DAS Virus

Da Substantive auf -us meist männlich sind, wurde das Virus zu der Virus. Heute existieren in der Alltagssprache beide Formen nebeneinander und beide gelten als korrekt. In der Fachsprache dagegen blieb es bei der ursprünglichen sächlichen Form: das Virus.

Wobei: Ein Virus hat kein biologisches Geschlecht, das ist einfach eine selbstreplizierende Nanomaschine.

Was bisher geschah – eine Chronologie

2019

Die Atemwegserkrankung Covid-19 trat erstmals Ende November 2019 in Wuhan in der chinesischen Provinz Hubei auf. Der erste offizielle Fall einer Infektion wurde am 1. Dezember 2019 bestätigt.

Italien ist in Europa jenes Land, das sehr früh und besonders stark von der Pandemie betroffen ist. Bereits im November 2019 – und damit zwei Monate früher als bisher angenommen – soll es eine erste Infektion mit dem Coronavirus Sars-Cov-2 gegeben haben.

2020 ÖSTERREICH

25. Februar

Zum ersten Mal wird in Österreich, Tirol, positiv auf das Coronavirus getestet. 2 Angestellte eines Hotels in Innsbruck.

26. Februar

In der Wiener Rudolfstiftung wird ein ein Anwalt positiv auf das Virus SARS-CoV-2 getestet. Er liegt zu diesem Zeitpunkt bereits seit zehn Tagen im Spital.

4. März

Eine Rechtspraktikantin des Anwalts, der mittlerweile im SMZ Ost  auf der Intensivstation liegt, wird ebenso positiv getestet, wie zwei ihrer Kollegen.

Die Suche nach dem Patienten 0 bleibt erfolglos.

5. März

Die Situation eskaliert. Der Tiroler Skiort Ischgl betritt die internationale Bühne. Für die isländischen Behörden steht Ischgl auf einer Stufe mit dem Iran und der chinesischen Provinz Wuhan,

8. März

In Tirol ist man aber weiterhin der Meinung: „Alles richtig gemacht“.

Medieninformation des Landes Tirol:

„Eine Übertragung des Coronavirus auf Gäste der Bar (in Ischgl) ist aus medizinischer Sicht eher unwahrscheinlich“

13. März

Nehammer verkündet: „Es wird natürlich keine Ausgangssperren geben“

„Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu errichten!“ Walter Ulbricht am 15. Juni 1961

15. März

Das Paznauntal wird unter Quarantäne gestellt.

16. März

„Ausgangsbeschränkungen“ treten in Kraft. Die Menschen dürfen ihr Haus nur mehr verlassen, wenn sie zur Arbeit gehen, Lebensmittel einkaufen, anderen Menschen helfen oder spazieren gehen – alles mit einem Mindestabstand von einem Meter. Die Polizei greift bei der Durchsetzung hart durch. Auch die Bundesgärten werden geschlossen.

28. März

Wir klatschen

30. März

Das Tragen von Mund-Nasen-Schutzmasken in Super- und Drogeriemärkten wird zur Pflicht. Nehammer verlautbart, dass es bereits 10.426 Anzeigen im Zusammenhang mit Nichteinhaltung der Corona-Verordnungen gab. Wer sich nicht an die Maßnahmen hält, wird zum Lebensgefährder“, betonte der Innenminister. Und Bundeskanzler Kurz sagt:

 „Bald wird jeder von uns jemanden kennen, der an Corona gestorben ist.“

3. April

Kurz verkündet „Comeback für Österreich“

„“Österreich ist bisher besser durch diese Krise gekommen als andere Länder.“

4. April

Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka plädiert für eine Verpflichtung, die derzeit freiwillige „Stopp Corona App“ des Roten Kreuzes zu nutzen. Und besiegelt damit ihr Ende.

6.April

Ein paar Tage später sagt der Kanzler:

„Hätten die Behörden nicht so gehandelt, wie sie es taten, hätten wir in Österreich bis zu 100.000 Toten erleben können.“

Vermutlich hat er damit die Tiroler Behörden gemeint.

14. April

Die Bundesgärten werden wieder geöffnet. Türkis-Grün gab nach großen Protesten der Wiener Bevölkerung und der Stadtregierung nach.

22. April

Bundeskanzler Sebastian Kurz sagt in seiner Erklärung im Nationalrat:

Hochfahren, aber nie unverantwortlich

„Was wir in den nächsten Monaten gemeinsam erlernen werden müssen, ist, mit dem Virus zu leben und unsere Maßnahmen wie Abstand halten, Social Distancing, das Tragen von Mund-Nasen-Schutz und besondere Hygienevorschriften einzuhalten“

27. April

Das Gesundheitsministerium teilt auf APA-Anfrage mit, dass private Treffen trotz der seit Mitte März geltenden Ausgangsbeschränkungen zulässig sind. Eine missverständliche Formulierung auf der Website des Ministeriums, die ein Verbot von Besuchen bei Familienmitgliedern und Freunden nahelegt, wurde geändert.

Also alles nur ein Aprilscherz

1. Mai

In einem Szenelokal von Best-Buddy Martin Ho, das aufgrund der Covid-19-Bestimmungen noch geschlossen sein muss, fand eine private Party statt und wurden laut Polizei bei einigen Feierwütigen Kokain, Cannabis und die Partydroge MDMA gefunden.

4. Mai

Die Maturant*innen sowie alle Abschlussklassen im Bereich der Berufsbildung kehren wieder an die Schulen zurück.

11. Mai

Die Häuser werden geschmückt und die Fahnen knattern im Frühlingswind. Die braven Frauen binden Schleifen und Blumenkränze. Artige Kinder üben Gedichte für den großen Besuch.

Bundeskanzler Kurz besucht Kleinwalsertal.

15. Mai

Gastronomie und Gottesdienste starten unter Auflagen wieder. Sperrstunde für die Gaststätten und Lokale ist um 23 Uhr.

18. Mai

Der Schulbetrieb in den Volksschulen, AHS-Unterstufen, Neuen Mittelschulen, Sonderschulen sowie in allen Jahrgängen/Klassen mit verkürztem Unterrichtsjahr in den berufsbildenden mittleren und höheren Schulen wird wieder aufgenommen

24. Mai

„Ich bin erstmals seit dem Lockdown mit zwei Freunden & meiner Frau essen gegangen. Wir haben uns dann verplaudert und leider die Zeit übersehen. Das tut mir aufrichtig leid. Es war ein Fehler. Sollte dem Wirt daraus ein Schaden erwachsen, werde ich dafür gerade stehen.“

Das schreibt Bundespräsident VdB nachdem er die Sperrstunde von 23.00 Uhr nicht eingehalten hat.

15. Juni

Nach knapp drei Monaten endet die Verpflichtung zum Tragen MNS an öffentlichen Orten weitgehend. Die MNS-Verpflichtung bleibt noch in öffentlichen Verkehrsmitteln und Taxis sowie Einrichtungen des Gesundheitsbereichs inklusive Apotheken bestehen.

18. Juni

Kurz sieht österreichischen Weg durch die Corona-Krise aufgrund der Gesundheits- und Wirtschaftsdaten bestätigt

„Österreich sei aufgrund des raschen Handelns sowohl aus gesundheitlicher als auch aus wirtschaftlicher Sicht viel besser durch die Krise gekommen als andere Staaten.“

24. Juni

Das Parlament arbeitet trotz Pandemie. Zeuge Kurz sagt im Ibiza-Untersuchungsausschuss aus und zeigt erstaunliche Gedächtnislücken.

Gezählte 29 mal hat Kurz bei der Befragung gesagt: er kann sich nicht erinnern.

9. Juli

Die Polizei erhält neue Befugnisse beim Corona-Containment. Sie darf aufgrund einer Novelle des Epidemiegesetzes auch Krankheitssymptome erheben.

10. Juli

Kurz im TimeMagazin:

„Nicht Wirtschaft zerstören, um Planet zu retten“

but: there no jobs on a dead planet

22. Juli

VfGH kippt Ausgangsverordnung: Ausgangsbeschränkungen teilweise gesetzeswidrig

Die coronabedingten Ausgehregeln werden als teilweise verfassungswidrig eingestuft. Auch die ungleiche Behandlung bei Geschäftsöffnungen lässt das Höchstgericht nicht gelten.

23. Juli:

Sie haben ja ein eigenes Hirn

sagt Sebastian Kurz im Puls4-Interview zur Interviewerin und legt dann drauf wert, dass dieser Teil zensuriert wird.

25. Juli: 

Wegen der gestiegenen Covid-19-Infektionszahlen verschärft die Bundesregierung wieder die Präventionsmaßnahmen. Im Lebensmitteleinzelhandel, in Supermärkten, Banken und der Post gilt erneut die Pflicht zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes.

28. Juli

62 Infizierte im Corona-Cluster in St. Wolfgang

Die Vorgangsweise erfolgt streng nach den Vorgaben aus Ischgl.

Erst abwarten, dann erklären, dass es keine Ansteckungsgefahr gibt und Touristen unkontrolliert heimreisen lassen.

Wir haben alles richtig gemacht.

Wir haben aus Ischgl gelernt.

12. August:

Corona-Cluster in Henndorf (Sbg), und die Kronen Zeitung erfindet eine türkische Hochzeit, die es gar nicht gegeben hat, als Auslöser.

16. August:

„Das Virus kommt mit dem Auto nach Österreich.“

Sagt Kurz und fordert an den Grenzen verstärkt Kontrollen durch die Gesundheitsbehörden.


23. August:

Urlauber haben Kroatien fluchtartig verlassen. Reisewarnungen von Deutschland, Österreich, Italien und Slowenien haben eine gigantische Rückreise-Welle ausgelöst. Doch an der Grenze zu Österreich ging dann in der Nacht auf Sonntag gar nichts mehr. An der Grenze herrschte Chaos: Ein Reiserückkehrer berichtet von 15 Stunden Wartezeit vor der Grenze. Und danach wurde er gar nicht mehr kontrolliert – sondern „einfach durchgewunken“

28. August

In seiner „Kanzlerrede zur Nation“ prophezeit Kurz: Nächstes Jahr leben wir wieder normal.

„Es gibt schön langsam Licht am Ende des Tunnels“

Dabei scheint er sich aber nicht bewusst, um welches Licht es sich da handelt, das er da auf sich zukommen sieht.

4. September:

Vier Farben gegen die Pandemie – das Corona-Ampelchaos

Gesundheitsminister Rudolf Anschober der sich noch im April strikt gegen eine Regionalisierung der Corona-Schutzmaßnahmen aussprach, kündigt nun ein regionales Ampelsystem an.

14: September: 

Angesichts des wieder drastischen Anstiegs von Neuinfektionen nimmt die Bundesregierung die Bevölkerung wieder an die Kandare. Es gilt bundesweit eine verschärfte Maskenpflicht, die sich auf den gesamten Handel, die Gastronomie und jegliche Form des Kundenkontakts erstreckt.

24. September: 

Einschränkungen für den Wintertourismus werden in Aussicht gestellt. „Skivergnügen ja, aber ohne Apres Ski“, lautet das Motto.

30. September:

Gesundheitsminister Rudolf Anschober persönlich schließt im aktuellen Falter einen neuerlichen  Lockdown aus: „Nein. Den wird es nicht geben“.

8. Oktober:

Vor Ort helfen, das kann unsere Regierung.

Vor allem bzw. nur, wenn es um Babyelefanten geht.

Anlässlich der Verleihung des Friedensnobelpreises an WFP (World Food Programm der UN) lobt sich Ministerin Köstinger für die € 1,6 Mio die von Österreich bereitgestellt werden.

Zeitgleich werden Immerhin 25 Millionen Euro für die neue Elefantenanlage im Tiergarten Schönbrunn locker gemacht.

15: Oktober: 

Die Corona-Ampel in Österreich zeigt erstmals die Farbe Rot: In vier Bezirken in Oberösterreich, Salzburg und Tirol – Wels Stadt, Hallein sowie Innsbruck Stadt und Land – ist das der Fall. Das Land Salzburg stellt die Gemeinde Kuchl unter Quarantäne. Weitere bundesweite Maßnahmen werden in Aussicht gestellt.

27. Oktober: 

Die Zahl der (getesteten) Corona-Toten übersteigt die 1.000er-Marke

31. Oktober

Zweiter Lockdown bis Ende November in Österreich wird verkündet.

Es gilt eine nächtliche Ausgangsbeschränkung, wenn auch mit einigen Ausnahmen. Die Gastro und so ziemlich alle Freizeiteinrichtungen werden gesperrt. Geschäfte, Kindergärten und der Pflichtschulbereich bleiben vorerst offen.

2. November: 

Den Vorabend des Ende Oktober angekündigten Teil-Lockdowns nutzen Tausende, um sich noch einmal draußen zu treffen. Ein islamistischer Terrorist tötet bei einem Attentat in der Wiener Innenstadt vier Menschen.

13. November.

Austria First – „Österreich aktuell mit höchster Neuinfektionsrate weltweit.

Mit 9.586/mio Einwohner positiven Tests innerhalb von 24 Stunden wird ein neuer Rekordwert gezählt.

15. November:

Kurz kündigt in der Pressestunde überraschend Massentests an.

Interessant, was der Wiener Bgm Ludwig dazu sagt:

„Da der Kanzler die Tests in der Pressestunde angekündigt habe, seien die entsprechenden Vorbereitungen wohl getroffen worden. Er nehme an, dass man nicht erst jetzt überlegt, wie man das organisatorisch umsetzt.“

17. November:

Mit harten Maßnahmen will die Regierung „Weihnachten retten“. Es wird ein neuer umfassender Lockdown bis inklusive 6. Dezember verkündet.

Kurz-Appell: „Jeder soziale Kontakt ist einer zu viel“

Nur „kritische Infrastruktur“ bleibt geöffnet. Also Lebensmittelhandel, Apotheken, Drogerien usw. 

Auch der Handel mit „Sicherheits- und Notfallprodukten“ darf geöffnet bleibt. Offensichtlich eine Regelung, die konkret auf den Waffenhandel zugeschnitten wurde.

Geschlossen wurde selbstverständlich der Buchhandel. Lokalen Buchhändlern ist auch die kontaktlose Abholung von Onlinebestellungen im Laden verboten.

Allein an diesen beiden Meldungen lässt sich ermessen, welche Prioritäten diese Regierung setzt.

26. November:

Die türkis-grüne Regierung genehmigt sich ein PR-Budget in der Höhe von € 210 Mio.

Im Jahr 2019 meldeten die Bundesministerien Werbebuchungen um € 19,3 Mio.

Die „Corona-Werbung – Schau auf dich““ im Jahr wird mit 20 bis 25 Millionen für veranschlagt (ohne ORF, der gratis schaltete). Zusätzlich zur regulären Regierungswerbung. 

30. November:

627.000 Euro – Das ist der Preis, den der österreichische Staat für die neue Shopping-Plattform „Kaufhaus Österreich“ bezahlt hat.

Ein veritabler Flop. Es bleibt die Frage wer daran verdient hat.

1. Dezember:

Kurz und Anschober versprechen zehn FFP2-Masken für alle Über-65-Jährigen.

Man möchte den Schutz vor Corona-Ansteckungen für die ältere Bevölkerung verbessern.

Die Masken werden an Haushalte mit Personen ab dem 65. Lebensjahr mit Wohnsitz im Inland geschickt. Der Start der Aktion werde noch vor Weihnachten erfolgen, teilte die Bundesregierung mit.

2. Dezember:

Massentests starten – „the show must go on“.

Koste es, was es wolle! Und es kostet. Mehr als notwendig sogar.

Das Bundesheer bestätigt gegenüber PULS 24, dass Österreich rund zwei Drittel mehr für die Massentests bezahlt als die Slowakei.

10 Mio Tests zu je € 6,70 statt € 4,50.

6. Dezember:

15 Minuten Schnelltest können uns allen viele Wochen des Lockdowns ersparen.“ sagt der Kanzler. Aber der große Ansturm auf die Massentests blieb aus.

8. Dezember:

Lasset uns beten

Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka, Bundesratspräsidentin Andrea Eder-Gitschthaler und das Komitee des Nationalen Parlamentarischen Gebetsfrühstücks laden am Dienstag, dem 8. Dezember, um 18.00 Uhr, zur Online-Gebetsfeier „Hoffnung in der Krise“.

In eigenartiger Gesellschaft. Ebenfalls eingeladen wurde die „Loretto-Bewegung“. Fundamentalistisch und Radikal.

Alles getreu dem ÖVP-Motto: Hände falten, Goschn halten.

Die Kosten dafür beliefen sich auf 10.352,84 Euro. Hinzu kommen die Kosten der 22 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Parlamentsdirektion.

Bezahlt aus Steuergeldern.

15. Dezember:

Der Babyelefant auf Besuch im Bundeskanzleramt

18. Dezember:

Die Regierung verkündet 3. „harten“ Lockdown vom 26. Dezember bis 24. Jänner 2021

Massentests vom 15. bis 17. Jänner 2021 sollen ein „Freitesten“ aus dem Lockdown ermöglichen.

24. Dezember:

Die Skilifte öffnen. Es kommt zu einem regelrechten Massenansturm.

26. Dezember

Die verschärften Coronavirus-Maßnahmen treten in Kraft.

Die Skigebiete bleiben offen. Menschentrauben vor den Aufstiegshilfen und Verkehrschaos auf den Zufahrten sind die Folge.

27. Dezember:

Die „Impf-Show“. Zwei Stunden Sonder-„ZiB“ zu ersten Covid-Impfungen mit Sebastian Kurz und Rudolf Anschober am AKH.

2021

3. Jänner:

„Freitesten“ scheitert.

Die Koalition zog die Notbremse – und ihr umstrittenes Vorhaben zurück. Kritiker argwöhnen, dass der Widerstand von SPÖ, FPÖ und Neos im Bundesrat den Regierenden ganz gelegen kam.

5. Jänner:

Es wird bekannt: 60.000 Impfdosen liegen wochenlang herum.

Dazu Katharina Reich „Chief Medical Officer“ in der ZiB2:

„Dass nicht sofort alle verfügbaren Impfstoffe verwendet würden, erklärte Reich damit, dass die Impfung für die Alten- und Pflegeheime eine „hochkomplexe Herausforderung“ sei. Das müsste sorgfältig geplant sein.“


6. Jänner:

Impfstart in Heimen wird vorgezogen: Noch diese Woche sollen 21.000 Dosen verimpft werden, bis Dienstag weitere 43.000. Ursprünglich war der 12. Jänner als offizieller Start vorgesehen.

12. Jänner:

Britische „Skilehrer“ bringen die hochansteckende Mutation B117 nach Jochberg, Tirol.

Ganz Tirol ist voll mit britischen Skilehrern und deren Frauen und Kindern.

14. Jänner:

Das Impfdashboard ist im Entstehen – mit der österreichischen Besonderheit keine konkreten Zahlen anzuzeigen. Anstatt echter Zahlen – wie z.B. in Italien – zeigt es „Schätzwerte“.

16. Jänner:

„Querdenker“ demonstrieren in Wien gegen die Coronamassnahmen. Unter Missachtung aller Coronaauflagen und Duldung durch die Sicherheitsbehörden.

Angeführt vom rechten Rand und dem Narrensaum unserer Gesellschaft wird auch eine „Übernahme des Parlaments“ geplant.

17. Jänner:

Die Verlängerung des Lockdowns auf den Sankt Nimmerleinstag wird verkündet.

Erstmals sind die Landeshauptleute (Ludwig, Wien, und Schützenhofer, Stmk) bei der Pressekonferenz vertreten. Ein „Schulterschluss“ soll signalisiert werden.

Ab 25. Jänner wird das Tragen von FFP2 Masken zur Pflicht und der Mindestabstand wird vom Babyelefanten zum Fassmann.

Was der Kanzler nur indirekt sagt:

„Es kann nicht sein, dass Österreich keine eigene Mutation zustande bringt. Wir haben weltweit schon soviel zur Ausbreitung beigetragen und sollen uns jetzt immer nur mit ausländischen Viren infiszieren?“

Aber Schifoan bleibt des leiwaundste wos gibt.

18. Jänner:

Ob alle Über-65-Jährigen ihre bereits im Dezember versprochene FFP2-Maske nächsten Montag tragen werden, ist ungewiss: Noch 900.000 der 1,7 Millionen FFP2-Masken werden laut Gesundheitsminister Rudolf Anschober „bis allerspätestens Ende des Monats“ geliefert.

Allerdings stammen nur 200.000 davon aus Österreich – der Rest kommt aus China. Warum?

Dazu Geschäftsführer Dominik Holzner der Grazer Firma Aventrium, einer von zwei großen FFP2-Maskenproduzenten in Österreich: „Mit uns hat bisher niemand geredet“

Ausserdem: Die genaue Zahl der bisherigen Corona-Impfungen in Österreich ist weiterhin unklar.

19. Jänner:

Kaum wird der Impfstoff unter die Bevölkerung gebracht, zeigen sich die grossen Mängel in der fehlenden Impfstrategie. Die Impfung kommt nicht immer dort an, wo sie sollte. Privilegierte (z.B. Bürgermeister aller Coleur) verschaffen sich auf dubiosen Wegen unberechtigt Zugang zur „Spritze“ die Sicherheit verspricht.

20. Jänner:

Wieder wird in Tirol „alles richtig gemacht“.

Während öffentliche Spitäler die Nachricht erhalten, dass es zu Lieferengpässen kommt, haben Privatkliniken bereits 50 Prozent ihres Personals geimpft. Es besteht auch ganz sicher KEIN Zusammenhang zwischen diesem Umstand und Mitgliedern der Adlerrunde.

21. Jänner:

Österreich fordert rasche AstraZeneca-Zulassung – denn der Impfplan wackelt.

Kanzler Kurz „7 Wissenschafter – 10 Meinungen“ will in die Zulassung von Impfstoffen eingreifen. „Das muss schneller gehen“.

Politische Einmischung bei der Zulassung von Impfungen sind ein absolutes NO-GO und kontraproduktiv. Das gehört zum Dümmsten, das unserem Kanzler (oder seinen PR-Beratern) eingefallen ist. Das ist nahezu Trumpesk.

Wahrscheinlich wussten Anschober und Kurz bereits seit November von den Problemen bei AstraZeneca. Wie aus Mails des Impfkoodinators Auer hervorgeht, wurde damals ein Pfizer-Angebot über 500 Millionen Dosen ausgeschlagen und nur die Hälfte geordert.

Das nunmehrige Desaster war also vermeidbar.


Die „Drängerei“ und das Vorschwindeln um eine Impfdosis zu ergattern erreicht einen neuen Höhepunkt. Neben div. Würdenträgern (Schönborn, Deutsch) und vor allem Funktionären, von Bürgermeistern abwäts, diverser Parteien gesellt sich nun auch noch ein Nachtclub-Besitzer dazu.

Der Salzburger LH Haslauer meint dazu, Bürgermeister hätten bei der Impfung Priorität I. Weil sie regelmäßig Kontakte in Heimen hätten.

Eine Folge des Fehlens einer zentralen und eindeutigen Impfstrategie

22. Jänner:

Österreich Letzter. Leider nicht bei schlechten Meldungen. Im Gegenteil.

In einer Liste darüber, welche Länder wie viele Sequenzierungen zwischen September 2020 und 13. Jänner durchgeführt haben, wird Österreich als absolutes Schlusslicht (mit 0,000 Prozent) genannt – noch hinter Polen, Griechenland und Kroatien. 23 europäische Länder werden darin aufgelistet, angeführt von Dänemark (15,1 Prozent).

Niemand steckt sich beim Skifahren an. Und offiziell gibt es auch keine Kurse für angehende Skilehrer.

Trotzdem gibt es nach Jochberg, Tirol, nun einen weiteren „privaten“ Cluster im Pongau, Salzburg.

42 positive Fälle bei 172 getesteten Personen.

Die Ampelkommission setzt regionale Unterscheidung aus. Bis zur Vorlage eines neuen Bewertungsrasters wird die regionale Risikobewertung eingestellt.Das nicht öffentliche Protokoll der Corona-Kommission von gestern zeigt: Das Ende der Ampelschaltungen passierte auch auf politischen Druck des Gesundheitsministers.

The Economist“ erklärt den österreichischen Bundeskanzler zum Leader jener Impfstrategie, die „the worst of two worlds“ kombiniert.

Wegen der (Liefer- und Zulassungs-)Schwierigkeiten bei AstraZeneca werden die Lieferungen für Österreich weitaus geringer ausfallen als geplant. Das hat massive Auswirkungen auf den Impfplan.  

23. Jänner:

Zur Erinnerung eine Aussage unserer Tourismusminister vom November

Trotz den seit Weihnachten „strengen“ Einreiseregelungen – eine 10tägige Quarantäne ist vorgeschrieben – ist die südafrikanische Mutation B 1.351 ist in Österreich angekommen. Natürlich in einem Skigebiet und natürlich in Tirol.

In London verbreitet sich die Virus-Mutation mit atemberaubender Geschwindigkeit. Gut, daß längst keine Flüge mehr landen dürfen. Heere von Förstern mal ausgenommen,

25. Jänner:

Südafrika-Variante außerhalb des Zillertals? Die Tiroler Behörden forschen jetzt intensiv, woher die Südafrika-Virusmutation B.1.351 im Unterland stammen könnte.  Bis zu 1.600 ausländische Gäste seien es derzeit, Geschäftsreisende, Kurpatienten und Mitglieder diverser Skiteams, die in Tirol trainieren.

FFP2 vs KN95

Kontext – Österreichisches Gesundheitsministerium verbietet KN95-Masken im Zuge der neuen FFP2-Pflicht gerade als „unsicher. Um am gleichen Tag der Zulässigkeit doch zu bestätigen.

26. Jänner:

Tirol-News: Partyurlauber aus UK, SWE und DK feiern in St. Anton. Zillertaler Hoteliers, die über Silvester im Südafrikaurlaub zum Golf spielen waren, könnten die Mutation eingeschleppt haben. Franz Hörl – Zillertaler Hotelier, Obmann des Tiroler Wirtschaftsbundes, Nationalrat und Österreichs oberster Seilbahner – wurde positiv auf das Coronavirus getestet.

27. Jänner:

Krisensitzung wegen der verzögerten Lieferung von Impfstoffen und laufende Änderungen in der Impfstrategie.

Weitere Infektionen mit der Südafrika-Mutation werden bestätigt.

28. Jänner:

Impfverzögerung um einen Monat und eine neuerliche Änderung der Impfstrategie

die ereignisse einer ganz normalen woche während der corona-epidemie, die da sind: das übliche versagen im corona-chaos. die üblichen verdächtigen im ibiza-UA. die üblichen schweinereien im bvt und zu allem überdrussdie übliche unmenschlichkeit der övp inkl. der bereits üblichen hilflosigkeit der grünen.

so auf den ersten blick hat das irgendwie alles miteinander nix zu tun. oder doch? passiert das eine, weil das andere passiert ist? hat das auch was mit gewollter ablenkung zu tun?

29. Jänner:

In St. Anton wurden Freitag 133 Leute in 44 Unterkünften kontrolliert. Aus aller Herren Länder – Ergebniss: 96 Anzeigen. Fazit: 133 Kontrollen, 96 Anzeigen = 72 %. – Alles Geschäftsreisende?

Zwischen 26. und 28. Jänner wurde die Zählung der laborbestätigten Fälle umgestellt. Vom 27. zum 28. Jänner sind 5248 Fälle dazugekommen, in den 2 Wochen davor lagen die Werte zwischen 800 und 2000.

AstraZeneca erhält EU-Zulassung. Gleichzeitig droht die EU wegen des zu erwartenden Lieferausfalls mit rechtlichen Konsequenzen. In Österreich muss nun das Nationale Impfgremium entscheiden. Heimische Experten könnten die europäische Zulassung des Impfstoffs von Astra Zeneca adaptieren

Neue Impfstoffstudien deuten Probleme mit Mutation aus Südafrika an.

Für das Wochenende wurden von der LPD Wien 17 Versammlungen angezeigt. Vorwiegend handelt es sich dabei um Kundgebungen gegen Corona-Maßnahmen. Nach der durch die LPD Wien, als Versammlungsbehörde, vorzunehmende Abwägung, werden 15 angezeigte Kundgebungen gem. §6 Versammlungsg. untersagt.

31. Jänner:

Das Nationale Impfgremium empfiehlt den Impfstoff des britisch-schwedischen Pharmakonzerns Astra Zeneca nur für unter 65-Jährige.

Trotz Demoverbot findet in Wien eine grosse „Anti-Corona-Massnahmen“-Demo statt. Getarnt als „Wallfahrt“ und einem interkonfessionellen Gottesdienst am Maria-Theresien-Platz.

„Heilige Maria, Mutter Gottes, bitte für uns Sünder jetzt und in der Stunde unseres Todes.

Zum „Spaziergang“ gekommen waren unter anderem auch Identitäre rund um Martin Sellner oder der Neonazi Gottfried Küssel samt Mitstreitern.

1. Feber:

Der Cluster um einen Kindergarten in St. Johann weitet sich aus. Bis Sonntag waren 21 Neuinfektionen gemeldet worden. Wahrscheinlich handelt es sich um die südafrikanische Mutation des Coronavirus.

Der 3. Corona-Lockdown wird gelockert, Ausgangsbeschränkungen bleiben. Die Regierung hat sich am Montag auf sanfte Öffnungsschritte ab 8. Februar verständigt.

Pamela Rendi-Wagner meint dazu: Kanzler kündigt Öffnungen und im gleichen Atemzug den nächsten Lockdown in wenigen Wochen an. Scheitern mit Anlauf?

2. Feber:

Again – Austria First

Österreichs Wirtschaft ist jene, die von Oktober bis Dezember mit einem Minus von 4,3 Prozent gegenüber dem dritten Quartal in der EU am stärksten eingebrochen ist. Die EU ist mehr als achtmal weniger geschrumpft als Österreich.

3. Feber:

Tirol hat ernste Probleme mit B.1.351. Wissenschafter*innen fordern Quarantäne für ganz Tirol.

Russischer Impfstoff Sputnik V in der EU-Warteschleife

Die Daten zur Wirksamkeit des russischen Impfstoffs Sputnik V sind zwar vielversprechend. Doch der Weg zur Zulassung durch die EMA scheint noch weit

Der Impfplan für Österreich wird auf Grund von Lieferengpässen und der eingeschränkten Zulassung von AstraZeneca evaluiert.

4. Feber:

Corona-Ampel in Wien auf Orange umgestellt. Die Bundeshauptstadt leuchtet als einziges Bundesland nicht mehr rot

Im OeNR wurden die Misstrauensanträge gegen Innenminister Nehammer abgelehnt.

Nehammer vs Kickl – das ist Brutalität.

Ebenso stimmten die Grünen gegen die Anträge von SPÖ und NEOS betreffend das humanitäre Bleiberecht.

5. Feber:

Die Pandemie wird endgültig zur Satire. Impfreisen.at geht online und verhilft ab nun „Impfwilligen“ kostengünstig und zeitnah zu Ihrer Impfung, wo von offizieller Seite versagt wurde.

Es stehen ein Diskontangebot, ein Vorzugsangebot und ein Luxusangebotzur Auswahl. Mit dem Zusatz: Profitmaximierung ist definitiv nicht der Ansatz dieser Initiative.

Der Verleger und „Nachdenker“ Mucha bietet also als „Geschäftsreise getarnten Urlaub“  an und soll Impfen „sogar umsonst“ ermöglichen weil dann sogar noch steuerlich absetzbar.

Wobei – auch der „dramatische Impf-Brief“ unseres Kanzlers an die EU ist auch erheiternd.

War da nicht was mit den „frugalen Vier“ und dadurch auch Kürzungen im EU-Gesundheitsbudget? Und jetzt erdreist sich dieser Knilch von einem Möchtegernkanzler wieder als der weisse Ritter das Abendland retten zu wollen?

Spitzenreiter der Skurrilität aber abermals Tirol: Der Tiroler AK-Präsident lehnt eine Abschottung „kategorisch“ ab, nennt die Forderung von Virologin Dorothee von Laer eine „unerhörte Frechheit“ und will den gesamten Impfstoff in Tirol sehen.

Werfen wir einen kurzen Blick auf die Tiroler in dieser Pandemie:

Von „Ischgl infiziert die halbe Welt“ über „wir haben alles richtig gemacht“, dann „Hotspot für gefährlich Südafrika-Mutanten“ und „Finger weg von Tirol, was nützt uns eine Quarantäne“ zu „Tirol fordert gesamten Österreichvorrat der Corona-Impfdosen“ in nur wenigen Monaten.

6. Feber:

Zweitwohnsitze haben sich zum “Einser-Schmäh” um die Corona-Maßnahmen zu umgehen entwickelt. Allein der Bezirk Murau in der Steiermark verzeichnet seit 20. Dezember etwa 700 neue Nebenwohnsitze.

7. Feber:

Die 8.000 Tote-Grenze wurde überschritten

Kanzler Kurz will Sputnik V in Österreich produzieren lassen

Südafrika reagiert auf Studienergebnisse, wonach das Vakzin von AstraZeneca nur begrenzten Schutz bei mild verlaufender Infektion der südafrikanischen Variante liefere und setzt Einsatz von AstraZeneca-Impfstoff aus.

Es gibt keine Einigung über einen weiteren Lockdown in Tirol auf Grund der speziellen Gefährdungslage bzgl der „Südafrika-Mutation. Aktueller Stand: 165 B.1.351-Fälle nachgewiesen, weitere 230 Verdachtsfälle.

8. Feber:

Der 3. harte Lockdown endet mit ersten Öffnungen. Der Handel darf aufsperren. Dafür sperrt das Kaufhaus Österreich wieder zu.

Auch körpernahe Dienstleister dürfen wieder öffnen. Unser Bundeskanzler gibt dazu erstaunlicherweise keine Pressekonferenz. Er hat keine Zeit. Er geht Friseur.

Ungarn hat erwartungsgemäß den russischen Corona-Impfstoff Sputnik V zugelassen. 

Tirol steht nun auf einer Stufe mit Nordkorea oder Afghanistan. – Die österreichische Bundesregierung hat eine offizielle Reisewarnung für ein eigenes Bundesland erlassen.

Ein Akt der Verzweiflung.

„Das Bundesland Tirol ist nach Südafrika die Region weltweit mit den meisten bestätigten Infektionen mit der B.1.351-Mutante…“

9. Feber:

Die aktuelle Reaktion der Regierung entspricht wohl den Wünschen dieser Adlerrunde. Ab Freitag (!) soll man einen negativen Corona-Test für Ein- und Ausreise vorweisen. Bis dahin ist der Mutation also Tür und Tor geöffnet.

Bundeskanzler Kurz auf die Frage, warum die Testpflicht bei der Ausreise aus Tirol erst ab Freitag gilt: „Wir brauchen jetzt Entschlossenheit, aber Hektik und Panik bringt auch nichts.“

Bundesheer bestätigt zwei Mutationsfälle

Ein Soldat, der in Schwaz in Tirol wohnt, kehrte Mitte Jänner offenbar infiziert aus dem Heimaturlaub in die Kaserne Aigen im Ennstal im Bezirk Liezen zurück.

10. Feber

11: Feber:

Österreich auf roter Liste mit Südafrika und Brasilien

Tirol kontrolliert seit Mitternacht Ausreisende und wird „Mutationszone“

An allen Grenzen Nordtirols müssen bei der Ausreise negative Tests vorgewiesen werden. Deutschlands Einstufung als Mutationsgebiet könnte weitere Folgen haben.

Die „Durchreise“ wird allerdings auch weiterhin ohne Test möglich sein (!)

Die Infektionszahlen in Salzburg sind nicht gut. Genau genommen sind sie sogar ziemlich schlecht. Zugleich läuft das diskrete Geschäft mit den Skitouristen aus Europa gar nicht so übel. Also für einige. Nicht für alle. Ein prachtvolles Winterwunderland für das Virus. Salzburgs Politik hat ein großes Glück: Es gibt Tirol.

64 Anzeigen gegen illegale Skiurlauber in Salzburg

Das Beherbergungsverbot soll durch Scheinanmeldungen umgangen worden sein, die Polizei hat die Kontrollen verstärkt.

12. Feber:

Die Schweiz lehnt das Oxford/Astra Zeneca Vakkzin komplett ab. Keine Zulassung aufgrund der derzeitigen Datenlage Die Schweiz verkauft nun ihre Dosen am Weltmarkt.

Deutschland hat harte Beschränkungen für Einreisen aus Tirol beschlossen. Wie das deutsche Innenministerium am Freitagabend bekannt gab, sind davon auch Pendler aus Tirol betroffen.

Erstmals tut an innerösterreichischen Grenzen das Militär Dienst. Mehr als 1.000 Bundesheer- und Polizeibeamte werden die Nordtiroler Grenzübergänge, auch die innerösterreichischen, abriegeln

13. Feber:

Wieder demonstrierten Tausende gegen die Corona-Maßnahmen in Wien.

14. Feber:

Im internationalen Vergleich zeigt sich, dass Österreich bei den Impfungen weiterhin keine entscheidenden Fortschritte macht:

15. Feber

Ab 1. März werden in Apotheken Gratisselbsttests für zu Hause abgegeben. Inwieweit diese Gültigkeit, z.B. um eine körpernahe Dienstleistung in Anspruch nehmen zu können, ist noch nicht geklärt.

Die österreichischen Fälle der „Südafrika-Variante“ machen laut Bericht 84 Prozent aller in der EU nachgewiesenen Fälle aus.

16. Feber:

Südafrika will Impfstoff AstraZeneca abgeben, da dieser gegen die Mutation B.1.351 offenbar weniger gut hilft. Die Schweizer Zulassungsbehörde lehnt den Impfstoff ab und fordert mehr Daten

Erste Lockdown-Lockerungen in Österreich soll es frühestens „rund um Ostern“ geben. Ein ziemlich genauer Indikator für die Länge eines Lockdowns scheint die Buchungsmöglichkeit in den Lokalen von Best-Buddy #broesbeforehoes zu sein. Dort finden sich bereits seit längerer Zeit Reservierungsmöglichkeiten ab Ostern. Derartige „Zufälle“ gab es auch bereits bei früheren Lockdowns.

Der Impfstoff des US-Konzerns Johnson & Johnson könnte schon bald in der EU zugelassen werden. Wie die EU-Arzneimittelbehörde EMA am Dienstag bekanntgab, ist der Antrag auf die Zulassung des Corona-Impfstoffs „Janssen“ bei der Behörde eingegangen. Er soll nun beschleunigt geprüft werden. Als frühester Zulassungszeitraum gilt März. Es ist das erste Vakzin, das mit nur einer Dosis Schutz vor einer Corona-Erkrankung bieten soll.

17. Feber

Wien startet mit Impfung der Hochrisikogruppe

Zweiter positiver Vortest auf Südafrika-Mutation in Salzburg. In Südtirol sind diese Woche sechs Fälle der südafrikanischen Coronavirus-Variante bestätigt worden. Das Land reagiert nun mit strengen Maßnahmen, vier Gemeinden werden abgeriegelt. Betroffen davon ist auch die zweitgrößte Stadt des Landes, Meran.

Die EU-Kommission hat einen Vertrag über bis zu 300 Millionen weitere Impfstoffdosen des US-Herstellers Moderna ausgehandelt.

18. Feber:

Schwedische Regionen stoppen Corona-Impfung mit AstraZeneca – „Überraschende“ Häufung von Nebenwirkungen

In Südtirol wurde derweil nach nur sechs (!) B.1.351-Fällen vier Gemeinden weitgehend abgeriegelt.

Zum Vergleich: der aktuelle Stand an bestätigten Infektionen beträgt in Österreich gesamt 436.100

20. Feber

Griechenland und Israel akzeptieren die gegenseitigen Impfausweise. Wer als israelischer Tourist nach Griechenland einreist, muss nur den Impfausweise zeigen und kann auf Tests oder Quarantäne verzichten. Zypern will sich dem anschliessen.

Erstmals H5N8-Vogelgrippe-Virus bei Menschen nachgewiesen. Russland hat nach eigenen Angaben den weltweit ersten Fall einer Übertragung des H5N8-Vogelgrippe-Virus auf Menschen entdeckt. „Informationen über den weltweit ersten Fall der Übertragung der Vogelgrippe (H5N8) auf Menschen wurden bereits an die Weltgesundheitsorganisation (WHO) gesendet“

22. Feber:

Noch immer kein wirklicher Fortschritt bei der Zahl der Impfungen. Österreich gehört weiterhin zu den Schlusslichtern, was die Anzahl der geimpften Menschen betrifft.

23. Feber:

Nach der britischen und südafrikanischen ist nun auch die brasilianische Mutation P2 in Österreich aufgetaucht.

Die Probleme mit AstraZeneca reissen nicht ab. Offenbar sollen im zweiten Quartal anstatt der vertraglich vorgesehenen 180 Millionen nur 90 Millionen Impfdosen geliefert werden.

24. Feber:

Erstmals seit November wieder mehr als 2.000 Neuinfektionen täglich.

Mayrhofen im Zillertal wird wegen Mutations-Clusters abgeriegelt. Aber erst am dem kommenden Samstag. Warum nicht sofort? Vielleicht, weil die Zillertaler Bergbahnen Saisonkarten bis 28.2. mit 40% rückvergüten müssen? Ab 1.3. gibt es keine Vergütung mehr im Fall einer Schliessung.

Aktuell gibt es 42 aktiv positive Fälle, bei mindestens 29 davon wurde die südafrikanische Mutation nachgewiesen. 

Man lernt in Tirol offensichtlich nicht aus Fehlern.

Die Südafrika-Mutation wurde auch bereits in sieben Fällen in NÖ nachgewiesen. Wie überhaupt in Niederösterreich sich die Fälle in Kindergärten häufen.

Und so sieht die aktuelle Statistik über Infektionen und Sterbefälle aus.

25. Feber:

Vor genau einem Jahr wurde in Österreich der erste Corona-Fall offiziell bestätigt.

Schweiz setzt Kärnten, Niederösterreich, Steiermark auf Risikoliste

Für Österreich wurden am Donnerstag 2.391 Neuinfektionen gemeldet.

Die Isolation des Tiroler Orts Mayrhofen geht für die Virologin Dorothee von Laer nicht weit genug.

Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) will sich wie zuvor schon Griechenland und Zypern auf dem EU-Gipfel am Donnerstag für einen „Grünen Pass“ einsetzen. 

Ein ernsthafter Vorschlag, oder auch wieder nur eine Ablenkung von der causa prima der türkisen ÖVP?

Was immer es auch ist – es ist noch ziemlich unausgegoren und nichts weiter als einfach ein Luftballon den der Kanzler hier wieder steigen lässt. Zu viele Fragen sind noch offen um ernsthaft darüber diskutieren zu können.

26. Feber:

In Österreich wurden am Freitag 2.093 Neuinfektionen gemeldet. Sieben Prozent oder jeder 14. Tote war im Jahr 2020 auf die Pandemie zurückzuführen. 

Erstmals wurde die südafrikanische Mutation auch in Oberösterreich und Vorarlberg nachgewiesen.

27. Feber:

Am Samstag wurden 2.457 neue Corona-Fälle in Österreich gemeldet.

Eine Studie zur Spanischen Grippe 1918 kommt zur Feststellung: „Geschichte wiederholt sich“ – Zwar gibt es zwischen den beiden Pandemien auch wesentliche Unterschiede, aber die wachsenden Parallelen zwischen 1918 und 2020 sind bemerkenswert.

28. Feber:

Ein neuer Sonntagsrekord an Neuinfektionen wurde verzeichnet: 2.123 neue Fälle in 24 Stunden ein. Seit Jahresbeginn hatte es an Sonntagen nie mehr als 2.000 Fälle gegeben. Die Sieben-Tages-Inzidenz pro 100.000 Einwohner stieg auf 158, die Reproduktionszahl auf 1,16. Einen deutlichen Zuwachs gab es auch auf Intensivstationen. Insgesamt befanden sich 279 Infizierte in intensivmedizinischer Versorgung. Eine Steigerung um 9 % innerhalb einer Woche. Im Februar wurden pro Tag durchschnittlich 199.851 Tests durchgeführt – ein Rekordwert. Rund 1,1 Millionen Impfdosen sollen in den kommenden Monat Österreich erreichen.

Durchimpfungsraten (Stand 27.2.) der Gesamtbevölkerung:

Erstimpfung: 4.66% (+0.26 seit dem Vortag)

Zweitimpfung: 2.6% (+0.02 seit dem Vortag)

1.März:

Heute startet die Abgabe der Gratis-CoV-Selbsttests. Mehr als 200.000 Personen gehen aber leer aus, weil sie aus der Elektron. Gesundheitsakte (ELGA) ausgestiegen sind.

Verkündungen zum weiteren Verlauf des Lockdowns auf der Pressekonferenz:

  • Zieldatum für weitere Öffnungsschritte im Bereich Kultur und Tourismus ist der April.
  • In Vorarlberg kommt es ab dem 15. März zu Öffnungsschritten im Bereich Sport, Kultur und Gastronomie.
  • ab dem 27. März in ganz Österreich zur Öffnung der Schanigärten kommen.
  • Anschober: „Das ist der Einstieg in die Regionalisierung.“

2. März

Durchimpfungsraten der Gesamtbevölkerung vom 1.3.:

  • Erstimpfung: 4.88% (+0.11 seit dem Vortag)
  • Zweitimpfung: 2.65% (+0.04 seit dem Vortag)

So ganz funktioniert das mit dem Impfen also nicht. Selbst Ketchupflaschen können das besser.

Vielleicht will Kanzler Kurz deshalb mit Ländern der sogenannten „First Mover“-Gruppe Impfstoffe zusammen mit Israel produzieren.

Günther Mayr in der Zib1 über den Plan von Sebastian Kurz in Österreich zeitnah selbst Impfstoff zu produzieren.

Wegen anhaltend hoher Infektionszahlen bereitet sich Kärntens Landeshauptmann Peter Kaiser (SPÖ) auf Ausreisetests für den Bezirk Hermagor vor. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt in Hermagor bei 664. Für die Salzburger Gemeinden Radstadt und Bad Hofgastein gelten ab Freitagmitternacht Ausreisebeschränkungen. Die Orte dürfen dann nur noch mit negativem Test verlassen werden. Die Ausreisetests für Mayrhofen werden indessen mit Mittwoch beendet.

Hygiene Austria wird verdächtigt chinesische Masken umetikettiert zu haben. An zwei Standorten wurden Hausdurchsuchungen durchgeführt. Die Justiz vermutet auch Schwarzarbeit.

3. März:

Am Mittwoch wurden 2.553 neue Corona-Fälle gemeldet.

Der Bezirk Schwaz wird durchgeimpft. 100.000 impfungen mit Biontech sofort. Die Spenden der Adlerrunde haben sich ausgezahlt. Tiroler vor der Impfung der Alten und in der Impfreihenfolge nächsten Personen. Offensichtlich alles richtig gemacht. 100.000 impfungen mit biontech sofort.

Heute in der Apotheke der Versuch Selbsttests holen – Es gibt keine mehr. Alle schon weg – am 3. Tag der Ausgabe um 9.00 Uhr morgens!

Diese Regierung bringt wirklich gar nichts auf die Reihe.

4. März:

Hermagor ist der Bezirk mit der höchsten  7-Tage-Indzidenz mit rund 660 und will nun ebenfalls geimpft werden.

Die EU-Arzneimittelbehörde startet die Prüfung zur Zulassung des russischen Impfstoffs Sputnik V.

Bundeskanzler Kurz befindet sich auf Besuch bei Netanyahu um gemeinsam mit Israel und Dänemark eine Stiftung zu gründen. Die Stiftung soll der Grundstein für eine Kooperation bezüglich der Corona-Impfstoffe sein.

Die Schwerpunkte der Zusammenarbeit sollen in der Impfstoffproduktion, der Impfstoffforschung und der Entwicklung von Medikamenten liegen. Auf auf Journalisten-Nachfrage wollte sich Netanyahu aber auf keinen konkreten Zeitplan festlegen.

Gleichzeitig in Tirol:

Novartis plant, noch heuer in Tirol die Produktion eines COVID-19-Impfstoffs zu starten. Wie heute bekanntgegeben wurde, hat das Unternehmen eine erste Vereinbarung über die Herstellung der mRNA und des vorformulierten Wirkstoffes für den COVID-19-Impfstoffkandidaten von CureVac unterzeichnet.

Wahrscheinlich erklärt der Kanzler bei seiner Rückkehr, dass er diesen Deal bei seinem Freund „Bibi“ eingefädelt hat.

Gerüchteweise wird Hygiene Austria mit der Herstellung von Impfstoffen beauftragt, der dann über das Kaufhaus Österreich verkauft wird. Da schlägt die Regierung gleich zwei Fliegen mit einer Klappe.

  • 1. Sie schafft neue Arbeitsplätze (ca. 300 – 400) die die aus China importierten Vaccine umpacken und mit „Made in Austria“ versehen.
  • 2. Das „Kaufhaus Österreich“ sichert damit, dass sich keiner diese Impfstoffe in den Umlauf kommt.

Wir sind gerettet!

5. März:

Das Nationale Impfgremium hat sich nach seiner Sitzung am Freitag für den Einsatz des Corona-Impfstoffs von Astra Zeneca ohne oberes Alterslimit ausgesprochen – also auch für Personen über 65 Jahren sowie Risiko- und Hochrisikopersonen.

Am Freitag wurden in Österreich 2.668 neue Corona-Fälle registriert.

6. März:

Neuer Rekordtag bei Corona-Impfung: 31.180 Dosen

Bedeutet für 4 Millionen Österreicher brauchen wir noch 8-9 Monate bis diese 2 Impfungen bekommen. Auf das sollte man nicht wirklich Stolz sein?

Kurz will erst bei 6.000 Neuinfektionen täglich weiter Massnahmen

Also das mit dem Platter ist zumindest amüsant.

7. März:

Im Tiroler Bezirk Schwaz haben sich bereits 40.000 von 50.000 Berechtigten zur Corona-Schutzimpfung angemeldet.

Bisherige Bilanz:

– fast 9.000 Tote

– Österreich erleidet den grössten Wirtschaftseinbruch seit dem 2. Weltkrieg

– 1 Million Menschen arbeitslos oder in Kurzarbeit

– unzählige Pressekonferenzen

Diese Chronologie wird laufend ergänzt und erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

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