von Wlazny bis Zeilinger

am sonntag ist es also soweit.

wobei es ja schon einige gemacht haben. das kreuzerl am stimmzettel. mit an brieferl.

ich mach meines ganz klassisch dann in der wahlzelle.

geheim sozusagen.

aber ich verrat euch mein geheimnis.

ich wähl den „demokratiegefährder“.

obwohl er – wie im investigativem interview von armin wolf zu tage trat – schon einmal cannabis konsumiert hat. vielleicht sogar schon zweimal.

obwohl er eine „bierpartei“ gegründet hat. vielleicht, weil ihm das mit dem thc ein anderer weggeschnappt hat?

anmerkung: es gab bereits einmal eine bierpartei – in tschechien anfangs des 20. jahrhunderts. gegründet von Jaroslav Hašek – autor des berühmten braven soldaten schwejk. allein damit hat sich die bierpartei meine sympathie gesichert.

dabei trink ich ja gar kein bier. oder nur ganz selten. zu an klan gulasch.

ich mag lieber einen guten roten. beim wein gibts da ja auch bei den heimischen eine erstaunlich grosse auswahl an guten.
da ich alkohol ja als gesellschaftlich relevante droge in österreich für gefährlich halte tät ich der politischen kaste anstatt alkohol eher den genuss eines tüterls empfehlen.

insgesamt also eine klare wahlempfehlung für wlazny.
weil er erstens jener kandidat ist, die meiner sicht der dinge am nächsten kommt und weil es zweitens gilt ein deutliches zeichen gegen rechts zu setzen.
vdb ist leider kein derartiges signal.

und die rechten bis obskuren sind zumindest am stimmzettel in der mehrheit.

dabei haben die eh noch a glück, weil viele der menschen die hier leben gar nicht wählen dürfen. immerhin 1,4 mio über 16 jahren dürfen mangels pass nicht abstimmen.

eine vorstellung davon, wie diese gruppe menschen wählen würde gibt die „pass-egal-wahl“.

business as usual

auch sonst tut sich so einiges in der rechten reichshälfte.

unser ex-ex-kurz-kanzler hat sich „damals“ mit den visegrad-staaten auf ein packl gschmissen.

aber weil die jetzt untereinander auch nimmer so wirklich gut freund sind, muss sich der herr karl neue freunde suchen. übergeblieben ist nur mehr der vickerl. den hat er sich im juli gleich einmal eingeladen.

und wie das unter freunden halt so üblich ist, hat er einen gegenbesuch gemacht. der xandl passt da ganz wunderbar dazu. die machen jetzt irgendwas gemeinsam. irgendwas mit balkan.

ob die jetzt dann probieren sich die giorgia einzubraten?

das tät aber wahrscheinlich der kathi gar ned gfallen.

wem das aber schon gfallt, das sind der kickl und seine hawara.
das ist so durchschaubar wie ungustiös und wird ihm den kanzlersessel nicht retten.

der herr karl kanns einfach nicht.

nichts nämlich.

und die grünen

sind da auch keine grosse hilfe. im gegenteil.

die verteilen grad die 500er klimabonus. angeblich eh schon im september. doch nicht. zumindest nicht für alle. aber dafür angeblich bis mitte oktober.

schau ma.

ein grosser teil der „almosen“-empfänger*innen kriegt das geld aber nicht aufs konto, sondern per post als gutschein. weil ma sowas aber nicht in ein normales kuvert stecken kann, wird das per rsa verschickt. und auf den postämtern ist die hölle los. derartige menschenmassen hat man dort schon lang nimmer gesehen. aber man kann dort die gutscheine wenigstens gleich in bares umtauschen.

so eine arbeit mit verschicken kostet natürlich was. 3 mio euro. soviel kassiert die firma sodexo dafür. aber das ist noch nicht alles. beim einlösen der gutscheine kassieren die noch einmal 3 % provision -also bearbeitungsgebühr nennen die das. weil das ja alles eine arbeit ist. da könnten dann noch amal 18 mio euro zusammenkommen.

das ist dann schon alles andere als ein almosen.

interessant auch, wenn ma sich anschaut wer da mit unserem steuergeld ein körberlgeld verdient.

Die Tochtergesellschaft Sodexo Justice Service betreibt in England fünf Gefängnisse im Auftrag der Regierung. Der Firma werden dort schwere Menschenrechtsverletzungen vorgeworfen.

war da nicht was mit anstand?

ahja – die grünen würden den anstand wählen.

oder so irgendwie halt.

und was tut sich sonst?

die pam macht derweilen den scholz und ist in der „kanzlerfrage“ erstmals vor dem herrn karl.

nur nicht auffallen, auf die fehler der konkurrenz warten (und da kann sie sich sicher sein, dass die kommen wie das amen im gebet) und ja selber keinen fehler machen.

die spd hat mit dieser strategie damit ja vor einem jahr einen überraschenden sieg errungen.
das dürfte für die spö auch zumindest bis zur wahl reichen. schätz ich einmal.

und dann?

aber es gibt auch gute nachrichten.

„wir sind nobelpreisträger“

also der zeilinger halt. der mit der quantentheorie.

da freut sich der herr bundeskanzler aber. und er gratuliert.

was dem polaschek irgendwie ned wirklich gelungen ist.

„Ich hatte schon Gelegenheit Professor Zeilinger anzurufen, er hat aber leider nicht abgehoben!“

der wiederum dürft ned nur theoretisch ziemlich gscheid sein, sondern auch ein sehr weiser und freundlicher mann sein.

was ma jetzt von aufgrund diverser aussagen von österreichischen ministern ned wirklich behaupten kann:

Wissenschaftsminister will Österreichs Engagement beim CERN nach mehr als 50 Jahren beenden. (Hahn)

Man soll die Wissenschaft nicht überspannen – die kann und soll sich auch nicht überall einmischen.“ (Fassmann)

„Wissenschaft ist das eine, Fakten sind das andere.“ (Karner)

mehr braucht ma dann gar nimmer wissen.

in diesem sinne:

bleibt´s gsund und losst´s eich nix gfoin!

passt´s auf eich auf und wehrt´s eich!

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2 thoughts on “von w bis z

  1. „Wir sind Nobelpreisträger“, alleine wegen dieser Headline gehört oe24 und deren irgendwie immer obskureren Verursachern die rote Karte gezeigt. Ausgerechnet die Tschapperl- und Deppen-Postille, oder auch die Umweltverschmutzung der Wiener U-Bahnen schlechthin, traut sich das als „Aufmacher“ zu drucken.
    Nicht einmal mit der Klupp’n greif ich dieses Blattl an, „heute“ und „KroZei“ ebenso wenig, aber das (die) Gegenüber in der U-Bahn, haltn’s ja einem ständig vor die Augen. Welche „Freude“.
    Mir tut es leid nicht den Wlazny mit Briefwahl zum UHBP auserkoren zu haben, und doch den Amt(in)haber, damit a Ruh is am Sonntag um 17:03 h. Aber ich hoffe, der Wlazny wird seinen Weg machen, politisch, musikalisch, menschlich und überhaupt.

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