Die türkise ÖVP hat in Wien den Wahlkampf eröffnet.

Unter anderem mit der Wahl der „türkisen Null“ Gernot Blümel als neuen alten Landesparteichef und als Spitzenkandidat.

 

In seiner „Antrittsrede“ sagt er über die FPÖ, sie habe nach dem Ibiza-Video „den Überblick verloren, wer gerade wen klagt“ und sei eine Partei geworden, die „keinen Halt aber viel Hinterhalt“ habe. Offensichtlich findet er aber, dass die rassistischen und rechtsextreme Ideologie der FPÖ weiterhin in Wien prominent vertreten sein muss und übernimmt daher deren  ausländerfeindlichen Inhalte eins-zu-eins in das Programm der „neuen, modernen“ ÖVP.

 

Die „große soziale Frage unserer Zeit“ sei die „Zukunft des Mittelstandes“.

Auch das sagt der Blümel.

Nichts von Armut, Ausgrenzung oder Ungleichheit.

Und wenn er „Mittelstand“ sagt, meint er nicht die grosse Menge an Arbeitnehmer*innen, sondern jene, die auf die „Butterseite“ des Lebens gefallen sind, sich Eigentumswohnungen kaufen können und mit ihren SUV´s die Verkehrsflächen verstopfen.

 

Als Finanzminister rät er im Nationalrat den Menschen dazu sich Aktien zu kaufen, um nicht unter niedrigen Sparzinsen zu leiden.

Als Finanzminister, wohl eindeutig ein Fulltimejob und auch dementsprechend hoch finanziell entlohnt, macht er in Wien Wahlkampf und vernachlässigt damit wohl seine eigentliche Aufgabe. Und nach der Wahl wird er sich dann auch wieder aus Wien vertschüssen und was „Wichtiges“ zu tun haben.

 

Wie bigott und heuchlerisch die ÖVP unter Kurz und seinem Busenfreund Blümel geworden ist, zeigt auch der Überraschungsgast beim Landesparteitag der Wiener ÖVP.

Life-Ball-Organisator Gery Keszler, der eine kurze Ansprache gehalten hat auf die Frage, warum er heute hier sei? „Weil mich der Gernot angerufen hat“.

 

Gerade die ÖVP die bis zuletzt mit allen Mitteln die Rechte von gleichgeschlechtlichen Menschen verhindern wollte (Ehe für Alle), schmeisst sich jetzt mit einem bekennenden Homosexuellen ins Rampenlicht, nur um der SPÖ eins auszuwischen.

Normalerweise ist Sexualität kein Thema, aber angesichts der veröffentlichten Darstellung gegenüber Homosexualität durch die ÖVP wäre einmal zu hinterfragen, wie Kurz (und Blümel) es mit ihrer eigenen Sexualität halten und wie das mit dem öffentlichen Auftritt übereinstimmt?

 

Aber letztendlich ist diese Zwiespältigkeit bei diesem Thema nur eine der vielen Widersprüchlichkeit zwischen öffentlichem Auftritt und tatsächlichem Leben dieser Heuchler.

 

In diesem Sinne:

Bleibt´s gsund und losst´s eich nix gfoin

Passt´s auf eich auf und wehrt´s eich!

 

 

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