Seltsame Dinge geschehen in dieser Republik.

Fall 1:

Gabriela Schwarz, stv. ÖVP-Generalsekretärin und Abgeordnete zum Nationalrat, gibt eine Pressekonferenz.

Jetzt wären inhaltslose Pressekonferenzen von türkisen Abgeordneten noch keine berichtenswerte Absonderlichkeit. Siehe Hanger.

Auf dieser Pressekonferenz aber teilt sie mit, dass die ÖVP durch die Medien von bevorstehenden Hausdurchsuchungen erfahren hat. Diese Hausdurchsuchungen aber nichts bringen werden, da alles gelöscht wurde und nichts mehr da ist.

Das bedeutet im Umkehrschluss, dass etwas da gewesen sein muss.

Wurden wieder Festplatten geschreddert und Chatverläufe gelöscht?

Oder war das am Ende vielleicht der öffentliche Aufruf an Alle, eventuell noch vorhandenes belastendes Material sofort zu vernichten?

Zusatz: Es gilt die Unschuldsvermutung.

Frau Schwarz klagt nämlich gerne „wegen Beleidigung und übler Nachrede, sowie auf Unterlassung“

Fall 2:

Zack Zack berichtet:

Ho hat gelogen und informierte Kurz

Mitten im ersten Lockdown steigt bei Martin Ho eine illegale Drogenparty. Der will davon nichts gewusst haben. Doch ZackZack kann beweisen: Ho hat die Party selbst organisiert. Und: Er hat Kanzler Kurz über alles informiert.

Konkret geht es um eine private Party In Martin Hos Lokal „Dots im Brunnerhof“, in Döbling.

Ho liess damals über seinen Anwalt mitteilen, dass er von all dem keine Ahnung hat.

Interessantes Detail:

Im Lokal befanden sich 21 Personen und zwei Kellner, die offensichtlich eine Geburtstagsfeier abhielten.

Zusammenfassend: In einem Lokal, dass eigentlich gar nicht geöffnet sein dürfte, soll der Erbe eines ehemaligen Wiener Kaufhauses seinen Geburtstag in Anwesenheit der einen oder anderen durchaus prominenten Person gefeiert haben. Mit 21 Gästen und zwei Beschäftigten.

Nach Adam Riese also 23 Menschen.

Neben dem Drogenbesitz wurden auch insgesamt 22 Anzeigen wegen der Missachtung diverser Covid-19-Bestimmungen – etwa wegen der Lokalöffnung und dem fehlenden Abstandhalten – erstattet.

Aber es gab nur 22 Anzeigen?

Wer wurde warum NICHT angezeigt?

War dieser Jemand vielleicht grad auf der Toilette?

Oder gibt es da vielleicht einen Hinterausgang?

Das ist jener Martin Ho, über den H.C. Strache im Ibiza-Video sagt:

„Das ist der größte Drogendealer Wiens“

Jener,

Seine Geschäfte gehen jedenfalls so gut, dass er trotz Corona zwei neue Lokale eröffnen kann.

Das „Newman“ im Novomatic-Forum und „Dots – The Hidden Club“ in der Mariahilfer Strasse.

Vermerkt sei auch noch:

Über zwei Unternehmen seiner Dots-Gruppe (Dots City und Dots Prater) erhielt Martin Ho knapp 855.000 Euro an Coronahilfen.

Und auf alle Fälle und in jedem Fall gilt auch hier natürlich die „Unschuldsvermutung“.

Wir stehen selbst enttäuscht und sehn betroffen
Den Vorhang zu und alle Fragen offen.

Bertolt Brecht
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