenen unglückseligkeit besiegt.

und, oh wunder, auch dieser entpuppt sich dann nicht als heiler, sondern kämpfer, der neuerliche schmerzen verursacht.

und dieses spiel wiederholt sich in schöner regelmässigkeit wieder und wieder.

zurück bleiben dann auf grund dieser sozialisierung um sich schlagende obermachos und vernarbte, verhärtete frauenseelen.

also ich geb schon zu, nicht immer, aber immer öfter!

(steinigst mich nicht dafür, derartige platidüden aus der werbung zu verwenden. der khg tut das auch. und schließlich möcht ich ja auch gern so beliebt werden wie der!)

 

andererseits kann ich es natürlich schon sehr gut verstehen, wenn sich homo femina nicht mit auf dem boden liegenden geschlagenen abgeben will (mit ausnahme derer,  dem florence nightingdale komplex erlegenen, was ich aber auch nicht versteh). jemanden auf die beine zu helfen und dann dauernd zu sehen, wie er wieder hinfällt ist letztendlich auch sehr ermüdend.

 

umgekehrt seh ich natürlich schon auch, dass da die männlich beteiligten ähnlich dumme, unaufbrechbare verhaltsmuster an den tag legen. der sieger, der aus dem zur verfügung stehenden marktpotential mit sicherheit die falsche heraussuchen, nur weil gewisse optische proportionen und haarfarbe ihm als passende umrahmung dienen und die verlierer durch diese seine wahl noch zusätzlich gedemütigt werden können.

und ich seh die verlierer, die sich nach der blonden jungfräulichen maid sehnen weil sie vermuten, dass ausschließlich diese glück und befriedigung verspricht.

 

und da frag ich mich natürlich schon, obs da nix dazwischen gibt, oder geben kann.

da sollten sich die kanadischen forscher einmal damit beschäftigen.

und nicht mit wachteln.

weil darum ging´s nämlich in dieser untersuchung.

oder hab ich da was falsch verstanden?

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