DAS Virus

Da Substantive auf -us meist männlich sind, wurde das Virus zu der Virus. Heute existieren in der Alltagssprache beide Formen nebeneinander und beide gelten als korrekt. In der Fachsprache dagegen blieb es bei der ursprünglichen sächlichen Form: das Virus.

Wobei: Ein Virus hat kein biologisches Geschlecht, das ist einfach eine selbstreplizierende Nanomaschine.

Was bisher geschah – eine Chronologie

2019

Die Atemwegserkrankung Covid-19 trat erstmals Ende November 2019 in Wuhan in der chinesischen Provinz Hubei auf. Der erste offizielle Fall einer Infektion wurde am 1. Dezember 2019 bestätigt.

Italien ist in Europa jenes Land, das sehr früh und besonders stark von der Pandemie betroffen ist. Bereits im November 2019 – und damit zwei Monate früher als bisher angenommen – soll es eine erste Infektion mit dem Coronavirus Sars-Cov-2 gegeben haben.

2020 ÖSTERREICH

25. Februar

Zum ersten Mal wird in Österreich, Tirol, positiv auf das Coronavirus getestet. 2 Angestellte eines Hotels in Innsbruck.

26. Februar

In der Wiener Rudolfstiftung wird ein ein Anwalt positiv auf das Virus SARS-CoV-2 getestet. Er liegt zu diesem Zeitpunkt bereits seit zehn Tagen im Spital.

4. März

Eine Rechtspraktikantin des Anwalts, der mittlerweile im SMZ Ost  auf der Intensivstation liegt, wird ebenso positiv getestet, wie zwei ihrer Kollegen.

Die Suche nach dem Patienten 0 bleibt erfolglos.

5. März

Die Situation eskaliert. Der Tiroler Skiort Ischgl betritt die internationale Bühne. Für die isländischen Behörden steht Ischgl auf einer Stufe mit dem Iran und der chinesischen Provinz Wuhan,

8. März

In Tirol ist man aber weiterhin der Meinung: „Alles richtig gemacht“.

Medieninformation des Landes Tirol:

„Eine Übertragung des Coronavirus auf Gäste der Bar (in Ischgl) ist aus medizinischer Sicht eher unwahrscheinlich“

13. März

Nehammer verkündet: „Es wird natürlich keine Ausgangssperren geben“

„Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu errichten!“ Walter Ulbricht am 15. Juni 1961

15. März

Das Paznauntal wird unter Quarantäne gestellt.

16. März

„Ausgangsbeschränkungen“ treten in Kraft. Die Menschen dürfen ihr Haus nur mehr verlassen, wenn sie zur Arbeit gehen, Lebensmittel einkaufen, anderen Menschen helfen oder spazieren gehen – alles mit einem Mindestabstand von einem Meter. Die Polizei greift bei der Durchsetzung hart durch. Auch die Bundesgärten werden geschlossen.

28. März

Wir klatschen

30. März

Das Tragen von Mund-Nasen-Schutzmasken in Super- und Drogeriemärkten wird zur Pflicht. Nehammer verlautbart, dass es bereits 10.426 Anzeigen im Zusammenhang mit Nichteinhaltung der Corona-Verordnungen gab. Wer sich nicht an die Maßnahmen hält, wird zum Lebensgefährder“, betonte der Innenminister. Und Bundeskanzler Kurz sagt:

 „Bald wird jeder von uns jemanden kennen, der an Corona gestorben ist.“

3. April

Kurz verkündet „Comeback für Österreich“

„“Österreich ist bisher besser durch diese Krise gekommen als andere Länder.“

4. April

Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka plädiert für eine Verpflichtung, die derzeit freiwillige „Stopp Corona App“ des Roten Kreuzes zu nutzen. Und besiegelt damit ihr Ende.

6.April

Ein paar Tage später sagt der Kanzler:

„Hätten die Behörden nicht so gehandelt, wie sie es taten, hätten wir in Österreich bis zu 100.000 Toten erleben können.“

Vermutlich hat er damit die Tiroler Behörden gemeint.

14. April

Die Bundesgärten werden wieder geöffnet. Türkis-Grün gab nach großen Protesten der Wiener Bevölkerung und der Stadtregierung nach.

22. April

Bundeskanzler Sebastian Kurz sagt in seiner Erklärung im Nationalrat:

Hochfahren, aber nie unverantwortlich

„Was wir in den nächsten Monaten gemeinsam erlernen werden müssen, ist, mit dem Virus zu leben und unsere Maßnahmen wie Abstand halten, Social Distancing, das Tragen von Mund-Nasen-Schutz und besondere Hygienevorschriften einzuhalten“

27. April

Das Gesundheitsministerium teilt auf APA-Anfrage mit, dass private Treffen trotz der seit Mitte März geltenden Ausgangsbeschränkungen zulässig sind. Eine missverständliche Formulierung auf der Website des Ministeriums, die ein Verbot von Besuchen bei Familienmitgliedern und Freunden nahelegt, wurde geändert.

Also alles nur ein Aprilscherz

1. Mai

In einem Szenelokal von Best-Buddy Martin Ho, das aufgrund der Covid-19-Bestimmungen noch geschlossen sein muss, fand eine private Party statt und wurden laut Polizei bei einigen Feierwütigen Kokain, Cannabis und die Partydroge MDMA gefunden.

4. Mai

Die Maturant*innen sowie alle Abschlussklassen im Bereich der Berufsbildung kehren wieder an die Schulen zurück.

11. Mai

Die Häuser werden geschmückt und die Fahnen knattern im Frühlingswind. Die braven Frauen binden Schleifen und Blumenkränze. Artige Kinder üben Gedichte für den großen Besuch.

Bundeskanzler Kurz besucht Kleinwalsertal.

15. Mai

Gastronomie und Gottesdienste starten unter Auflagen wieder. Sperrstunde für die Gaststätten und Lokale ist um 23 Uhr.

18. Mai

Der Schulbetrieb in den Volksschulen, AHS-Unterstufen, Neuen Mittelschulen, Sonderschulen sowie in allen Jahrgängen/Klassen mit verkürztem Unterrichtsjahr in den berufsbildenden mittleren und höheren Schulen wird wieder aufgenommen

24. Mai

„Ich bin erstmals seit dem Lockdown mit zwei Freunden & meiner Frau essen gegangen. Wir haben uns dann verplaudert und leider die Zeit übersehen. Das tut mir aufrichtig leid. Es war ein Fehler. Sollte dem Wirt daraus ein Schaden erwachsen, werde ich dafür gerade stehen.“

Das schreibt Bundespräsident VdB nachdem er die Sperrstunde von 23.00 Uhr nicht eingehalten hat.

15. Juni

Nach knapp drei Monaten endet die Verpflichtung zum Tragen MNS an öffentlichen Orten weitgehend. Die MNS-Verpflichtung bleibt noch in öffentlichen Verkehrsmitteln und Taxis sowie Einrichtungen des Gesundheitsbereichs inklusive Apotheken bestehen.

18. Juni

Kurz sieht österreichischen Weg durch die Corona-Krise aufgrund der Gesundheits- und Wirtschaftsdaten bestätigt

„Österreich sei aufgrund des raschen Handelns sowohl aus gesundheitlicher als auch aus wirtschaftlicher Sicht viel besser durch die Krise gekommen als andere Staaten.“

24. Juni

Das Parlament arbeitet trotz Pandemie. Zeuge Kurz sagt im Ibiza-Untersuchungsausschuss aus und zeigt erstaunliche Gedächtnislücken.

Gezählte 29 mal hat Kurz bei der Befragung gesagt: er kann sich nicht erinnern.

9. Juli

Die Polizei erhält neue Befugnisse beim Corona-Containment. Sie darf aufgrund einer Novelle des Epidemiegesetzes auch Krankheitssymptome erheben.

10. Juli

Kurz im TimeMagazin:

„Nicht Wirtschaft zerstören, um Planet zu retten“

but: there no jobs on a dead planet

22. Juli

VfGH kippt Ausgangsverordnung: Ausgangsbeschränkungen teilweise gesetzeswidrig

Die coronabedingten Ausgehregeln werden als teilweise verfassungswidrig eingestuft. Auch die ungleiche Behandlung bei Geschäftsöffnungen lässt das Höchstgericht nicht gelten.

23. Juli:

Sie haben ja ein eigenes Hirn

sagt Sebastian Kurz im Puls4-Interview zur Interviewerin und legt dann drauf wert, dass dieser Teil zensuriert wird.

25. Juli: 

Wegen der gestiegenen Covid-19-Infektionszahlen verschärft die Bundesregierung wieder die Präventionsmaßnahmen. Im Lebensmitteleinzelhandel, in Supermärkten, Banken und der Post gilt erneut die Pflicht zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes.

28. Juli

62 Infizierte im Corona-Cluster in St. Wolfgang

Die Vorgangsweise erfolgt streng nach den Vorgaben aus Ischgl.

Erst abwarten, dann erklären, dass es keine Ansteckungsgefahr gibt und Touristen unkontrolliert heimreisen lassen.

Wir haben alles richtig gemacht.

Wir haben aus Ischgl gelernt.

12. August:

Corona-Cluster in Henndorf (Sbg), und die Kronen Zeitung erfindet eine türkische Hochzeit, die es gar nicht gegeben hat, als Auslöser.

16. August:

„Das Virus kommt mit dem Auto nach Österreich.“

Sagt Kurz und fordert an den Grenzen verstärkt Kontrollen durch die Gesundheitsbehörden.


23. August:

Urlauber haben Kroatien fluchtartig verlassen. Reisewarnungen von Deutschland, Österreich, Italien und Slowenien haben eine gigantische Rückreise-Welle ausgelöst. Doch an der Grenze zu Österreich ging dann in der Nacht auf Sonntag gar nichts mehr. An der Grenze herrschte Chaos: Ein Reiserückkehrer berichtet von 15 Stunden Wartezeit vor der Grenze. Und danach wurde er gar nicht mehr kontrolliert – sondern „einfach durchgewunken“

28. August

In seiner „Kanzlerrede zur Nation“ prophezeit Kurz: Nächstes Jahr leben wir wieder normal.

„Es gibt schön langsam Licht am Ende des Tunnels“

Dabei scheint er sich aber nicht bewusst, um welches Licht es sich da handelt, das er da auf sich zukommen sieht.

4. September:

Vier Farben gegen die Pandemie – das Corona-Ampelchaos

Gesundheitsminister Rudolf Anschober der sich noch im April strikt gegen eine Regionalisierung der Corona-Schutzmaßnahmen aussprach, kündigt nun ein regionales Ampelsystem an.

14: September: 

Angesichts des wieder drastischen Anstiegs von Neuinfektionen nimmt die Bundesregierung die Bevölkerung wieder an die Kandare. Es gilt bundesweit eine verschärfte Maskenpflicht, die sich auf den gesamten Handel, die Gastronomie und jegliche Form des Kundenkontakts erstreckt.

24. September: 

Einschränkungen für den Wintertourismus werden in Aussicht gestellt. „Skivergnügen ja, aber ohne Apres Ski“, lautet das Motto.

30. September:

Gesundheitsminister Rudolf Anschober persönlich schließt im aktuellen Falter einen neuerlichen  Lockdown aus: „Nein. Den wird es nicht geben“.

8. Oktober:

Vor Ort helfen, das kann unsere Regierung.

Vor allem bzw. nur, wenn es um Babyelefanten geht.

Anlässlich der Verleihung des Friedensnobelpreises an WFP (World Food Programm der UN) lobt sich Ministerin Köstinger für die € 1,6 Mio die von Österreich bereitgestellt werden.

Zeitgleich werden Immerhin 25 Millionen Euro für die neue Elefantenanlage im Tiergarten Schönbrunn locker gemacht.

15: Oktober: 

Die Corona-Ampel in Österreich zeigt erstmals die Farbe Rot: In vier Bezirken in Oberösterreich, Salzburg und Tirol – Wels Stadt, Hallein sowie Innsbruck Stadt und Land – ist das der Fall. Das Land Salzburg stellt die Gemeinde Kuchl unter Quarantäne. Weitere bundesweite Maßnahmen werden in Aussicht gestellt.

27. Oktober: 

Die Zahl der (getesteten) Corona-Toten übersteigt die 1.000er-Marke

31. Oktober

Zweiter Lockdown bis Ende November in Österreich wird verkündet.

Es gilt eine nächtliche Ausgangsbeschränkung, wenn auch mit einigen Ausnahmen. Die Gastro und so ziemlich alle Freizeiteinrichtungen werden gesperrt. Geschäfte, Kindergärten und der Pflichtschulbereich bleiben vorerst offen.

2. November: 

Den Vorabend des Ende Oktober angekündigten Teil-Lockdowns nutzen Tausende, um sich noch einmal draußen zu treffen. Ein islamistischer Terrorist tötet bei einem Attentat in der Wiener Innenstadt vier Menschen.

13. November:

Austria First – „Österreich aktuell mit höchster Neuinfektionsrate weltweit.

Mit 9.586/mio Einwohner positiven Tests innerhalb von 24 Stunden wird ein neuer Rekordwert gezählt.

15. November:

Kurz kündigt in der Pressestunde überraschend Massentests an.

Interessant, was der Wiener Bgm Ludwig dazu sagt:

„Da der Kanzler die Tests in der Pressestunde angekündigt habe, seien die entsprechenden Vorbereitungen wohl getroffen worden. Er nehme an, dass man nicht erst jetzt überlegt, wie man das organisatorisch umsetzt.“

17. November:

Mit harten Maßnahmen will die Regierung „Weihnachten retten“. Es wird ein neuer umfassender Lockdown bis inklusive 6. Dezember verkündet.

Kurz-Appell: „Jeder soziale Kontakt ist einer zu viel“

Nur „kritische Infrastruktur“ bleibt geöffnet. Also Lebensmittelhandel, Apotheken, Drogerien usw. 

Auch der Handel mit „Sicherheits- und Notfallprodukten“ darf geöffnet bleibt. Offensichtlich eine Regelung, die konkret auf den Waffenhandel zugeschnitten wurde.

Geschlossen wurde selbstverständlich der Buchhandel. Lokalen Buchhändlern ist auch die kontaktlose Abholung von Onlinebestellungen im Laden verboten.

Allein an diesen beiden Meldungen lässt sich ermessen, welche Prioritäten diese Regierung setzt.

26. November:

Die türkis-grüne Regierung genehmigt sich ein PR-Budget in der Höhe von € 210 Mio.

Im Jahr 2019 meldeten die Bundesministerien Werbebuchungen um € 19,3 Mio.

Die „Corona-Werbung – Schau auf dich““ im Jahr wird mit 20 bis 25 Millionen für veranschlagt (ohne ORF, der gratis schaltete). Zusätzlich zur regulären Regierungswerbung. 

30. November:

627.000 Euro – Das ist der Preis, den der österreichische Staat für die neue Shopping-Plattform „Kaufhaus Österreich“ bezahlt hat.

Ein veritabler Flop. Es bleibt die Frage wer daran verdient hat.

1. Dezember:

Kurz und Anschober versprechen zehn FFP2-Masken für alle Über-65-Jährigen.

Man möchte den Schutz vor Corona-Ansteckungen für die ältere Bevölkerung verbessern.

Die Masken werden an Haushalte mit Personen ab dem 65. Lebensjahr mit Wohnsitz im Inland geschickt. Der Start der Aktion werde noch vor Weihnachten erfolgen, teilte die Bundesregierung mit.

2. Dezember:

Massentests starten – „the show must go on“.

Koste es, was es wolle! Und es kostet. Mehr als notwendig sogar.

Das Bundesheer bestätigt gegenüber PULS 24, dass Österreich rund zwei Drittel mehr für die Massentests bezahlt als die Slowakei.

10 Mio Tests zu je € 6,70 statt € 4,50.

6. Dezember:

15 Minuten Schnelltest können uns allen viele Wochen des Lockdowns ersparen.“ sagt der Kanzler. Aber der große Ansturm auf die Massentests blieb aus.

8. Dezember:

Lasset uns beten

Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka, Bundesratspräsidentin Andrea Eder-Gitschthaler und das Komitee des Nationalen Parlamentarischen Gebetsfrühstücks laden am Dienstag, dem 8. Dezember, um 18.00 Uhr, zur Online-Gebetsfeier „Hoffnung in der Krise“.

In eigenartiger Gesellschaft. Ebenfalls eingeladen wurde die „Loretto-Bewegung“. Fundamentalistisch und Radikal.

Alles getreu dem ÖVP-Motto: Hände falten, Goschn halten.

Die Kosten dafür beliefen sich auf 10.352,84 Euro. Hinzu kommen die Kosten der 22 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Parlamentsdirektion.

Bezahlt aus Steuergeldern.

15. Dezember:

Der Babyelefant auf Besuch im Bundeskanzleramt

18. Dezember:

Die Regierung verkündet 3. „harten“ Lockdown vom 26. Dezember bis 24. Jänner 2021

Massentests vom 15. bis 17. Jänner 2021 sollen ein „Freitesten“ aus dem Lockdown ermöglichen.

24. Dezember:

Die Skilifte öffnen. Es kommt zu einem regelrechten Massenansturm.

26. Dezember

Die verschärften Coronavirus-Maßnahmen treten in Kraft.

Die Skigebiete bleiben offen. Menschentrauben vor den Aufstiegshilfen und Verkehrschaos auf den Zufahrten sind die Folge.

27. Dezember:

Die „Impf-Show“. Zwei Stunden Sonder-„ZiB“ zu ersten Covid-Impfungen mit Sebastian Kurz und Rudolf Anschober am AKH.

2021

3. Jänner:

„Freitesten“ scheitert.

Die Koalition zog die Notbremse – und ihr umstrittenes Vorhaben zurück. Kritiker argwöhnen, dass der Widerstand von SPÖ, FPÖ und Neos im Bundesrat den Regierenden ganz gelegen kam.

5. Jänner:

Es wird bekannt: 60.000 Impfdosen liegen wochenlang herum.

Dazu Katharina Reich „Chief Medical Officer“ in der ZiB2:

„Dass nicht sofort alle verfügbaren Impfstoffe verwendet würden, erklärte Reich damit, dass die Impfung für die Alten- und Pflegeheime eine „hochkomplexe Herausforderung“ sei. Das müsste sorgfältig geplant sein.“


6. Jänner:

Impfstart in Heimen wird vorgezogen: Noch diese Woche sollen 21.000 Dosen verimpft werden, bis Dienstag weitere 43.000. Ursprünglich war der 12. Jänner als offizieller Start vorgesehen.

12. Jänner:

Britische „Skilehrer“ bringen die hochansteckende Mutation B117 nach Jochberg, Tirol.

Ganz Tirol ist voll mit britischen Skilehrern und deren Frauen und Kindern.

14. Jänner:

Das Impfdashboard ist im Entstehen – mit der österreichischen Besonderheit keine konkreten Zahlen anzuzeigen. Anstatt echter Zahlen – wie z.B. in Italien – zeigt es „Schätzwerte“.

16. Jänner:

„Querdenker“ demonstrieren in Wien gegen die Coronamassnahmen. Unter Missachtung aller Coronaauflagen und Duldung durch die Sicherheitsbehörden.

Angeführt vom rechten Rand und dem Narrensaum unserer Gesellschaft wird auch eine „Übernahme des Parlaments“ geplant.

17. Jänner:

Die Verlängerung des Lockdowns auf den Sankt Nimmerleinstag wird verkündet.

Erstmals sind die Landeshauptleute (Ludwig, Wien, und Schützenhofer, Stmk) bei der Pressekonferenz vertreten. Ein „Schulterschluss“ soll signalisiert werden.

Ab 25. Jänner wird das Tragen von FFP2 Masken zur Pflicht und der Mindestabstand wird vom Babyelefanten zum Fassmann.

Was der Kanzler nur indirekt sagt:

„Es kann nicht sein, dass Österreich keine eigene Mutation zustande bringt. Wir haben weltweit schon soviel zur Ausbreitung beigetragen und sollen uns jetzt immer nur mit ausländischen Viren infiszieren?“

Aber Schifoan bleibt des leiwaundste wos gibt.

18. Jänner:

Ob alle Über-65-Jährigen ihre bereits im Dezember versprochene FFP2-Maske nächsten Montag tragen werden, ist ungewiss: Noch 900.000 der 1,7 Millionen FFP2-Masken werden laut Gesundheitsminister Rudolf Anschober „bis allerspätestens Ende des Monats“ geliefert.

Allerdings stammen nur 200.000 davon aus Österreich – der Rest kommt aus China. Warum?

Dazu Geschäftsführer Dominik Holzner der Grazer Firma Aventrium, einer von zwei großen FFP2-Maskenproduzenten in Österreich: „Mit uns hat bisher niemand geredet“

Ausserdem: Die genaue Zahl der bisherigen Corona-Impfungen in Österreich ist weiterhin unklar.

19. Jänner:

Kaum wird der Impfstoff unter die Bevölkerung gebracht, zeigen sich die grossen Mängel in der fehlenden Impfstrategie. Die Impfung kommt nicht immer dort an, wo sie sollte. Privilegierte (z.B. Bürgermeister aller Coleur) verschaffen sich auf dubiosen Wegen unberechtigt Zugang zur „Spritze“ die Sicherheit verspricht.

20. Jänner:

Wieder wird in Tirol „alles richtig gemacht“.

Während öffentliche Spitäler die Nachricht erhalten, dass es zu Lieferengpässen kommt, haben Privatkliniken bereits 50 Prozent ihres Personals geimpft. Es besteht auch ganz sicher KEIN Zusammenhang zwischen diesem Umstand und Mitgliedern der Adlerrunde.

21. Jänner:

Österreich fordert rasche AstraZeneca-Zulassung – denn der Impfplan wackelt.

Kanzler Kurz „7 Wissenschafter – 10 Meinungen“ will in die Zulassung von Impfstoffen eingreifen. „Das muss schneller gehen“.

Politische Einmischung bei der Zulassung von Impfungen sind ein absolutes NO-GO und kontraproduktiv. Das gehört zum Dümmsten, das unserem Kanzler (oder seinen PR-Beratern) eingefallen ist. Das ist nahezu Trumpesk.

Wahrscheinlich wussten Anschober und Kurz bereits seit November von den Problemen bei AstraZeneca. Wie aus Mails des Impfkoodinators Auer hervorgeht, wurde damals ein Pfizer-Angebot über 500 Millionen Dosen ausgeschlagen und nur die Hälfte geordert.

Das nunmehrige Desaster war also vermeidbar.


Die „Drängerei“ und das Vorschwindeln um eine Impfdosis zu ergattern erreicht einen neuen Höhepunkt. Neben div. Würdenträgern (Schönborn, Deutsch) und vor allem Funktionären, von Bürgermeistern abwäts, diverser Parteien gesellt sich nun auch noch ein Nachtclub-Besitzer dazu.

Der Salzburger LH Haslauer meint dazu, Bürgermeister hätten bei der Impfung Priorität I. Weil sie regelmäßig Kontakte in Heimen hätten.

Eine Folge des Fehlens einer zentralen und eindeutigen Impfstrategie

22. Jänner:

Österreich Letzter. Leider nicht bei schlechten Meldungen. Im Gegenteil.

In einer Liste darüber, welche Länder wie viele Sequenzierungen zwischen September 2020 und 13. Jänner durchgeführt haben, wird Österreich als absolutes Schlusslicht (mit 0,000 Prozent) genannt – noch hinter Polen, Griechenland und Kroatien. 23 europäische Länder werden darin aufgelistet, angeführt von Dänemark (15,1 Prozent).

Niemand steckt sich beim Skifahren an. Und offiziell gibt es auch keine Kurse für angehende Skilehrer.

Trotzdem gibt es nach Jochberg, Tirol, nun einen weiteren „privaten“ Cluster im Pongau, Salzburg.

42 positive Fälle bei 172 getesteten Personen.

Die Ampelkommission setzt regionale Unterscheidung aus. Bis zur Vorlage eines neuen Bewertungsrasters wird die regionale Risikobewertung eingestellt.Das nicht öffentliche Protokoll der Corona-Kommission von gestern zeigt: Das Ende der Ampelschaltungen passierte auch auf politischen Druck des Gesundheitsministers.

The Economist“ erklärt den österreichischen Bundeskanzler zum Leader jener Impfstrategie, die „the worst of two worlds“ kombiniert.

Wegen der (Liefer- und Zulassungs-)Schwierigkeiten bei AstraZeneca werden die Lieferungen für Österreich weitaus geringer ausfallen als geplant. Das hat massive Auswirkungen auf den Impfplan.  

23. Jänner:

Zur Erinnerung eine Aussage unserer Tourismusminister vom November

Trotz den seit Weihnachten „strengen“ Einreiseregelungen – eine 10tägige Quarantäne ist vorgeschrieben – ist die südafrikanische Mutation B 1.351 ist in Österreich angekommen. Natürlich in einem Skigebiet und natürlich in Tirol.

In London verbreitet sich die Virus-Mutation mit atemberaubender Geschwindigkeit. Gut, daß längst keine Flüge mehr landen dürfen. Heere von Förstern mal ausgenommen,

25. Jänner:

Südafrika-Variante außerhalb des Zillertals? Die Tiroler Behörden forschen jetzt intensiv, woher die Südafrika-Virusmutation B.1.351 im Unterland stammen könnte.  Bis zu 1.600 ausländische Gäste seien es derzeit, Geschäftsreisende, Kurpatienten und Mitglieder diverser Skiteams, die in Tirol trainieren.

FFP2 vs KN95

Kontext – Österreichisches Gesundheitsministerium verbietet KN95-Masken im Zuge der neuen FFP2-Pflicht gerade als „unsicher. Um am gleichen Tag der Zulässigkeit doch zu bestätigen.

26. Jänner:

Tirol-News: Partyurlauber aus UK, SWE und DK feiern in St. Anton. Zillertaler Hoteliers, die über Silvester im Südafrikaurlaub zum Golf spielen waren, könnten die Mutation eingeschleppt haben. Franz Hörl – Zillertaler Hotelier, Obmann des Tiroler Wirtschaftsbundes, Nationalrat und Österreichs oberster Seilbahner – wurde positiv auf das Coronavirus getestet.

27. Jänner:

Krisensitzung wegen der verzögerten Lieferung von Impfstoffen und laufende Änderungen in der Impfstrategie.

Weitere Infektionen mit der Südafrika-Mutation werden bestätigt.

28. Jänner:

Impfverzögerung um einen Monat und eine neuerliche Änderung der Impfstrategie

die ereignisse einer ganz normalen woche während der corona-epidemie, die da sind: das übliche versagen im corona-chaos. die üblichen verdächtigen im ibiza-UA. die üblichen schweinereien im bvt und zu allem überdrussdie übliche unmenschlichkeit der övp inkl. der bereits üblichen hilflosigkeit der grünen.

so auf den ersten blick hat das irgendwie alles miteinander nix zu tun. oder doch? passiert das eine, weil das andere passiert ist? hat das auch was mit gewollter ablenkung zu tun?

29. Jänner:

In St. Anton wurden Freitag 133 Leute in 44 Unterkünften kontrolliert. Aus aller Herren Länder – Ergebniss: 96 Anzeigen. Fazit: 133 Kontrollen, 96 Anzeigen = 72 %. – Alles Geschäftsreisende?

Zwischen 26. und 28. Jänner wurde die Zählung der laborbestätigten Fälle umgestellt. Vom 27. zum 28. Jänner sind 5248 Fälle dazugekommen, in den 2 Wochen davor lagen die Werte zwischen 800 und 2000.

AstraZeneca erhält EU-Zulassung. Gleichzeitig droht die EU wegen des zu erwartenden Lieferausfalls mit rechtlichen Konsequenzen. In Österreich muss nun das Nationale Impfgremium entscheiden. Heimische Experten könnten die europäische Zulassung des Impfstoffs von Astra Zeneca adaptieren

Neue Impfstoffstudien deuten Probleme mit Mutation aus Südafrika an.

Für das Wochenende wurden von der LPD Wien 17 Versammlungen angezeigt. Vorwiegend handelt es sich dabei um Kundgebungen gegen Corona-Maßnahmen. Nach der durch die LPD Wien, als Versammlungsbehörde, vorzunehmende Abwägung, werden 15 angezeigte Kundgebungen gem. §6 Versammlungsg. untersagt.

31. Jänner:

Das Nationale Impfgremium empfiehlt den Impfstoff des britisch-schwedischen Pharmakonzerns Astra Zeneca nur für unter 65-Jährige.

Trotz Demoverbot findet in Wien eine grosse „Anti-Corona-Massnahmen“-Demo statt. Getarnt als „Wallfahrt“ und einem interkonfessionellen Gottesdienst am Maria-Theresien-Platz.

„Heilige Maria, Mutter Gottes, bitte für uns Sünder jetzt und in der Stunde unseres Todes.

Zum „Spaziergang“ gekommen waren unter anderem auch Identitäre rund um Martin Sellner oder der Neonazi Gottfried Küssel samt Mitstreitern.

1. Feber:

Der Cluster um einen Kindergarten in St. Johann weitet sich aus. Bis Sonntag waren 21 Neuinfektionen gemeldet worden. Wahrscheinlich handelt es sich um die südafrikanische Mutation des Coronavirus.

Der 3. Corona-Lockdown wird gelockert, Ausgangsbeschränkungen bleiben. Die Regierung hat sich am Montag auf sanfte Öffnungsschritte ab 8. Februar verständigt.

Pamela Rendi-Wagner meint dazu: Kanzler kündigt Öffnungen und im gleichen Atemzug den nächsten Lockdown in wenigen Wochen an. Scheitern mit Anlauf?

2. Feber:

Again – Austria First

Österreichs Wirtschaft ist jene, die von Oktober bis Dezember mit einem Minus von 4,3 Prozent gegenüber dem dritten Quartal in der EU am stärksten eingebrochen ist. Die EU ist mehr als achtmal weniger geschrumpft als Österreich.

3. Feber:

Tirol hat ernste Probleme mit B.1.351. Wissenschafter*innen fordern Quarantäne für ganz Tirol.

Russischer Impfstoff Sputnik V in der EU-Warteschleife

Die Daten zur Wirksamkeit des russischen Impfstoffs Sputnik V sind zwar vielversprechend. Doch der Weg zur Zulassung durch die EMA scheint noch weit

Der Impfplan für Österreich wird auf Grund von Lieferengpässen und der eingeschränkten Zulassung von AstraZeneca evaluiert.

4. Feber:

Corona-Ampel in Wien auf Orange umgestellt. Die Bundeshauptstadt leuchtet als einziges Bundesland nicht mehr rot

Im OeNR wurden die Misstrauensanträge gegen Innenminister Nehammer abgelehnt.

Nehammer vs Kickl – das ist Brutalität.

Ebenso stimmten die Grünen gegen die Anträge von SPÖ und NEOS betreffend das humanitäre Bleiberecht.

5. Feber:

Die Pandemie wird endgültig zur Satire. Impfreisen.at geht online und verhilft ab nun „Impfwilligen“ kostengünstig und zeitnah zu Ihrer Impfung, wo von offizieller Seite versagt wurde.

Es stehen ein Diskontangebot, ein Vorzugsangebot und ein Luxusangebotzur Auswahl. Mit dem Zusatz: Profitmaximierung ist definitiv nicht der Ansatz dieser Initiative.

Der Verleger und „Nachdenker“ Mucha bietet also als „Geschäftsreise getarnten Urlaub“  an und soll Impfen „sogar umsonst“ ermöglichen weil dann sogar noch steuerlich absetzbar.

Wobei – auch der „dramatische Impf-Brief“ unseres Kanzlers an die EU ist auch erheiternd.

War da nicht was mit den „frugalen Vier“ und dadurch auch Kürzungen im EU-Gesundheitsbudget? Und jetzt erdreist sich dieser Knilch von einem Möchtegernkanzler wieder als der weisse Ritter das Abendland retten zu wollen?

Spitzenreiter der Skurrilität aber abermals Tirol: Der Tiroler AK-Präsident lehnt eine Abschottung „kategorisch“ ab, nennt die Forderung von Virologin Dorothee von Laer eine „unerhörte Frechheit“ und will den gesamten Impfstoff in Tirol sehen.

Werfen wir einen kurzen Blick auf die Tiroler in dieser Pandemie:

Von „Ischgl infiziert die halbe Welt“ über „wir haben alles richtig gemacht“, dann „Hotspot für gefährlich Südafrika-Mutanten“ und „Finger weg von Tirol, was nützt uns eine Quarantäne“ zu „Tirol fordert gesamten Österreichvorrat der Corona-Impfdosen“ in nur wenigen Monaten.

6. Feber:

Zweitwohnsitze haben sich zum “Einser-Schmäh” um die Corona-Maßnahmen zu umgehen entwickelt. Allein der Bezirk Murau in der Steiermark verzeichnet seit 20. Dezember etwa 700 neue Nebenwohnsitze.

7. Feber:

Die 8.000 Tote-Grenze wurde überschritten

Kanzler Kurz will Sputnik V in Österreich produzieren lassen

Südafrika reagiert auf Studienergebnisse, wonach das Vakzin von AstraZeneca nur begrenzten Schutz bei mild verlaufender Infektion der südafrikanischen Variante liefere und setzt Einsatz von AstraZeneca-Impfstoff aus.

Es gibt keine Einigung über einen weiteren Lockdown in Tirol auf Grund der speziellen Gefährdungslage bzgl der „Südafrika-Mutation. Aktueller Stand: 165 B.1.351-Fälle nachgewiesen, weitere 230 Verdachtsfälle.

8. Feber:

Der 3. harte Lockdown endet mit ersten Öffnungen. Der Handel darf aufsperren. Dafür sperrt das Kaufhaus Österreich wieder zu.

Auch körpernahe Dienstleister dürfen wieder öffnen. Unser Bundeskanzler gibt dazu erstaunlicherweise keine Pressekonferenz. Er hat keine Zeit. Er geht Friseur.

Ungarn hat erwartungsgemäß den russischen Corona-Impfstoff Sputnik V zugelassen. 

Tirol steht nun auf einer Stufe mit Nordkorea oder Afghanistan. – Die österreichische Bundesregierung hat eine offizielle Reisewarnung für ein eigenes Bundesland erlassen.

Ein Akt der Verzweiflung.

„Das Bundesland Tirol ist nach Südafrika die Region weltweit mit den meisten bestätigten Infektionen mit der B.1.351-Mutante…“

9. Feber:

Die aktuelle Reaktion der Regierung entspricht wohl den Wünschen dieser Adlerrunde. Ab Freitag (!) soll man einen negativen Corona-Test für Ein- und Ausreise vorweisen. Bis dahin ist der Mutation also Tür und Tor geöffnet.

Bundeskanzler Kurz auf die Frage, warum die Testpflicht bei der Ausreise aus Tirol erst ab Freitag gilt: „Wir brauchen jetzt Entschlossenheit, aber Hektik und Panik bringt auch nichts.“

Bundesheer bestätigt zwei Mutationsfälle

Ein Soldat, der in Schwaz in Tirol wohnt, kehrte Mitte Jänner offenbar infiziert aus dem Heimaturlaub in die Kaserne Aigen im Ennstal im Bezirk Liezen zurück.

10. Feber

11: Feber:

Österreich auf roter Liste mit Südafrika und Brasilien

Tirol kontrolliert seit Mitternacht Ausreisende und wird „Mutationszone“

An allen Grenzen Nordtirols müssen bei der Ausreise negative Tests vorgewiesen werden. Deutschlands Einstufung als Mutationsgebiet könnte weitere Folgen haben.

Die „Durchreise“ wird allerdings auch weiterhin ohne Test möglich sein (!)

Die Infektionszahlen in Salzburg sind nicht gut. Genau genommen sind sie sogar ziemlich schlecht. Zugleich läuft das diskrete Geschäft mit den Skitouristen aus Europa gar nicht so übel. Also für einige. Nicht für alle. Ein prachtvolles Winterwunderland für das Virus. Salzburgs Politik hat ein großes Glück: Es gibt Tirol.

64 Anzeigen gegen illegale Skiurlauber in Salzburg

Das Beherbergungsverbot soll durch Scheinanmeldungen umgangen worden sein, die Polizei hat die Kontrollen verstärkt.

12. Feber:

Die Schweiz lehnt das Oxford/Astra Zeneca Vakkzin komplett ab. Keine Zulassung aufgrund der derzeitigen Datenlage Die Schweiz verkauft nun ihre Dosen am Weltmarkt.

Deutschland hat harte Beschränkungen für Einreisen aus Tirol beschlossen. Wie das deutsche Innenministerium am Freitagabend bekannt gab, sind davon auch Pendler aus Tirol betroffen.

Erstmals tut an innerösterreichischen Grenzen das Militär Dienst. Mehr als 1.000 Bundesheer- und Polizeibeamte werden die Nordtiroler Grenzübergänge, auch die innerösterreichischen, abriegeln

13. Feber:

Wieder demonstrierten Tausende gegen die Corona-Maßnahmen in Wien.

14. Feber:

Im internationalen Vergleich zeigt sich, dass Österreich bei den Impfungen weiterhin keine entscheidenden Fortschritte macht:

15. Feber

Ab 1. März werden in Apotheken Gratisselbsttests für zu Hause abgegeben. Inwieweit diese Gültigkeit, z.B. um eine körpernahe Dienstleistung in Anspruch nehmen zu können, ist noch nicht geklärt.

Die österreichischen Fälle der „Südafrika-Variante“ machen laut Bericht 84 Prozent aller in der EU nachgewiesenen Fälle aus.

16. Feber:

Südafrika will Impfstoff AstraZeneca abgeben, da dieser gegen die Mutation B.1.351 offenbar weniger gut hilft. Die Schweizer Zulassungsbehörde lehnt den Impfstoff ab und fordert mehr Daten

Erste Lockdown-Lockerungen in Österreich soll es frühestens „rund um Ostern“ geben. Ein ziemlich genauer Indikator für die Länge eines Lockdowns scheint die Buchungsmöglichkeit in den Lokalen von Best-Buddy #broesbeforehoes zu sein. Dort finden sich bereits seit längerer Zeit Reservierungsmöglichkeiten ab Ostern. Derartige „Zufälle“ gab es auch bereits bei früheren Lockdowns.

Der Impfstoff des US-Konzerns Johnson & Johnson könnte schon bald in der EU zugelassen werden. Wie die EU-Arzneimittelbehörde EMA am Dienstag bekanntgab, ist der Antrag auf die Zulassung des Corona-Impfstoffs „Janssen“ bei der Behörde eingegangen. Er soll nun beschleunigt geprüft werden. Als frühester Zulassungszeitraum gilt März. Es ist das erste Vakzin, das mit nur einer Dosis Schutz vor einer Corona-Erkrankung bieten soll.

17. Feber

Wien startet mit Impfung der Hochrisikogruppe

Zweiter positiver Vortest auf Südafrika-Mutation in Salzburg. In Südtirol sind diese Woche sechs Fälle der südafrikanischen Coronavirus-Variante bestätigt worden. Das Land reagiert nun mit strengen Maßnahmen, vier Gemeinden werden abgeriegelt. Betroffen davon ist auch die zweitgrößte Stadt des Landes, Meran.

Die EU-Kommission hat einen Vertrag über bis zu 300 Millionen weitere Impfstoffdosen des US-Herstellers Moderna ausgehandelt.

18. Feber:

Schwedische Regionen stoppen Corona-Impfung mit AstraZeneca – „Überraschende“ Häufung von Nebenwirkungen

In Südtirol wurde derweil nach nur sechs (!) B.1.351-Fällen vier Gemeinden weitgehend abgeriegelt.

Zum Vergleich: der aktuelle Stand an bestätigten Infektionen beträgt in Österreich gesamt 436.100

20. Feber

Griechenland und Israel akzeptieren die gegenseitigen Impfausweise. Wer als israelischer Tourist nach Griechenland einreist, muss nur den Impfausweise zeigen und kann auf Tests oder Quarantäne verzichten. Zypern will sich dem anschliessen.

Erstmals H5N8-Vogelgrippe-Virus bei Menschen nachgewiesen. Russland hat nach eigenen Angaben den weltweit ersten Fall einer Übertragung des H5N8-Vogelgrippe-Virus auf Menschen entdeckt. „Informationen über den weltweit ersten Fall der Übertragung der Vogelgrippe (H5N8) auf Menschen wurden bereits an die Weltgesundheitsorganisation (WHO) gesendet“

22. Feber:

Noch immer kein wirklicher Fortschritt bei der Zahl der Impfungen. Österreich gehört weiterhin zu den Schlusslichtern, was die Anzahl der geimpften Menschen betrifft.

23. Feber:

Nach der britischen und südafrikanischen ist nun auch die brasilianische Mutation P2 in Österreich aufgetaucht.

Die Probleme mit AstraZeneca reissen nicht ab. Offenbar sollen im zweiten Quartal anstatt der vertraglich vorgesehenen 180 Millionen nur 90 Millionen Impfdosen geliefert werden.

24. Feber:

Erstmals seit November wieder mehr als 2.000 Neuinfektionen täglich.

Mayrhofen im Zillertal wird wegen Mutations-Clusters abgeriegelt. Aber erst am dem kommenden Samstag. Warum nicht sofort? Vielleicht, weil die Zillertaler Bergbahnen Saisonkarten bis 28.2. mit 40% rückvergüten müssen? Ab 1.3. gibt es keine Vergütung mehr im Fall einer Schliessung.

Aktuell gibt es 42 aktiv positive Fälle, bei mindestens 29 davon wurde die südafrikanische Mutation nachgewiesen. 

Man lernt in Tirol offensichtlich nicht aus Fehlern.

Die Südafrika-Mutation wurde auch bereits in sieben Fällen in NÖ nachgewiesen. Wie überhaupt in Niederösterreich sich die Fälle in Kindergärten häufen.

Und so sieht die aktuelle Statistik über Infektionen und Sterbefälle aus.

25. Feber:

Vor genau einem Jahr wurde in Österreich der erste Corona-Fall offiziell bestätigt.

Schweiz setzt Kärnten, Niederösterreich, Steiermark auf Risikoliste

Für Österreich wurden am Donnerstag 2.391 Neuinfektionen gemeldet.

Die Isolation des Tiroler Orts Mayrhofen geht für die Virologin Dorothee von Laer nicht weit genug.

Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) will sich wie zuvor schon Griechenland und Zypern auf dem EU-Gipfel am Donnerstag für einen „Grünen Pass“ einsetzen. 

Ein ernsthafter Vorschlag, oder auch wieder nur eine Ablenkung von der causa prima der türkisen ÖVP?

Was immer es auch ist – es ist noch ziemlich unausgegoren und nichts weiter als einfach ein Luftballon den der Kanzler hier wieder steigen lässt. Zu viele Fragen sind noch offen um ernsthaft darüber diskutieren zu können.

26. Feber:

In Österreich wurden am Freitag 2.093 Neuinfektionen gemeldet. Sieben Prozent oder jeder 14. Tote war im Jahr 2020 auf die Pandemie zurückzuführen. 

Erstmals wurde die südafrikanische Mutation auch in Oberösterreich und Vorarlberg nachgewiesen.

27. Feber:

Am Samstag wurden 2.457 neue Corona-Fälle in Österreich gemeldet.

Eine Studie zur Spanischen Grippe 1918 kommt zur Feststellung: „Geschichte wiederholt sich“ – Zwar gibt es zwischen den beiden Pandemien auch wesentliche Unterschiede, aber die wachsenden Parallelen zwischen 1918 und 2020 sind bemerkenswert.

28. Feber:

Ein neuer Sonntagsrekord an Neuinfektionen wurde verzeichnet: 2.123 neue Fälle in 24 Stunden ein. Seit Jahresbeginn hatte es an Sonntagen nie mehr als 2.000 Fälle gegeben. Die Sieben-Tages-Inzidenz pro 100.000 Einwohner stieg auf 158, die Reproduktionszahl auf 1,16. Einen deutlichen Zuwachs gab es auch auf Intensivstationen. Insgesamt befanden sich 279 Infizierte in intensivmedizinischer Versorgung. Eine Steigerung um 9 % innerhalb einer Woche. Im Februar wurden pro Tag durchschnittlich 199.851 Tests durchgeführt – ein Rekordwert. Rund 1,1 Millionen Impfdosen sollen in den kommenden Monat Österreich erreichen.

Durchimpfungsraten (Stand 27.2.) der Gesamtbevölkerung:

Erstimpfung: 4.66% (+0.26 seit dem Vortag)

Zweitimpfung: 2.6% (+0.02 seit dem Vortag)

1.März:

Heute startet die Abgabe der Gratis-CoV-Selbsttests. Mehr als 200.000 Personen gehen aber leer aus, weil sie aus der Elektron. Gesundheitsakte (ELGA) ausgestiegen sind.

Verkündungen zum weiteren Verlauf des Lockdowns auf der Pressekonferenz:

  • Zieldatum für weitere Öffnungsschritte im Bereich Kultur und Tourismus ist der April.
  • In Vorarlberg kommt es ab dem 15. März zu Öffnungsschritten im Bereich Sport, Kultur und Gastronomie.
  • ab dem 27. März in ganz Österreich zur Öffnung der Schanigärten kommen.
  • Anschober: „Das ist der Einstieg in die Regionalisierung.“

2. März

Durchimpfungsraten der Gesamtbevölkerung vom 1.3.:

  • Erstimpfung: 4.88% (+0.11 seit dem Vortag)
  • Zweitimpfung: 2.65% (+0.04 seit dem Vortag)

So ganz funktioniert das mit dem Impfen also nicht. Selbst Ketchupflaschen können das besser.

Vielleicht will Kanzler Kurz deshalb mit Ländern der sogenannten „First Mover“-Gruppe Impfstoffe zusammen mit Israel produzieren.

Günther Mayr in der Zib1 über den Plan von Sebastian Kurz in Österreich zeitnah selbst Impfstoff zu produzieren.

Wegen anhaltend hoher Infektionszahlen bereitet sich Kärntens Landeshauptmann Peter Kaiser (SPÖ) auf Ausreisetests für den Bezirk Hermagor vor. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt in Hermagor bei 664. Für die Salzburger Gemeinden Radstadt und Bad Hofgastein gelten ab Freitagmitternacht Ausreisebeschränkungen. Die Orte dürfen dann nur noch mit negativem Test verlassen werden. Die Ausreisetests für Mayrhofen werden indessen mit Mittwoch beendet.

Hygiene Austria wird verdächtigt chinesische Masken umetikettiert zu haben. An zwei Standorten wurden Hausdurchsuchungen durchgeführt. Die Justiz vermutet auch Schwarzarbeit.

3. März:

Am Mittwoch wurden 2.553 neue Corona-Fälle gemeldet.

Der Bezirk Schwaz wird durchgeimpft. 100.000 impfungen mit Biontech sofort. Die Spenden der Adlerrunde haben sich ausgezahlt. Tiroler vor der Impfung der Alten und in der Impfreihenfolge nächsten Personen. Offensichtlich alles richtig gemacht. 100.000 impfungen mit biontech sofort.

Heute in der Apotheke der Versuch Selbsttests holen – Es gibt keine mehr. Alle schon weg – am 3. Tag der Ausgabe um 9.00 Uhr morgens!

Diese Regierung bringt wirklich gar nichts auf die Reihe.

4. März:

Hermagor ist der Bezirk mit der höchsten  7-Tage-Indzidenz mit rund 660 und will nun ebenfalls geimpft werden.

Die EU-Arzneimittelbehörde startet die Prüfung zur Zulassung des russischen Impfstoffs Sputnik V.

Bundeskanzler Kurz befindet sich auf Besuch bei Netanyahu um gemeinsam mit Israel und Dänemark eine Stiftung zu gründen. Die Stiftung soll der Grundstein für eine Kooperation bezüglich der Corona-Impfstoffe sein.

Die Schwerpunkte der Zusammenarbeit sollen in der Impfstoffproduktion, der Impfstoffforschung und der Entwicklung von Medikamenten liegen. Auf auf Journalisten-Nachfrage wollte sich Netanyahu aber auf keinen konkreten Zeitplan festlegen.

Gleichzeitig in Tirol:

Novartis plant, noch heuer in Tirol die Produktion eines COVID-19-Impfstoffs zu starten. Wie heute bekanntgegeben wurde, hat das Unternehmen eine erste Vereinbarung über die Herstellung der mRNA und des vorformulierten Wirkstoffes für den COVID-19-Impfstoffkandidaten von CureVac unterzeichnet.

Wahrscheinlich erklärt der Kanzler bei seiner Rückkehr, dass er diesen Deal bei seinem Freund „Bibi“ eingefädelt hat.

Gerüchteweise wird Hygiene Austria mit der Herstellung von Impfstoffen beauftragt, der dann über das Kaufhaus Österreich verkauft wird. Da schlägt die Regierung gleich zwei Fliegen mit einer Klappe.

  • 1. Sie schafft neue Arbeitsplätze (ca. 300 – 400) die die aus China importierten Vaccine umpacken und mit „Made in Austria“ versehen.
  • 2. Das „Kaufhaus Österreich“ sichert damit, dass sich keiner diese Impfstoffe in den Umlauf kommt.

Wir sind gerettet!

5. März:

Das Nationale Impfgremium hat sich nach seiner Sitzung am Freitag für den Einsatz des Corona-Impfstoffs von Astra Zeneca ohne oberes Alterslimit ausgesprochen – also auch für Personen über 65 Jahren sowie Risiko- und Hochrisikopersonen.

Am Freitag wurden in Österreich 2.668 neue Corona-Fälle registriert.

6. März:

Neuer Rekordtag bei Corona-Impfung: 31.180 Dosen

Bedeutet für 4 Millionen Österreicher brauchen wir noch 8-9 Monate bis diese 2 Impfungen bekommen. Auf das sollte man nicht wirklich Stolz sein?

Kurz will erst bei 6.000 Neuinfektionen täglich weiter Massnahmen

Also das mit dem Platter ist zumindest amüsant.

7. März:

Im Tiroler Bezirk Schwaz haben sich bereits 40.000 von 50.000 Berechtigten zur Corona-Schutzimpfung angemeldet.

8. März:

Von Sonntag 7. März 8:00, bis Montag 8. März 8:00, gab es 2269 neuregistrierte positive Fälle. Die Vergleichszahl von gestern war 2020, die Vergleichszahl von vorigem Montag 1372.

Fünf Bundesländer verlängern Quarantäne auf 14 Tage. Grund der Quarantäne-Ausweitung in Wien, Salzburg, Kärnten, Nieder- und Oberösterreich ist die Ausbreitung der britischen Mutation

Erstmals wurde auch die brasilianische Corona-Mutation P.2 in Österreich nachgewiesen. Eine Sequenzierung hat den Verdacht bei einem Salzburger Fall bestätigt. Bisher liegen keine weiteren Verdachtsfälle vor

9. März:

Kurz zu Infektionszahlen: Anstieg war erwartbar. Die Pandemie könne nicht weggezaubert werden. Stattdessen müsse die Bevölkerung mit ihr leben, so Kurz.

10. März:

Weltweit hat die Mehrheit der ärmsten Länder noch keine einzige Impfung verabreicht, teilte Oxfam gemeinsam mit einer Allianz anderer Hilfsorganisationen mit. 

11. März:

Dänemark, Norwegen und Island wollen die aufgetretenen Krankheitsfälle nach der Verimpfung des Vakzins von Astra Zeneca genau untersuchen und setzen den Impfstoff nicht mehr ein. Österreich setzt Vakzin weiterhin ein

Die europäische Arzneimittelbehörde EMA und die EU-Kommission haben am Donnerstag grünes Licht für den Einsatz des Vakzins von Johnson & Johnson (J&J) gegeben. Der zuständige Ausschuss der EMA empfahl eine bedingte Zulassung des Impfstoffs für Personen ab 18 Jahren.

Es ist der vierte in der EU zugelassene Impfstoff.

Laut Impfdashboard wurden bisher knapp 888.000 Corona-Impfungen in Österreich  durchgeführt, geliefert wurden aber bereits 1,3 Millionen Impfdosen.

12. März:

Es wurden 3.126 Neuinfektionen in Österreich gemeldet.

Bundeskanzler Kurz vermutet einen angeblichen „Impf-Basar“ und kritisiert die EU.

13. März:

Im Stadion von Sankt Petersburg gab es beim heutigen Spiel gegen Akhmat Grosny Gratis-Sputnik für alle Impfwilligen.

14. März:

Nach Dänemark, Rumänien, Norwegen und Island hat jetzt auch Irland die Aussetzung von Astra Zeneca empfohlen. In Italien werden bestimmte Chargen des Stoffes vorerst nicht mehr verwendet. Thailand verschiebt den Start mit AstraZeneca. In den USA und der Schweiz gibt es noch immer keine Zulassung.

Unser Kanzler setzt weiter auf AstraZeneca und wird sich auch damit impfen lassen. Weil das der mit Abstand günstigste Impfstoff ist?

Die Unklarheiten betreffend den „Impf-Basar“ verlagern sich, nachdem die EU eindeutig Stellung genommen hat, nun in die Innenpolitik. Sebastian Kurz sieht die „Fehler“ nun im Gesundheitsministerium.

15. März:

Schon von Anfang an ist bei AstraZeneca einiges etwas unrund gelaufen.
Schwierigkeiten mit den Studien und der Auswahl der Probanden.
Die geringere Immunität bei div. Mutationen.
Die Lieferschwierigkeiten.

Und jetzt: Nach Deutschland entscheidet sich Italien ebefalls für vorläufigen Impfstopp. Auch Frankreich und die Niederlande haben die Impfung mit AstraZeneca ausgesetzt. In insgesamt von 15 von 27 EU-Staaten wird die Impfung bereits ausgesetzt.

Das österr. nationale Impfgremium empfiehlt Fortsetzung der Impfungen mit Astra Zeneca. Anschober fordert eine „raschestmögliche, klare Stellungnahme“ von den Europäischen Behörden ein: „Für ein gemeinsames gesamteuropäisches Vorgehen“ in Bezug auf Astra Zeneca. 

Die britische Variante B.1.1.7 sorgt für schwerere Verläufe und mehr Todesfälle. Laut neuen Studien steigt die Anzahl der Hospitalisierungen und der Sterbefälle um jeweils mehr als 60 Prozent im Vergleich zur verdrängten Normalvariante

16. März:

Nach dem Desaster mit dem Verzicht auf mögliche Impf-Dosen von Pfizer/Biontech wurde nun bekannt, dass Österreich statt 3,9 Millionen Dosen, die dem Land aufgrund der Bevölkerungsgröße zugestanden wären, nur 2,5 Einheiten von Johnson & Johnson bestellt hat. Gesundheitsminister Rudolf Anschober verteidigte die Entscheidung, die von der gesamten Regierung getroffen wurde, mit „Risikominimierung“.

Neues zum „Impf-Basar“:

17. März:

Höchste Zahl an Corona-Neuinfektionen des Jahres in Österreich: 3.239 neue Infektionen. Zuletzt gab es Anfang Dezember einen so hohen Wert. Zudem gibt es 30 neue Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19.

„Die WHO ist der Meinung, dass die Vorteile die Risiken überwiegen“, teilte die Organisation am Mittwoch in Genf mit und empfiehlt empfiehlt vorerst weiter den Einsatz von Astra Zeneca.  Die Entscheidung der EMA wird für heute erwartet.

18. März:

Die EMA hat am Donnerstag die Ergebnisse ihrer Prüfung des Astra-Zeneca-Vakzins bekanntgegeben. Sie bezeichnete den Impfstoff als „sicher und wirksam“, der Nutzen sei größer als die Risiken. Das Bewusstsein in der Bevölkerung für die Risiken solle aber erhöht und weitere Analysen sollen durchgeführt werden.

Der oberösterreichische Landeshauptmann-Stellvertreter Manfred Haimbuchner (FPÖ) wurde aufgrund des Verlaufs seiner Covid-19-Infektion am Donnerstagabend zur intensivmedizinischen Betreuung ins Linzer Kepler Universitätsklinikum verlegt und wird künstlich beatmet. Vergangene Woche war bekannt geworden, dass Haimbuchner nach dem Besuch einer Babyparty mit rund 30 Personen positiv auf das Virus getestet wurde. Die Bezirkshauptmannschaft Wels-Land hat Erhebungen eingeleitet.

19. März:

Donnerstag auf Freitag haben sich 3.515 Menschen in Österreich neu  infiziert. Und es wurde die 9.000er-Schwelle bei den Toten überschritte – Stand: 9.024

Viele EU-Staaten, darunter Deutschland, Italien und Frankreich, nehmen Astra-Zeneca-Impfungen nach der Entscheidung der EMA wieder auf. In Frankreich werden aber nur mehr über 55-Jährige damit geimpft.

Die von der Regierung angekündigten gratis Corona-Wohnzimmertests (Nasenbohrertests) sind seit dem 1. März in Apotheken erhältlich – angeblich.

Ein persönlicher Versuch am 3. März um 10.00 Uhr „mein“ Kontingent an (5/Monat) zu ergattern verlief ohne Erfolg. Nach einer anfänglich kleinen Lieferung sind diese seit Wochen nicht mehr zu bekommen. Die Stimmen, dass die Regierung Kurz auch hier versagt hat, mehrten sich.

Am 19. März war es dann bei einem anderwertig notwendige Apothekenbesuch soweit. Ich erhielt eine 5er-Packung Tests. Dem Vernehmen nach herrscht aber in weiten Teilen des Landes noch immer gähnende Leere in den Regalen.

20. März:

Innerhalb der letzten 24 Stunden gab es 4096 neuregistrierte positive Fälle. Die Vergleichszahl von vorigem Samstag 3284.

21. März:

Durchimpfungsraten der Gesamtbevölkerung

  • Erstimpfung: 10.83% (+0.39 seit dem Vortag)
  • Zweitimpfung: 3.6% (+0.1 seit dem Vortag)

Intensivmedizin – Lage zunehmend dramatisch. In einigen Regionen, besonders im Osten, sind die Intensivstationen bereits weitgehend oder sogar vollständig ausgelastet.

22. März:

Die Impfgeschwindigkeit ist zuletzt gesunken: 217.717 vorige Woche verimpfte Dosen bedeuten minus elf Prozent gegenüber der Woche davor. In Tirol sind bereits 16,1 % geimpft. Dahinter liegen Vorarlberg (13,1), das Burgenland (12,6), Niederösterreich (11,2) und Kärnten (11,1). Zum Schluss folgen Oberösterreich (10,2), (Salzburg 10,1), Wien (9,7) und die Steiermark (9,2).

Deutschland verschärft Lockdown über Ostern, vorerst keine neuen Maßnahmen in Österreich

Angesichts steigender Corona-Infektionszahlen geht Deutschland (Inzidenz knapp über 100) in den schärfsten Lockdown seit Beginn der Pandemie vor einem Jahr. Der Lockdown wird insgesamt bis zum 18. April verlängert.

In Österreich (Inzidenz 240 weiter steigend) hat der Corona-Gipfel von Bund und Ländern am Montagabend de facto ein Null-Ergebnis gebracht.

23. März:

Rund 1,3 Millionen Impfungen wurden bisher in Österreich durchgeführt. 330.000 Menschen sind bereits voll immunisiert.

After Sebastian Kurz’s broadsides against the EU and demands for a vaccine correction mechanism, the EU is now considering ways to send extra vaccines to hard hit countries – excluding Austria

24. März:

Am Mittwoch lagen in Wien 176 Corona-Infizierte in Intensivstationen – so viele wie noch nie. Bis 7. April, dem Mittwoch nach Ostern, rechnet das Expertengremium damit, dass 260 Corona-Fälle eine intensivmedizinische Betreuung brauchen.

Die Verhandlungen der Ostregion (Wien, Niederösterreich und das Burgenland) um strengere Corona-Maßnahmen brachten einen faulen (?) Kompromiss. Ein Lockdown „light“ wurde vereinbart.

In Deutschland hat Bundeskanzlerin Angela Merkel die mit den Ländern verabredete Ruhetagsregel über die Ostertage zurückgenommen und sich für die entstandene Verunsicherung entschuldigt. 

25. März:

EU-Staaten einigen sich auf Kompromiss bei der Impfstoffverteilung. Zehn Millionen vorgezogene Impfdosen sollen bis Ende Juni verteilt werden. Das soll den Abstand bei den Verimpfungsraten in der EU auszugleichen. Wie die Dosen aufgeteilt werden, ist offen. »Sebastian Kurz«, bilanzierte ein EU-Diplomat, »hat sich verzockt.«

Die ultimative Zusammenfassung der österreichischen Corona-Politik. Mit „Ohne“ Pointe.

26. März:

Diesen Freitag wurden in Österreich 3.895 Neuinfektionen gemeldet.

Die Ampel-Kommission begrüßt den kurzen „Lockdown“ in der Ostregion zu Ostern und empfiehlt, diesen auf den größten Teil des Bundesgebiets auszuweiten.

27. März:

2.156 Personen befinden sich in krankenhäuslicher Behandlung, davon 504 auf einer Intensivstation.

Erst am Montag soll die Verordnung für die „Osterruhe“ vorliegen. Gesundheitsminister Anschober appelliert bereits jetzt, auf Reisen rund um Ostern zu verzichten und physische Kontakte zu reduzieren. Lockdown statt Osterfest – zu spät, zu kurz, zu unentschlossen?

28. März:

Deutschlands Bundesregierung warnt vor der „gefährlichsten Phase der Pandemie“. Mögliche Virusmutationen und zu rasche Öffnungsschritte würden ein Risiko bergen. In Tirol wird im Bezirk Kufstein ab Mittwoch eine Ausreisetestpflicht eingeführt. Grund dafür ist das Vorkommen der britischen Virusmutation mit weiteren Mutationsmerkmalen. Gleichzeitig soll eine Ausreisetestpflicht für das ganze Bundesland – Osttirol ausgenommen – in Kraft treten.

seit mehr als einem jahr quält uns der deppade virus. das macht müde. aber halt nicht nur müd. auch wütend. drum ist heutzutage die ganze welt mütend.

29. März:

Durchimpfungsraten der Gesamtbevölkerung

  • Erstimpfung: 12.72% (+0.11 seit dem Vortag)
  • Zweitimpfung: 4.64% (+0.05 seit dem Vortag)

Es wurden in Österreich 3.076 Neuinfektionen und 19 Todesfälle in Verbindung mit dem Coronavirus gemeldet. Am vergangenen Montag waren mit 2.412 noch deutlich weniger Neuerkrankungen gemeldet worden.

Wien verlängert den Osterlockdown bis 11. April. 
Gesundheitsminister Rudolf Anschober begrüßt den Wiener Vorstoß und setzt sich für einen verlängerten Lockdown in anderen Bundesländern ein.

30. März:

Neues von der „Impfstofffront“:

  • Johnson & Johnson liefert ab 19. April in Europa. Der Impfstoff muss im Unterschied zu anderen Präparaten nur einmal verimpft werden und soll auch gegen die Mutationen des Coronavirus schützen
  • In Deutschland wurde beschlossen, dass AstraZeneca in der Regel nur noch für Menschen ab 60 Jahren eingesetzt werden soll. Erst am vergangenen Montag hatte Kanada bekannt gegeben, dass es die Impfungen mit dem AstraZeneca-Impfstoff für Menschen unter 55 Jahren vorübergehend ausgesetzt werden. 
  • Österreich verhandelt mit Russland über eine Million Sputnik-Dosen. In der Europäischen Union ist Sputnik V derzeit aber noch nicht zugelassen.
  • Das Tübinger Biotech-Unternehmen Curevac geht weiter davon aus, dass sein Corona-Impfstoff Anfang Juni auf den Markt kommt. Er sei zuversichtlich, rechtzeitig eine Zulassung der Europäischen Arzneimittelbehörde (EMA) zu erhalten, so dass in zwei Monaten mit den Curevac-Impfungen begonnen werden könne,
  • Austria is threatening to block the European Commission from securing another 100 million BioNTech/Pfizer vaccine doses unless Vienna gets a bigger slice of the delivery, according to diplomats from three EU countries.

Heute wurde bekannt, dass am 26. März in Österreich erstmals die brasilianische Virusmutation P.1 nachgewiesen werden konnte.

Italien verhängt eine Quarantäne bei der Einreise aus anderen EU-Ländern.

31. März:

Die Ampelkommission schätzt die Risikolage nun für ganz Österreich wieder als sehr hoch ein und stellt daher durchgehend auf Rot – auch Vorarlberg.

Ab Donnerstag muss an belebten Plätzen in Wien eine FFP2-Maske getragen werden; zu diesen zählen unter anderen der Stephansplatz, der Karlsplatz und der Donaukanal

Nach Wien und Niederösterreich hat nun auch das Burgenland die Verlängerung des Lockdowns über Ostern hinaus bis zum 11. April bekannt gegeben.

1.April:

Die WHO steht bei ihrem Ziel, bis zum 10. April in allen Ländern der Welt mit Impfungen gegen das Coronavirus zu beginnen, vor dem Scheitern. WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus hatte reiche Länder vergangene Woche aufgerufen, dringend zehn Millionen Impfdosen aus ihren Beständen zu spenden. Bis Donnerstag erhielt er aber keine Zusagen.

Im Streit um die zehn Millionen zusätzlichen Biontech/Pfizer-Impfdosen für die EU gibt es nun eine Einigung. Österreich erhält statt der von Kurz angekündigten 400.000 zusätzlichen Impfdosen nun entsprechend dem Bevölkerungsschlüssel 198.815.

Am Solidaritätsausgleich für die ins Hintertreffen geratenen Staaten Bulgarien, Kroatien, Estland, Lettland und die Slowakei beteiligen sich nur 24 EU-Staaten Österreich, Slowenien und Tschechien helfen den benachteiligten Staaten nicht. Ein EU-Diplomat:

»Es ist bedauerlich, dass Österreich, Slowenien und Tschechien ausscheren und sich dieser solidarischen Geste verweigern. Das ist völlig unverständlich, da insbesondere Österreich (für Schwaz) und Tschechien noch vor Kurzem von der EU-Solidarität profitiert und jeweils 100.000 Impfdosen zusätzlich erhalten haben.«

2. April:

Komplexitätsforscher Peter Klimek hat im Ö1-Morgenjournal erklärt, dass kurze und dafür harte Lockdowns am sinnvollsten in der Pandemiebekämpfung seien: „Kurz deshalb, damit man nicht in die Pandemiemüdigkeitsfalle kommt, und hart deswegen, damit man in einer kurzen Zeitspanne einen möglichst großen Effekt erzielt.

Fauci says U.S. may not need AstraZeneca COVID-19 vaccine

The vaccine, once hailed as another milestone in the fight against the COVID-19 pandemic, has been dogged by questions since late last year, even as it has been authorized for use by dozens of countries, not including United States.

3. April:

Kanzler Kurz verspricht in seiner Osteransprache wieder einmal Licht am Ende des Tunnels. Aber eigentlich will er uns etwas ganz anderes sagen.

4. April:

„Osterruhe“ – Die Polizei löste am Samstag Partys in Oberösterreich und Niederösterreich auf, mehrere Personen wurden angezeigt, weil sie gegen die Corona-Maßnahmen bzw. den Oster-Lockdown verstoßen haben. Insgesamt wurden am Oster-Sonntag 2.743 Neuninfektionen gemeldet

5. April:

Laut Innenministerium wurden von Gründonnerstag bis Ostersonntag österreichweit 524 Anzeigen wegen der Missachtung von Ausgangsbeschränkungen erstattet.

Die Produktionsstandorte für Impfstoffe werden in der EU weiter ausgebaut, neue Standorte werden regelmäßig eröffnet.

Arbeitsminister Kocher erklärt in der ZiB2 warum die Aufstockung der Notstandshilfe auf die Höhe des Arbeitslosengeldes mit 31. März beendet wurde. Man setzt auf „andere Massnahmen“.

6. April:

EMA-Vertreter: Zusammenhang zwischen Astra-Zeneca-Impfung und Thrombosen

Der Lockdown im Osten Österreichs wird bis zum 18. April verlängert.

7. April:

Durchimpfungsraten der Gesamtbevölkerung vom 6.4.

  • Erstimpfung: 14.67% (+0.26 seit dem Vortag)
  • Zweitimpfung: 5.7% (+0.11 seit dem Vortag)

Das slowakische Arzneimittelamt erteilt Sputnik V keine Zulassung weil wegen fehlender Informationen  keine Überprüfung der Sicherheit möglich ist.

Astra Zeneca: EU-Arzneimittelbehörde sieht möglichen Zusammenhang mit Thrombosen, empfiehlt aber Weiterverwendung.

8. April:

Ungünstige Prognose für die Impfzahlen in Österreich im EU-Vergleich für das 2. Quartal 2021 wurde von Politico veröffentlicht.

Diese Woche ist, entgegen den vereinbarten Liefermengen, überhaupt kein Impfstoff von Astra Zeneca in Österreich eingetroffen. Unklar ist, ob es weitere Ausfälle geben wird. Trotzdem gibt es in Wien ab Freitag über 105.000 neue Impftermine.

Die Corona-Ampel bleibt im ganzen Land rot. Die schlechteste Entwicklung der Fallzahlen gab es vergangene Woche in Vorarlberg, das seit einiger Zeit eine Öffnungsstrategie u.a. in der Gastronomie verfolgt.

9. April:

Die EMA prüft Hinweise auf mögliche schwere Nebenwirkungen. Bei Astra Zeneca wird ein möglicher Zusammenhang zum Kapillarlecksyndrom, einer seltenen Gefäßerkrankung, untersucht, wie die EMA am Freitag mitteilte. Bei Johnson & Johnson geht es um Thrombosen.

Mit 77.736 Corona-Schutzimpfungen wurde am Freitag ein neuer Tageshöchstwert in der Impfkampagne gegen das Virus erreicht.

10. April:

#w1004 – Die „Mutter“ aller Demonstrationen“ in Wien. Unter den Teilnehmenden befanden sich wieder zahlreiche Rechtsextreme sowie gewaltbereite Demonstranten. Nach heftigen Zusammenstößen mit der Polizei bei der Corona-Demo gab es einige Festnahmen. Die Polizei erklärte die Demo für aufgelöst, trotzdem kam zu weiteren Zusammenstößen. Insgesamt kam es zu 15 Festnahmen und 649 Anzeigen.

11. April:

Am Sonntag wurden 2.252 Neuinfektionen gemeldet. Bisher wurden bundesweit zwei Millionen Impfdosen verteilt.

12. April:

Ich geb zu, ich war ein bissal aufgeregt. Dabei gibt’s da eigentlich eh nix zum Aufregen. Mir täten da schon ein paar aufregendere Sachen einfallen als so ein Jauckerl. Trotzdem – ich freu mich.

„Erststich“ mit Moderna

Aktuelle Durchimpfungsrate der Gesamtbevölkerung

  • Erstimpfung: 17.08% (+0.29 seit dem Vortag)
  • Zweitimpfung: 7.12% (+0.07 seit dem Vortag)

Wien und Niederösterreich verlängern Lockdown bis 2. Mai. Das Burgenland wartet mit einer Entscheidung noch.

In Europa hat die Anzahl der Coronatoten die Marke von einer Million überschritten.

Indien und Südafrika haben bei der Welthandelsorganisation eine Anfrage zur Aussetzung der Patente/Medizin gegen das Virus gestellt. 100 Länder stimmten zu.

13. April:

Gesundheitsminister Anschober verkündet seinen Rücktritt, begründet das mit seiner angeschlagenen Gesundheit, kritisiert aber auch Parteitaktik.

Der neue Gesundheitsminister, Allgemeinmediziner Mückstein, will „unpopuläre Entscheidungen“ treffen.

Bürgermeister Ludwig gab bekannt, dass der Maiaufmarsch der Wiener SPÖ auch für heuer abgesagt ist.

Gleichzeitig mit dem Eintreffen der ersten J&J-Vakzine in Österreich gab das Unternehmen bekannt: „Wir haben die Entscheidung getroffen, die Markteinführung unseres Impfstoffs in Europa aufzuschieben“. Der Schritt folgt auf die Empfehlung der US-Behörden, Impfungen mit dem Vakzin des Herstellers auszusetzen. Als Grund wurden vereinzelte Fälle von seltenen Blutgerinnseln genannt. Insgesamt wurden heute 16.800 Dosen geliefert, teilte das Gesundheitsministerium mit. Bestellt wurden 2,5 Millionen Dosen.

14. April:

Im Gegensatz zu Wien und Niederösterreich wird das Burgenland den Ost-Lockdown nicht bis 2. Mai verlängern.

The EU Commission has decided not to renew COVID-19 vaccine contracts next year with AstraZeneca and Johnson & Johnson

Biontech liefert 50 Millionen Dosen früher an EU. Für Österreich bedeutet dies eine Million vorgezogene Biontech/Pfizer-Dosen bis Juni.

In einer ersten Reaktion erkennt unser Kanzler an, dass dies ein Verdienst der EU ist.

Die offizielle ÖVP verkündet diese frohe Botschaft in etwas eigenartiger Weise als Verdienst von Sebastian Kurz

Aber weder hat diese Lieferung auch nur das geringste mit Sebastian Kurz und seinem „Kampf“ zu tun, noch sind das „zusätzliche“ Impfstoffe.

Wie es richtig gemacht wird, zeigt die Premierministerin von Estland

Dänemark stoppt Astra Zeneca dauerhaft und Impfungen mit Johnson & Johnson werden wie in den Niederlande vorübergehend ausgesetzt. In den USA verzögert sich die Entscheidung zur Verwendung des Impfstoffes von J&J.

15. April:

Das österreichische Covid-Prognose-Konsortium und die Ampelkommission sehen den Höhepunkt der dritten Corona-Welle erreicht 

16. April:

Am Freitag gedachte das offizielle Österreich der Toten der Corona-Pandemie.

Seit Pandemiebeginn wurden 589.299 Menschen positiv auf das Coronavirus getestet. Insgesamt sind 9.843 Personen mit oder am Coronavirus verstorben, 30 davon kamen von Donnerstag auf Freitag (Stand: 09:30 Uhr) dazu.

Derzeit befinden sich 2.122 Personen in krankenhäuslicher Behandlung, davon 558 auf Intensivstationen.

Wie teilen sich die Neuinfektionen auf die einzelnen Bundesländer auf?
Burgenland: 43
Kärnten: 184
Niederösterreich: 393
Oberösterreich: 372
Salzburg: 114
Steiermark: 374
Tirol: 237
Vorarlberg: 82
Wien: 617

17. April:

Aktueller Stand der Impfungen:

  • Erstimpfung: 19.59% (+0.37 seit dem Vortag)
  • Zweitimpfung: 8.01% (+0.21 seit dem Vortag)

18. April:

Das Burgenland beendet am Montag den harten Lockdown. Dieser Schritt des Landeshauptmanns Hans Peter Doskozil (SPÖ) wurde von Parteikollegen hart kritisiert.

19. April:

Der neue Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein (Grüne) wurde am Montagvormittag (in weissen Turnschuhen) von Bundespräsident Alexander Van der Bellen angelobt. Er folgt Rudolf Anschober nach.

20. April:

EMA gibt grünes Licht für Johnson & Johnson. Der Corona-Impfstoff des amerikanischen Herstellers kann in der EU nun uneingeschränkt verwendet werden. Das Risiko von Hirnvenenthrombosen soll allerdings in den Beipackzettel aufgenommen werden.

Eine schlechte Nachricht: Rund ein Jahr nach ihrer Covid-19-Infektion ist bei rund zwei Drittel der Teilnehmer einer groß angelegten Wiener Studie zufolge ein „doch deutliches“ Abfallen der Antikörper-Titer zu verzeichnen. Eine Erkenntnis aus der Untersuchung sei auch, dass hohe Antikörperlevels nicht unbedingt einen Schutz vor Reinfektionen mit dem Sars-CoV-2-Virus bieten.

21. April:

Die USA haben nun für sämtliche EU-Staaten eine Reisewarnung ausgesprochen.

Der neue Gesundheitsminister hält im Parlament seine erste Rede – mit FFP2-Maske

22. April:

Todesfälle überschreiten 10.000er-Marke

Mit dem heutigen Tag wurden insgesamt 10.026 Todesopfer seit Pandemiebeginn in Österreich gemeldet.
Das erste Covid-19-Todesopfer in Österreich gab es am 12. März 2020. Seither sind genau 406 Tage vergangen – im Schnitt kamen jeden Tag mehr als 24 Tote hinzu. Am Donnerstag waren es bereits 10.026 Menschen, die an oder mit Covid-19 gestorben sind. Pro 100.000 Einwohner sind somit bereits 112,6 Menschen in Österreich an Corona gestorben.

Die EU-Arzneimittelagentur Ema hat keine Einwände dagegen, dass der Corona-Impfstoff des amerikanischen Herstellers Johnson & Johnson künftig in der EU eingesetzt wird. Ähnlich wie für das Vakzin von Astra-Zeneca empfahl der Pharmakovigilanz-Ausschuss der EU-Behörde am Dienstag, in den Beipackzettel des Präparats einen Hinweis auf das Risiko äußerst selten auftretender Hirnvenenthrombosen aufzunehmen.

Corona-Ampel bleibt in ganz Österreich rot, Kommission erwartet „stabile Entwicklung“und begrüßt den Lockdown in Wien und Niederösterreich. Sorge bereitet die rasche Ausbreitung der  „Fluchtmutation“ E484K in Tirol, die den Impfschutz herabsetzt. Diese Fälle haben zuletzt sehr stark zugenommen. In Vorarlberg wird ein weiterer Anstieg der Infektionszahlen vorausgesagt. Seit den Öffnungsschritten am 15. März haben sich die Coronafälle in Vorarlberg vervierfacht. 

23. April:

Bund, Länder, Gemeinden und Sozialpartner haben die Lockerungen der Corona-Maßnahmen diskutiert. Folgende Punkte wurde beschlossen:

Öffnungsschritte kommen ab 19. Mai in Gastro, Kultur, Tourismus und Sport. Grundvoraussetzung für den Zutritt wird der grüne Pass sein.

Ulrich Herzog, erster Vorsitzender der Corona Kommission spricht bei der Sitzung davon, dass die geplanten Öffnungen eine „Wette gegen den Impffortschritt“ seien. „Es sei zu hoffen, dass man diese Wette nicht verliert.“

24. April:

Die Situation in Indien verschärft sich zusehends. Iran kündigte bereits einen Einreisestopp an. Deutschland stoppt Flugverkehr aus Indien. Auch in der Schweiz wurde erstmals ein Infektionsfall mit der indischen Coronavirus-Variante B.1.617 nachgewiesen. „Die indische Mutationsvariante des Virus, die besonders ansteckend und besonders gefährlich sein soll, führt uns deutlich vor Augen, wie wichtig internationale Absprachen, konsequente Lockdown-Maßnahmen und Einschränkungen der Mobilität sind“ sagt Weltärzte-Präsident Frank Ulrich Montgomery und sprach sich für Schutzmaßnahmen gegen die indische Corona-Variante aus.

Meanwhile in Austria:

Geschafft! Vorarlberg hat jetzt die höchste Wocheninzidenz aller Bundesländer und weiter steigend. Die drei östlichen Bundesländer sind nun diejenigen mit der niedrigsten Inzidenz.

25. April:

Mit dem heutigen Sonntag wurden in Österreich 2.025 neue Corona-Fälle gemeldet und haben zwei Millionen Menschen in Österreich zumindest eine Teilimpfung gegen das Coronavirus erhalten.

Zahlen und Fakten der Coronakrise: 94.000 Haushalte in Österreich können es sich nicht leisten, die Wohnung angemessen warm zu halten.  17.000 Mieter sind von Delogierungen bedroht. Türkis/Grün lehnt eine Erhöhung der Anzahl der Intensivbetten ab und der ÖVP-Abgeordnete Pöttinger begründet das damit, dass mehr Intensivbetten mehr Tote nach sich ziehen.

26. April:

Bis zum 26. April um 9:30, wurden 10098 COVID-19-Todesfälle gemeldet.

Vorarlberg reagiert mit lokalen Verschärfungen auf den Infektionsanstieg. Vor allem Junge infizieren sich: „Auffallend ist bei den unter 18-Jährigen, dass es mehr Infektionen bei den Null- bis Fünfjährigen gibt und bei Fünf- bis Zehnjährigen mehr als bei den über Zehnjährigen„. Kanzler Kurz dazu: „Wenn Sie mich fragen, finde ich dass sich die Situation in Vorarlberg eigentlich sehr sehr positiv entwickelt hat. Ich hätte mir einen wesentlich schnelleren Anstieg der Infektionszahlen erwartet.“

Im Streit über ausbleibende Impfstofflieferungen hat die EU-Kommission rechtliche Schritte gegen den Hersteller AstraZeneca eingeleitet. Man habe das Verfahren vor einem belgischen Gericht auch im Namen der 27 Mitgliedsstaaten gestartet, teilte ein Kommissionssprecher am Montag mit.

Eine Studie aus Schottland zeigt positive Impfeffekte – ein Minus von 91 Prozent an Hospitalisierungen bei mRNA-Vakzinen. Beim Astra-Zeneca-Impfstoff landen 88 Prozent weniger Patienten im Spital

27. April:

Auch Wien beendet ab 3. Mai den harten Lockdown. Gastronomie und Kultureinrichtungen bleiben vorerst noch geschlossen.

Der grüne Pass soll in Österreich Mitte Mai als Zutrittskarte für Geimpfte, Getestete und Genesene eingeführt werden. Ab Juni sollen die Nachweise in einem national gültigen QR-Code gesammelt werden, bis im Sommer der europäische grüne Pass eingeführt wird.

Zwischen 3. April 2020 und 20. April 2021 sind in Österreich zumindest 137 verschiedene Varianten des Coronavirus aufgetreten. Das hat die AGES am Dienstag bekannt gegeben, indem sie den ersten so genannten GISAID-Report online gestellt hat, der den freien Zugang zu Genomdaten von SARS-CoV-2-Viren fördern soll. Mit Abstand am häufigsten wurde hierzulande die britische Variante B.1.1.7 detektiert.

28. April:

Aktuelle Durchimpfungsrate der Gesamtbevölkerung Stand 28.4.

  • Erstimpfung: 24.28% (+0.46 seit dem Vortag)
  • Zweitimpfung: 9.14% (+0.15 seit dem Vortag)

29. April:

Seit heute steht der Impfstoff von Johnson & Johnson in Österreich allen impfbaren Personen zur Verfügung.

Biontech rechnet mit Impfstoffzulassung für ältere Kinder im Juni, für alle ab September. Eine Zulassungsstudie bei Zwölf- bis 15-Jährigen ergab eine Wirksamkeit von 100 Prozent gegen Covid-19. Auch Moderna hat im März mit zwei klinischen Studien begonnen – darunter ebenfalls eine Dosisfindungsstudie mit 6.750 Kindern im Alter zwischen sechs Monaten und elf Jahren. Bis Sommer sollen erste Ergebnisse vorliegen.

30. April:

Frankreich hat erste Fälle der indischen Coronavirus-Variante B.1.617 registriert. Es handelt sich um drei infizierte Personen, die zuvor in Indien waren. Auch in Salzburg wurde diese Woche erstmals eine Coronainfektion nachgewiesen, bei der es sich wahrscheinlich um die in Indien grassierende Variante des Virus handelt.

Experten haben sich am Donnerstag gegen „österreichische Sonderlösungen“ bei der Umsetzung des geplanten grünen Passes ausgesprochen. Es brauche eine koordinierte EU-weite Regelung, hieß es in einer Stellungnahme.

1 Mai:

In Salzburg wurde am Samstag ein zweiter Verdachtsfall der indischen Mutation offiziell bestätigt, auch im burgenländischen Nickelsdorf gibt es drei Verdachtsfälle.

Die Corona-Ampel bleibt bundesweit rot und Vorarlberg der Corona-Hotspot. Das Bundesland hatte laut Daten der Ampelkommission in der vergangenen Woche mit Abstand die höchsten Infektionszahlen in Österreich. 

Der Maiaufmarsch der Wiener SPÖ fand nur virtuell statt. Die Teilnehmerzahlen bei den Anti-Corona-Demos sinken. Bei einer linken Veranstaltung im Sigmund-Freud-Park, kam es zu Zwischenfällen.

Durchimpfungsraten der Gesamtbevölkerung vom 1.5.

  • Erstimpfung: 26.13% (+0.36 seit dem Vortag)
  • Zweitimpfung: 9.56% (+0.09 seit dem Vortag)

2. Mai:

Fast drei von vier Österreichern würden eine Impfung mit dem Vakzin von Astra Zeneca verweigern. Das geht aus der Österreich-Trend-Meinungsumfrage hervor.

3. Mai:

Heute wurde in Wien und Niederösterreich der harte Lockdown beendet. Geschäfte öffnen wieder, ebenso persönliche Dienstleister wie Friseure. In Wien fällt auch die Maskenpflicht an belebten Orten.

In einer Sondersitzung im Nationalrat wurde unter anderem die Gleichstellung von Geimpften und Genesenen beschlossen. Geimpfte werden damit nach den Öffnungsschritten am 19. Mai keine Zugangstests mehr benötigen. Auch die ersten rechtlichen Bausteine für den grünen Pass wurden beschlossen.

4. Mai:

Der aktuelle „Impfstand“ in Wien:

Die EU-Arzneimittelbehörde hat das Prüfverfahren für den Impfstoff des chinesischen Herstellers Sinovac gestartet.

Der Tiroler Gesundheitslandesrat  „alles richtig gemacht“ Tilg ist zurück getreten. Mit den Ungereimtheiten rund um den größten Auftrag für PCR-Testungen in Tirol hat das sicher nichts zu tun.

Diese Karte zeigt die Covid-Datenlage der EU-Mitglieder. Einzig aus Österreich wurden keine Daten gemeldet.

5. Mai:

Österreich kauft für 2022/23 zusätzlich 42 Millionen Impfdosen.

Durchimpfungsraten der Gesamtbevölkerung vom 5.5.

  • Erstimpfung: 27.64% (+0.63 seit dem Vortag)
  • Zweitimpfung: 10.16% (+0.18 seit dem Vortag)

6. Mai:

Wien wird die bundesweiten Öffnungsschritte am 19. Mai in vollem Umfang mittragen. Gastronomie, Hotellerie und Kulturbetriebe werden genauso wie Sporteinrichtungen öffnen. Begleitet wird die Öffnung von mehr PCR-Testmöglichkeiten und strengen Kontrollen.

Die Corona-Ampel-Kommission empfiehlt Konzentration auf Zielgruppen.

7. Mai:

Die WHOhat eine Notfallzulassung für den chinesischen Impfstoff von Sinopharm erteilt.

Interessant eine Aufstellung der Inzidenzien nach Altersgruppen

8. Mai:

Die EU hat den Kauf auf bis zu 1,8 Milliarden weitere Impfdosen von Biontech/Pfizer fixiert. Damit sollen Impfungen für Erwachsene aufgefrischt und auch Kinder immunisiert werden. Die Menge soll bis 2023 geliefert werden

9. Mai:

Die EU hat den Kauf auf bis zu 1,8 Milliarden weitere Impfdosen von Biontech/Pfizer fixiert. Damit sollen Impfungen für Erwachsene aufgefrischt und auch Kinder immunisiert werden. Die Menge soll bis 2023 geliefert werden. Gleichzeitig erklärte Binnenmarktkommissar Thierry Breton am Sonntag, dass die EU keinen weiteren Astra-Zeneca-Impfstoff mehr bestellt. 

Eine Aufstellung der Inzidenzen nach unterschiedlichen Quellen. Das zeigt, dass die Datenlage in Österreich gelinde gesagt „eigenartig“ ist.

10. Mai:

Die Europäische Arzneimittelbehörde EMA könnte den Biontech-Pfizer-Impfstoff noch diesen Monat auch für Zwölf- bis 15-Jährige zulassen. Die US-Arzneimittelbehörde hat den Impfstoff von Biontech/Pfizer für Kinder ab zwölf Jahren freigegeben. 

Heute wurde die Verordnung für die geplanten Öffnungen ab 19. Mai präsentiert. 

11. Mai:

Im Burgenland wurden drei Fälle der „indischen“ Mutation bestätigt. In Tirol wurde zudem ein neuer Verdachtsfall gemeldet.

Durchimpfungsraten der Gesamtbevölkerung

  • Erstimpfung: 30.33% (+0.35 seit dem Vortag)
  • Zweitimpfung: 11.06% (+0.11 seit dem Vortag)

12. Mai:

Am Mittwoch wurden 1.194 Neuinfektionen in Österreich gemeldet und die 7-Tage-Inzidenz ist auf 86 gesunken.

Die Ermittlungen des WKStA gegen Bundeskanzler Kurz, die diesen nun wegen einer Falschaussage im Ibiza-UA als Beschuldigten führt, drängen alle anderen Meldungen in den Hintergrund. Damit schafft er es auch in die Top-News der Washington Post oder der BBC.

13. Mai:

Zumindest bis Juni wurden die Landeverbote für Flugzeuge aus Indien, Brasilien und Südafrika aufgrund der dort grassierenden Coronavirus-Mutationen verlängert.

Vollständig gegen Corona geimpfte Menschen müssen in den USA einer Empfehlung der Gesundheitsbehörde CDC zufolge in vielen Innenräumen keine Masken mehr tragen und sich auch nicht mehr an die Abstandsgebote halten.

14. Mai:

Erstmals seit sechs Monaten müssen weniger als 1.000 Covid-Patienten in Österreich im Krankenhaus behandelt werden. Die Reproduktionszahl ist auf 0,8 gesunken, alle Bundesländer – mit Ausnahme Vorarlbergs – weisen eine Inzidenz unter 100 auf

In Österreich wurden am Freitag 887 Neuinfektionen mit dem Coronavirus gemeldet.

15. Mai:

Durchimpfungsraten der Gesamtbevölkerung

  • Erstimpfung: 32.84% (+0.72 seit dem Vortag)
  • Zweitimpfung: 11.86% (+0.24 seit dem Vortag)

16. Mai:

Was Geimpfte wissen sollten

Heute um 0.00 Uhr endete die nächtliche Ausgangssperre.

17. Mai:

Erstmals seit acht Monaten gibt es weniger als gemeldete 500. Exakt 476 Neuinfektionen.

Der deutsche Gesundheitsminister hat angekündigt, dass die Priorisierung der Impfung gegen das Coronavirus in Deutschland mit 7. Juni fallen soll. 

18. Mai:

Erstmals seit sieben Monaten gibt es in Österreich wieder weniger als 10.000 Sars-CoV-2-Positive.

Allerding wurde nun auch in Oberösterreich am Dienstag zum ersten Mal die sogenannte indische Virusvariante nachgewiesen.

19. Mai:

Alles wieder offen.

#comeback #backinoffice #backatwork #backoncourt Nach fast 7 Monaten endlich wieder jene Bretter unter den Füssen, die für mich die Welt bedeuten. Nein – ich bin nicht Alitalia geflogen und das ist auch nicht Moskau.

Die Bundesregierung feiert das Ende des Lockdowns öffentlich mit Stelze im Schweizerhaus. Begleitet von einem Pfeifkonzert und unter Polizeischutz. Ein PR-Termin der nicht ganz nach Plan gelaufen ist.

20. Mai:

Heute Donnerstag wuden 562 Neuinfektionen registriert.

21. Mai:

Forscher erwarten trotz Impfungen neue Corona-Welle im Herbst. – Wegen Lücken bei der Immunisierung wird das Virus wieder um sich greifen, prognostiziert ein Expertenpapier. Die Welle werde zwar kleiner ausfallen, aber Einschränkungen des Alltags nötig machen. Die Regierung hat angekündigt, dass es im Herbst eine dritte Impfung geben soll. 

22. Mai:

Aktueller Stand der Impfungen:

  • Erstimpfung: 36.94% (+0.76 seit dem Vortag)
  • Zweitimpfung: 13.91% (+0.41 seit dem Vortag)

Die 7-Tages-Inzidenz  sinkt weiter und liegt nun bei exakt 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner

23. Mai:

Am Sonntag wurden 504 Neuinfektionen registriert. Die Sieben-Tages-Inzidenz sinkt auf 48,1 pro 100.000 Einwohner.

24. Mai:

Aktueller Stand der Impfunen:

  • Erstimpfung: 37.61% (+0.21 seit dem Vortag)
  • Zweitimpfung: 14.26% (+0.12 seit dem Vortag)

Die Türkis-Grüne Koalition ist uneins über nächste Öffnungsschritte. Bundeskanzler Sebastian Kurz nannte den 17. Juni als Datum und wurde dafür von Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein hart kritisiert. Allerdings verkündet dieser in der ZiB2 weitere Lockerungen schon für 10. Juni.

Wer verspricht uns jetzt eigentlich zuerst, dass der Sommer kommt und das dementsprechende Wetter dazu? #zib2 #mueckstein #kurz

25. Mai:

Am Dienstag wurden in ganz Österreich 398 Neuinfektionen gemeldet.

Wegen der indischen Virusvariante wurde erneut ein Landeverbot für Flugzeuge aus Großbritannien verhängt.

26. Mai:

27. Mai:

Lt. Kommission der Corona-Ampel findet sich erstmals seit Monaten kein Bundesland mehr in der roten Zone.

28. Mai:

Die Bundesregierung hat für 10. Juni und 1. Juli weitere Öffnungsschritte verkündet.

Die Europäische Arzneimittelbehörde EMA gab am Freitag den Impfstoff von Biontech/Pfizer auch für Zwölf- bis 15-Jährige frei. 

29. Mai:

Aus unserem Lieblingsbundesland: Tirol hat für das Pitztal (Bez. Imst) eine Ausreisetestpflicht ab heute bis einschließlich 9. Juni verfügt – auch für Geimpfte und Genesene. In einer Aussendung des Landes hiess es: „Im Pitztal verzeichnen wir ein dynamisches Infektionsgeschehen.“

31. Mai:

Völlig „überraschend“ stellt sich heraus, dass zwei wesentliche Ankündigungen unsere Bundeskanzlers doch nicht, wie von ihm versprochen, eingehalten werden:

  • Der „grüne Pass“, ursprünglich sogar für den 15. April angekündigt, und nun für den 4. Juni geplant, verzögert sich um mindestens eine weitere Woche.
  • Alle impfwilligen Österreicherinnen und Österreicher, so das Versprechen, sollten bis Ende Juni die Erstimpfung erhalten. Leider Nein! Voraussichtlich ist bis Ende Juni nur die Hälfte der Bevölkerung geimpft.

1. Juni:

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat dem Impfstoff der chinesischen Firma Sinovac eine Notfallfallzulassung erteilt.

2. Juni:

Zwölf- bis 15-Jährige sollen im Sommer gegen Corona geimpft werden: Minister Wolfgang Mückstein (Grüne) geht vorerst von 200.000 Impfungen in dieser Altersgruppe aus. 

Aktuelle Durchimpfungsraten der Gesamtbevölkerung

  • Erstimpfung: 42.27% (+0.83 seit dem Vortag)
  • Zweitimpfung: 18.57% (+0.77 seit dem Vortag)

4. Juni:

Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) wurde am Freitag das erste Mal geimpft. Eine Impfung als lächerliche Inszenierung. Rundum alles in der Parteifarbe Türkis. Wahrscheinlich war auch der Impfstoff türkis eingefärbt und im Hintergrund wartete die „Mama“ um dem armen Buben das Händchen zu halten.

5. Juni:

Wochenende in Wien mit Sperrstunde 22:00. Das völlig Erwartbare passiert, Menschen treffen sich auf öffentlichen Plätzen und stoßen an.

Eine Party am Karlsplatz wurde mit massiver Polizeigewalt geräumt und aufgelöst, nachdem es laut Angaben der Landespolizeidirektion Wien zu Sachbeschädigungen kam. Was genau beschädigt wurde, ist nicht bekannt.

Und was sagt Innenminister Nehammer? Der Innenminister sieht Linksextremisten am Werk.

“Darüber hinaus haben die gestrigen Angriffe auf die Polizistinnen und Polizisten gezeigt, dass Aktivistinnen und Aktivisten aus dem linksextremen Bereich als Drahtzieher dieser Attacken fungieren.”

Aus einer Pressemitteilung des Innenministers

Ein paar hundert trinkende und feiernde Jugendliche werden so zum organisierten linksextremen Mob gemacht. Das passiert natürlich gut rein, weil man ja die Extremismustheorie weiter bemühen muss. Während die Polizei bei den Corona-Leugner-Demos sehr zurückhaltend, sozusagen als Begleitschutz, agierte war von einer „Deeskalationsstrategie“ nichts zu sehen. Ein gewohntes Bild der Wiener Polizei. Spazierengehen mit den Rechten. Hinhauen auf alle anderen. „Wien, wir haben ein Problem!“

7. Juni:

Der elektronische grüne (Impf-)Pass mittels QR-Code soll Ende dieser Woche umgesetzt werden. Für Getestete und Genesene – ohne (!) Geimpfte. Diese folgen „in einem nächsten Schritt“, heißt es aus dem Gesundheitsministerium.

Am Montag hat Deutschland seine Impfpriorisierung aufgehoben – alle ab zwölf Jahren können sich nun impfen lassen. Mit längeren Wartezeiten ist dennoch zu rechnen.

9. Juni:

Mit der durchschnittlichen Impfrate der letzten 7 Tage erreichen wir eine 80% Durchimpfungsrate der Gesamtbevölkerung: Teilgeimpft: noch 88 Tage Vollimmunisiert: noch 147 Tage

Erstmals seit dem 19.9.2020 hat die AGES keinen Covid-19-Toten in ganz Österreich gemeldet.

10. Juni:

Seit heute gelten neue „Coronaregeln“: Statt zwei Metern wieder die Ein-Meter-Abstandsregel, die Sperrstunde wird von bisher 22.00 Uhr auf Mitternacht verlegt, außerdem dürfen in der Gastronomie bis zu 16 Personen outdoor bzw. acht Personen indoor (jeweils plus Kinder) zusammenkommen (statt bisher zehn bzw. vier).

Im Handel und in Freizeitbetrieben dürfen wieder mehr Kunden eingelassen werden. Kulturveranstaltungen können stärker ausgelastet werden (75 statt 50 Prozent). In Outdoor-Bereichen fällt die Maske komplett. Lockerungen gibt es auch beim Reisen, so ist etwa die sogenannte “Pre Travel Clearance” nur noch bei der Einreise aus Hochinzidenz- und Virusvariantengebiete notwendig.

12. Juni:

Sieben weitere Delta-Fälle in Niederösterreich.

  • 11.6.2021: Erstmalig Delta-Variante in NÖ nachgewiesen. Die Infektionsquelle ist unbekannt. „Es gibt derzeit keinen weiteren Folgefall“
  • 12.6.2021: 8 bestätigte Delta-Fälle in NÖ. 3 ohne Reiseanamnese.

13. Juni:

Beim G7-Gipfel in Cornwall ist es zu keiner Einigung auf die Freigabe von Impfstoffpatenten gekommen. Hilfsorganisationen beschreiben den Gipfel daher als „kolossale Enttäuschung“.

Auch in Wien ist die Delta-Variante des Coronavirus bestätigt worden. Die Mutante gilt als deutlich ansteckender als andere Varianten. Bisher gibt es zwölf bestätigte Fälle, aber auch weitere Verdachtsfälle.

14. Juni:

Zwei Meldungen, die im Zusammenhang gesehen zumindest Fragen aufwerfen.

  • Der britische Premier Boris Johnson hat die Lockerungen in seinem Land um vier Wochen verschoben. Grund ist die Verbreitung der Delta-Variante.
  • In Österreich fällt in allen Schulen am Dienstag die Maskenpflicht. Ob diese Lockerung zu früh kommt, darüber sind sich Expertinnen und Experten uneins.

15. Juni:

In Österreich wurden bisher 71 Fälle der Delta-Variante des Coronavirus bestätigt.

16. Juni:

In Österreich wurden heute Mittwoch 153 Neuinfektionen gemeldet. 280 Personen befinden sich in krankenhäuslicher Behandlung, 92 auf einer Intensivstation.

17. Juni:

Die EU-Zulassung des russischen Impfstoffs Sputnik V in der EU verzögert sich weiter.

Ab 1. Juli gibt es in Österreich weitreichende Öffnungsschritte.

  • Alle Branchen dürfen wieder öffnen, zum Großteil ohne Kapazitäts- und Platzbeschränkungen.
  • Die Sperrstunde fällt komplett.
  • In der Gastronomie gibt es ab 1. Juli keinen Mindestabstand mehr.
  • Stadion- und Theaterbesuche, sowie Hochzeiten sind ohne Einschränkungen möglich.
  • Die 3G-Regel bleibt in allen Bereichen erhalten – sie soll auch sichere Öffnungsschritte garantieren.

19. Juni:

Lissabon wurde Freitagnachmittag wegen der Ausbreitung der hochansteckenden Delta-Variante abgeriegelt. Die Maßnahme gilt vorerst bis Montagfrüh.

Am Samstag wurden in Österreich 136 Neuinfektionen registriert.

Mit der durchschnittlichen Impfrate der letzten 7 Tage erreichen wir eine 80% Durchimpfungsrate der Gesamtbevölkerung:

  • Teilgeimpft: noch 86 Tage
  • Vollimmunisiert: noch 115 Tage

Durchimpfungsraten der Gesamtbevölkerung vom 19.6.

  • Teilgeimpft: 49.91% (+0.32 seit dem Vortag)
  • Vollimunisiert: 27.91% (+0.38 seit dem Vortag)

20. Juni:

Kanzler Kurz macht eine neuerliche Ankündgung von Lockerungen: Wenn sich die Situation weiter gut entwickle, könne es im Juli weitere Erleichterungen geben, wie etwa ein Ende der Maskenpflicht im Handel. Daraufhin schliesst die Wiener Stadtregierung nicht aus, dass von der Bundesregierung angekündigte Lockerungen in Wien nur eigeschränkt umgesetzt werden könnten. Grund dafür ist die Sorge vor den Auswirkungen der Delta-Variante.

21. Juni:

In Österreich wurden am Montag 94 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Zuletzt gab es so wenige Fälle im vergangenen August. Ab Dienstag können sich in Wien 12- bis 19-Jährige zu einer Impfung anmelden. Ab Mittwoch werden Termine für 18- bis 30-Jährige in Wien freigeschaltet. Zum Einsatz kommt der Impfstoff von Biontech/Pfizer.

22. Juni:

Die Zahl der Neuinfektionen sinkt weiter. Am Dienstag wurden 58 gemeldet. Gleichzeitig verschärft Israel wegen der Delta-Mutation seine Coronamassnahmen wieder.

Durchimpfungsraten der Gesamtbevölkerung

  • Teilgeimpft: 50.74% (+0.37 seit dem Vortag)
  • Vollimunisiert: 29.07% (+0.6 seit dem Vortag)

24. Juni:

Die Steiermark erfüllt alle Voraussetzungen für die Stufe Grün auf der Corona-Ampel. In ganz Österreich wurden 77 Neuinfektionen gemeldet. Die Stadt Wien öffnet Impftermine für alle Altersgruppen.

Die schlechte Nachricht: Ausbreitung der Delta-Variante schon bei 25 Prozent

25. Juni:

Die Stadt Wien öffnet ab Freitag Impftermine für alle Altersgruppen. 31- bis 39-Jährige hatten bislang großteils nur über Betriebsimpfungen die Chance auf einen Impftermin.


in Österreich wurden 94 Neuinfektionen gemeldet.

Ebenfalls am Freitag wurden in Sydney 22 Coronavirus-Fälle gemeldet, der höchste Anstieg seit dem ersten Fall mit der Delta-Variante am vergangenen Mittwoch.

Sydney geht wegen Delta-Variante in Lockdown. Die Innenstadt von Sydney sowie die östlichen Vororte der Stadt werden ab Freitag um Mitternacht für eine Woche in den Lockdown gehen. Wie die Premierministerin des Bundesstaates New South Wales, Gladys Berejiklian, mitteilte, versuche man so einen Ausbruch der hochansteckenden Delta-Variante des Coronavirus einzudämmen. Die Bewohner dürfen ihre Häuser nur verlassen, wenn sie einen systemrelevanten Beruf haben. Zudem sind Lebensmitteleinkäufe und Sport im Freien erlaubt.

26. Juni:

Am Samstag wurden in Österreich 175 Corona-Neuinfektionen registriert

Anfang April hat Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) versichert, dass alle impfwilligen Österreicher bis Ende Juni die Corona-Erstimpfung erhalten sollen, Anfang Juni wurde das Ziel auf fünf Millionen Erstgeimpfte bis Monatsende revidiert. Doch auch das dürfte sich knapp nicht ausgehen, zeigen Berechnungen der APA.

Durchimpfungsraten der Gesamtbevölkerung vom 26.6.

  • Teilgeimpft: 52.24% (+0.27 seit dem Vortag)
  • Vollimunisiert: 32.42% (+0.51 seit dem Vortag)

28. Juni:

Auf der logarithmischen Skala zeigt sich, dass Israel seit 10 Tagen den stärksten exponentiellen Zuwachs aller dargestellten Zahlen hat. Auch UK hat exponentiellen Zuwachs. Die Zahlen dazu: Israel vom 17.7 bis 27.6 von 1.3 auf 11.8, Verdopplungszeit eine halbe Woche, voll geimpft 60%. UK vom 25.5. bis 27.6 von 25 auf 151, Verdopplungszeit knapp 2 Wochen. voll geimpft 48%, Beide Länder haben bereits höheren Impfschutz als Österreich, und trotzdem jetzt sehr starkes exponentielles Wachstum der Fallzahlen. Verantwortlich dafür: die Delta-Variante.

30. Juni:

Delta is now dominant among the sequenced or variant specific PCR cases in Austria. With data as of the 29th of June 2021.

Kanzler Kurz allerdings ist der Meinung: Die Pandemie ist für alle vorbei – wir werden ihn daran bei Zeiten erinnern.

  1. Juli:

Ab heute gelten folgende Öffnungsschritte:

  • Besucherlimits in Heimen fallen
  • statt der FFP2-Maske ist das Tragen des Mund-Nasen-Schutzes erlaubt 
  • die Sperrstunde fällt
  • bei Veranstaltungen gibt es keine Obergrenzen mehr.
  • das Tanzen in den Clubs wird wieder möglich
  • Es gilt eine  neue Einreiseverordnung. Personen, die aus Ländern mit epidemiologisch geringem Risiko einreisen, benötigen grundsätzlich keinen Test mehr. Die Einreise aus Virusvariantengebieten wie Großbritannien, Brasilien, Indien oder Südafrika ist grundsätzlich untersagt, Ausnahmen bestehen für Österreicher, EU- und EWR-Bürger.

Der Wiener Bürgermeister Michael Ludwig sieht die Gefahr durch die Delta-Variante aber anders als manche andere Politiker im Land und hat die Öffnungsverordnung des Bundes mittels regionaler Maßnahmen verschärft.

  • Wien verordnet Eintrittstests für Kinder ab sechs Jahren,
  • Wohnzimmertests fallen nicht mehr unter die Drei-G-Regel.
  • Bei Besuchen in Krankeneinrichtungen müssen sich die Wienerinnen und Wiener ebenfalls auf strengere Regeln einstellen. So darf pro Tag nur ein Patient besucht werden. Dabei ist weiterhin eine FFP2-Maske zu tragen. 
  • Die Registrierungspflicht in der Gastronomie bleibt weiter aufrecht.

2. Juli:

In Österreich wurden am Freitag 95 Neuinfektionen mit dem Coronavirus registriert.

Das Außenministerium hat die vor 15 Monaten verhängte weltweite Corona-Reisewarnung aufgehoben: Die ganze EU ist auf Grün geschaltet, nur noch Virusvariantengebiete wie Brasilien, Südafrika, Indien oder Großbritannien sind rot.

Durchimpfungsraten der Gesamtbevölkerung vom 2.7.

  • Teilgeimpft: 53.97% (+0.29 seit dem Vortag)
  • Vollimunisiert: 36.63% (+0.91 seit dem Vortag)

Das Gesundheitsministerium präsentiert eine App für den grünen Pass. Die Anwendung ist derzeit nur für iPhones verfügbar. Für Verwunderung sorgte in diesem Zusammenhang Verfassungsministerin Karoline Edtstadler (ÖVP). Sie postete in ihrer Instagram-Story ein Bild, in dem sie den „Grünen Pass“ herzeigt. Allerdings nutzte sie dafür nicht das PDF-Dokument, das bisher von den Behörden zur Verfügung gestellt wurde, sondern eine privat entwickelte Wallet-Funktion auf ihrem Smartphone.

4. Juli:

In Tirol und Wien konnte man sich am Wochenende (Rathausplatz) ohne Termin impfen lassen. Der Andrang war gross.

Ab Montag werden in Wien ohne Terminbuchung Astra-Zeneca-Impfungen angeboten.

6. Juli:

Die EU-Gesundheitsagentur zählte bislang 2.500 Corona-Fälle, die wegen der Fußball-EM aufgetreten sind.

Im Ibiza-Untersuchungsausschuss gibt es einen Corona-Cluster. Mehrere Parlamentarier und Mitarbeiter wurden positiv getestet.

7. Juli:

Wien bietet ab Freitag Kreuzimpfungen an. Personen, die ihre Erstimpfung mit dem Impfstoff von Astra Zeneca erhalten haben, können auf einen mRNA-Impfstoff umsteigen.

In Österreich sind am Mittwoch 107 Neuinfektionen gemeldet worden. Laut Ages bestimmt die Delta-Variante mit einem Anteil von rund 66 Prozent inzwischen das Infektionsgeschehen in Österreich.

8. Juli:

Eine Woche nach den Lockerungen steigt die Zahl der Neuinfektionen in Österreich wieder.

Mit mehr als 32.500 neuen CoV-Fällen an einem Tag hat Großbritannien den höchsten Tageswert seit Jänner verzeichnet. Sowohl die Zahl der Neuinfektionen als auch der Todesfälle und der Krankenhauseinweisungen stieg in der vergangenen Woche im Vergleich zur Vorwoche jeweils um mehr als 40 Prozent.

9. Juli:

Heute wurden in Österreich 163 Infektionen gemeldet. Die Ampelkommission erwartete eine vierte Corona-Welle mit „hoher Wahrscheinlichkeit“. Zeitpunkt und Ausmass bleibe offen.

10. Juli:

Die Niederlande reagieren auf steigende Zahlen und schliessen Nachtclubs. Auch im spanischen Katalonien machen die Clubs wieder zu. Experten sorgen sich vor dem EM-Finalspiel in London, wo Restriktionen gefallen sind. In Deutschland steigen (wie bei uns) die Neuinfektionen. Erstmals seit rund zwei Wochen ist die 7-Tage-Inzidenz wieder über den Wert von 6,0 geklettert.

11. Juli:

Kurz spricht von einem Wendepunkt in der Pandemie: Sie reduziere sich zu einem „medizinischen Problem“ des Einzelnen und seines Vernunftmanagements. 

„Die Krise redimensioniert sich. Sie wandelt sich von einer akuten gesamtgesellschaftlichen Herausforderung zu einem individuellen medizinischen Problem.“

Die Zahlen der Neuinfektionen zeigen ein anderes Bild

Die 5.017.822 bisher mindestens einmal Geimpften sind 62,8% der derzeit Impfbaren (Alter 12+) und 56,2% der gesamten Bevölkerung. Für die Ungeimpften hat unser Kanzler eine Botschaft: „Ihr werdet Euch früher oder später anstecken“

Im Wembley-Stadium gewinnt die SquadraAzzura die FussballEuropameisterschaft 2020 (!). Vor über 60.000 Zusehern ohne Schutzmassnahmen gegen Ansteckungen.

12. Juli:

Heute wurden in Österreich 192 Corona-Neuinfektionen gemeldet. In Belgien ist eine Frau mit zwei Corona-Varianten verstorben.

13. Juli:

Contact-Tracing per Facebook.

Die Gesundheitsbehörden ersuchen nun dringend um Kontaktaufnahme.

Auch das Wiener Nachtleben scheint nicht sicher. Mehr als 1.500 potentielle Kontaktpersonen wurden von den Behörden informiert. Das könnte zu einer Änderung der Regeln in der Nachtgastronomie  führen.

82 Prozent aller sequenzierten Fälle in Österreich sind aktuell Infektionen mit der Delta-Variante.

Kanzler Kurz hat zum Impfen aufgerufen. Er rechnet damit, dass auch in Österreich die Infektionszahlen wieder rasch steigen.

Durchimpfungsraten der Gesamtbevölkerung:

  • Teilgeimpft: 56.44% (+0.09 seit dem Vortag)
  • Vollimunisiert: 42.09% (+0.31 seit dem Vortag)

14. Juli:

Am 14.7. wurden in Österreich 332 Covid-Neuinfektionen gemeldet.

Die Beschleunigung der vermehrten Ansteckungen wird auf das Reiseverhalten zurückgeführt. So sind z.B. im Zusammenhang mit den x-jam-Maturareisen in Kroatien 28 positive Teilnehmer*innen aus Österreich gemeldet worden.

Die Regierung berät nun, wie man die Ausbreitung der Delta-Variante in den Griff bekommen kann.

15. Juli:

Am Donnerstag wurden 306 Neuinfektionen gemeldet. Das hat Auswirkungen auf die Fallprognose

Das Gesundheitsministerium spricht daraufhin von einem „bedrohlichen Szenario“ und es werden die Schutzmassnahmen wieder verschärft.

  • Für einen Besuch der Nachgastronomie gilt nun, dass nur noch Geimpfte oder PCR-getestete Personen Zutritt haben.
  • Den grünen Pass erhält man erst nach der Zweitimpfung.

16. Juli:

In Österreich wurden 341 Neuinfektionen gemeldet.

Frequency-Festival abgesagt. Die Gefahr, die von der Delta-Variante des Coronavirus ausgeht, sei zu groß, hieß es.

Wissenschafter der TU Berlin erwarten anhand von Modellierungen eine vierte Corona-Welle. Im Oktober werde ein exponentieller Anstieg bei den Krankenhauszahlen starten, bei der derzeitigen Entwicklung sogar früher, so ihre Prognose. Auch die EU-Gesundheitsbehörde ECDC geht aufgrund der Delta-Variante von stark steigenden Neuinfektionszahlen in Europa aus.

17. Juli:

In Österreich wurden 411 Neuinfektionen (das ist der höchste Wert seit Ende Mai) gemeldet. Darunter die Coronavirus-Variante B.1.621 in Kärnten nachgewiesen. Erstmals wurde diese Mutation in Kolumbien registriert.

19. Juli:

Aktuelle Durchimpfungsraten der Gesamtbevölkerung:

  • Teilgeimpft: 57.58% (+0.07 seit dem Vortag)
  • Vollimunisiert: 45.46% (+0.24 seit dem Vortag)

Köstinger und Mückstein kündigen verschärfte Drei-G-Kontrollen in der Gastronomie an und bei den Salzburger Festspielen wird nach einem positiven Test wieder FFP2-Maskenpflicht eingeführt.

100 Infizierte stecken derzeit 133 Menschen an. R ist mit 1,33 so hoch wie seit Oktober nicht. Kurz danach hatten wir die höchste Inzidenz. Weltweit.

Die ÖVP plakatiert derweilen: Die Pandemie ist gemeistert.

In Gross Britanien wurden am „Freedom Day“ alle Corona-Massnahmen aufgehoben. Trotz mehr als 50.000 Neuinfektionen/Tag und einem zur Vorwoche 40 %igen Anstieg der Hospitalisierungen. Premier Johnson feierte nicht mit. Er ist in Quarantäne.

20. Juli:

Wien reagiert auf die steigenden Infektionszahlen und macht die bundesweite Lockerung der Massnahmen nicht mit, setzt weiter auf Maskenpflicht im gesamten Handel und bei Indoor-Veranstaltungen. Im Stephansdom wird es eine eigene Impfstation geben.

21. Juli:

Es wurden 431 Neuinfektionen gemeldet. 93 % entfallen auf die Delta-Variante.

22. Juli:

Österreich zählt heute 452 Neuinfektionen, der höchste Wert seit Mai. Davon sind nur 3,8 Prozent über 65. Die Hälfte aller Neuinfizierten ist jünger als 25.

25. Juli:

Die Debatte über die Impflicht ist eröffnet. So hat sich die Vorsitzende der Bioethikkommission, Christiane Druml, für die Ausdehnung der Impfpflicht auf diverse Berufsgruppen ausgesprochen. Der steirische LH Schützenhofer fordert die Impflicht für Besucher der Nachtgastronomie und Gesundheitsminister Mückstein fordert die Impfpflicht für das Personal in Sptälern und Pflegeeinrichtungen.

Bisherige Bilanz:

– über 10.000 Tote

– Österreich erleidet den grössten Wirtschaftseinbruch seit dem 2. Weltkrieg

– 1 Million Menschen arbeitslos oder in Kurzarbeit

– unzählige Pressekonferenzen

Diese Chronologie wird laufend ergänzt und erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

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2 thoughts on “Das Virus – eine Chronologie

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