„Wer hat Angst vor der Kronen Zeitung?”

 

Die Kronen Zeitung ist in den letzten Tagen wieder einige Male mit „Alternative Facts“ unangenehm aufgefallen.

 

Am Donnerstag (8.11.) schrieb die „Kronen Zeitung“ über die Kriminalität in Kittsee: „Es vergeht kein Tag, an dem nicht ein Einbruch verübt, ein Auto gestohlen oder irgendwelche andere Straftaten begangen werden.“ Die Bürger seien besorgt, so die „Kronen Zeitung“.

 

Die Polizei Burgenland sieht sich dadurch veranlasst, diese Falschmeldung zurückzuweisen.

Der Umstand könne nicht nachvollzogen werden, so die Polizei: „Im Zeitraum vom 1.1.2017 bis 7.11.2017 wurden in Kittsee insgesamt 256 gerichtlich strafbare Delikte angezeigt. Im Zeitraum vom 1.1.2018 bis 7.11.2018 waren es 194. Das ergibt einen Rückgang von fast 25 Prozent.“ 

 

Jetzt kommen ganz andere!

So titelte die Krone Anfang dieser Woche (4.11.2018) das an der bosnisch-kroatischen Grenze 20.000 Migranten, bewaffnet mit Messern, zu einem gross angelegten Durchbruch in die EU bereit sind.

Wahr ist daran so gar nichts.

Weder die Anzahl der in Bosnien befindlichen Migranten, noch Infos über einen Durchbruchsversuch.

 

Dieses Lügenmärchen erscheint just dann, wenn alle anderen über den von der Regierung, nach dem Campaining der Krone, abgelehnten Migrationspakt der UNO berichten.

Einem Abteilungsleiter im Wiener Innenministerium liegen nach Angaben der „Kronen Zeitung“ entsprechende Informationen von „Verbindungsoffizieren“ aus dem bosnisch-kroatischen Grenzgebiet vor.

Das reicht als Information.

Recherche? Wer braucht sowas?

 

Es liegt der Verdacht nahe, dass es sich um ein Ablenkungsmanöver handelt, bzw. mediale Unterstützung für die Regierung in der Causa Migrationspakt.

 

Unterstützung bzw. Ablenkung von diversen Themen kann die Regierung derzeit ganz gut brauchen.

Da gibt es den Pfusch beim 12-Stunden-Tag, die BVT-Affäre, die Probleme bei der Mindestsicherung oder die unverschämte Überschreitung bei den gesetzlich festgelegten Wahlkampfkosten.

 

Und Simsalabim, gibt es eine neue „Causa Prima

Einen russischen Spion.

Um 6.00 Uhr früh wird von der Regierungsspitze eine überraschende Pressekonferenz für 8.30 angekündigt.

Aber schon um 5.30 Uhr wird bei krone.at online vom russischen Spion berichtet.

Welch ein Zufall.

 

Dabei hält sich der Neuigkeitswert dieser Angelegenheit in Grenzen.

Der Fall sei seit einigen Wochen bekannt. Der entsprechende Hinweis, „dass es einen Informationsabfluss gibt“, sei von einem befreundeten ausländischen Dienst gekommen. Das Abwehramt habe dann die Identität des Betroffenen herausgefunden und auch Gespräche mit ihm geführt.

 

Interessant in diesem Zusammenhang ist: das könnte sich noch als Schuss ins eigene Knie herausstellen.

Die FPÖ, die den Verteidigungsminister stellt und Geheimdienste unter ihre Kontrolle bringen will, unterhält einen offiziellen Freundschaftsvertrag mit Putins Regierungspartei. Und die Erinnerung an den Besuch Putins bei der Hochzeit unserer Aussenministerin ist noch frisch.

Diese Spionageaffäre könnte eine echte Belastungsprobe für diese zarten Bande sein.

 

Aber zurück zur „Krone“.

Es ist sicher kein Zufall, dass auf der Facebook-Seite von Strache die Artikel der ach so „unabhängigen“ Krone sogar häufiger verlinkt sind, als z.B. unzensuriert.at oder der Wochenblick.

Eine für beide Seiten gewinnbringende Symbiose.

 

Die „Berichte“ der Krone haben nichts mit Journalismus zu tun. Das ist Lesermanipulation und Hetze in Reinkultur.

Das seriöseste an der Kronen Zeitung ist das Horoskop!

 

Aber es besteht Hoffnung.

„Wer hat Angst vor der Kronen Zeitung?”

Unter diesem Titel wird die Rechercheplattform dossier.at ein investigatives Magazin für Österreich – werbefrei und ausschließlich von Leserinnen und Lesern finanziert auf den Markt bringen.

Das könnte sehr spannend werden.

 

In diesem Sinne:

Bleibt´s gsund und losst´s eich nix gfoin!

Und passt´s auf eich auf!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.