wir alle kennen sie, die geschichte von moses, der auf den berg sinai stieg und mit den zehn geboten gottes zurück kam.

diese geschichte steht im 2. buch des alten testamentes mit dem namen exodus.

weil sich geschichte ja bekanntlich wiederholt, begab sich im jahr 3 des herrn (lt. türkiser zeitrechnung) folgends

unserem geliebten, verehrten und geachtetem nationalratspräsidenten überkam während der gebetsstunde im parlament die erleuchtung und es erreichte ihn der ruf seines herrn. er sah vor seinem unendlich gütigem, gerechtem und vor allem uneingeschränkt objektivem vergeistlichtem auge, das undankbare, aufbegehrende volk um die götzen menschlichkeit, gerechtigkeit, anstand, liberalismus, transparenz, meinungsfreiheit, religionsfreiheit und sogar demokratie tanzen.

sie sprachen und sangen, dies sind die werte, die uns aus den finsteren zeiten der not und unterdrückung geführt haben.

das volk hatte die stimme des herrn während der vielen pressekonferenzen zwar vernommen, aber ganz offensichtlich inhaltlich nicht verstanden.

da wurde der sobotka aber wütend.

also stieg er auf den küniglberg und verkündete die strenge botschaft der türkisen neufassung der zehn gebote wie sie ihm von seinem herrn aufgetragen wurde.

1. Ich bin der Herr, dein Gott. Du sollst keine anderen Götter haben neben mir.

denn nur ich bin die wahrheit. nur ich bin ohne fehl und tadel. nur ich bin nie an etwas schuld und nur ich mache immer alles richtig.

2. Du sollst den Namen Sebastians nicht verunehren.

kritik, vor allem veröffentliche kritik in medien, ist absolut unerwünscht. den vorgaben der messagecontroll ist auf allen ebenen zu folgen. abweichende meinungen werden den zorn des fleischmann nach sich ziehen und werden mit informations- und fördermittelentzug bestraft. und wer nicht willig ist, wird vom benkö gekauft.

3. Du sollst den Tag des Herrn heiligen.

„Sechs Tage darfst du schaffen und jede Arbeit tun.“

bis zu 12 stunden am tag ohne überstundenzuschlag.

„Der siebte Tag ist ein Ruhetag, dem Herrn, deinem Gott, geweiht.“

so steht es in der bibel.

ausser natürlich der mahrer will was anderes und die sonntagsarbeit dient der wirtschaft und hilft die unternehmensprofite zu steigern.

4. Du sollst Dollfusz und Schüssel ehren.

damit du lange lebest und es dir wohl ergehe auf erden. in meidling ebenso wie im waldviertel.

5. Du sollst nicht töten.

also selber niemanden mit den eigenen händen erwürgen oder ähnliches. tote im mittelmeer fallen in die kategorie hässliche bilder ohne die es nicht gehen wird.

6. Du sollst keine Koalition brechen.

dies ist einzig und allein dem herrn vorbehalten.

wer sich einmal mit türkis auf eine koalition eingelassen hat, muss erdulden, was immer auch der herr verlangt, solange es ihm gefällt. das ist alternativlos.

du wirst dann als grüne rebellin von tirol nach wien gehen und als türkise demütig zurückkehren.

wenn es dem herren aber nicht mehr gefällt, wird vielleicht ein video auftauchen.

7. Du sollst nicht korrupt sein.

oder dich zumindest nicht – wie KHG – dabei erwischen lassen.

spenden dürfen selbstverständlich angenommen werden. dafür dürfen dann auch gegenleistungen erbracht werden.

und für „inserate“ gibt’s gegengeschäfte. vor allem, wenn man einen sink-tank hat.

spenden kann auch helfen etragreiche positionen in staatsnahen bereichen zu bekommen.

das gründen von firmen zum zwecke der auftragannahme aus „regierungsnahen“ kreisen und der generierung exorbitanter gewinne ohne aufwand ist ebenfalls erlaubt.

dafür darf dann wiederum gespendent werden.

8. Du sollst nicht lügen

einfach etwas vergessen geht ja auch.

wenn man dann schon lügt, und dabei erwischt wird, dann heisst das eben anders.

z.b.: „das hab ich so nicht formuliert

differenzierte wahrnehmung von alternativ dargestellten fakten sind im gegensatz zu lügen aber durchaus erlaubt.

9. Du sollst nicht begehren deines Nächsten Frau.

„Ihr habt gehört, daß gesagt worden ist: Du sollst nicht die Ehe brechen. Ich aber sage euch: Wer eine Frau auch nur lüstern ansieht, hat in seinem Herzen schon Unkeuschheit mit ihr begangen.

(Mt 5,27-28)

wie das mit dem begehren nach dem mann seines/r nächsten ist, steht auf einem völlig anderen blatt. darüber reden wir lieber gar nicht.

es geht eigentlich überhaupt nicht um den sex als solchen.

da soll jeder tun wie er glaubt, solang es einvernehmlich ist.

thema sind machtmissbrauch und bigotterie.

es geht um die widersprüchlichkeit zwischen dem veröffentlichten bild und den tatsächlichen handlungen.

wasser predigen und champagner saufen.

10. Du sollst nicht begehren deines Nächsten Weib, Knecht, Magd, Vieh noch alles, was sein ist.

konkret sollst du keinesfalls mehr vom vorhandenen kuchen haben wollen. du sollst mit den krümeln zufrieden sein und dich nicht gegen übermässigen reichtum oder ungleiche verteilung zur wehr setzen. du sollst dich in demut deinem schicksal fügen.

alles andere wäre kommunismus.

in diesem sinne:

bleibt´s gsund und losst´s eich nix gfoin!

passt´s auf eich auf und wehrt´s eich!

twitterfund
melde dich zum newsletter an. du wirst sofort über neue posts informiert:

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.